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So findet ihr das passende Spielgerät

Spielkonsolen sind beliebte Weihnachtswünsche. Welches Modell was kann, zeigt unsere Übersicht.
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Ganz schön vielseitig: Die Nintendo Switch besitzt die vielleicht cleverste Konstruktion aller aktuellen Spielkonsolen. Man kann sie in der Hand halten, mit einem Fernseher koppeln oder wie hier zu sehen im "Tischmodus" verwenden. Dabei wird das Gerät wie mit einem Klappbilderrahmen aufgestellt.  Foto: Nintendo
Ganz schön vielseitig: Die Nintendo Switch besitzt die vielleicht cleverste Konstruktion aller aktuellen Spielkonsolen. Man kann sie in der Hand halten, mit einem Fernseher koppeln oder wie hier zu sehen im "Tischmodus" verwenden. Dabei wird das Gerät wie mit einem Klappbilderrahmen aufgestellt. Foto: Nintendo
Vor Weihnachten haben Spielkonsolen Hochsaison. Doch welche ist die richtige? Die ehrliche Antwort lautet: Keine! Denn vor dem Kauf sollte man sich ganz andere Fragen stellen. Wir zeigen die angesagtesten Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen:

1. Für Anspruchsvolle:
PlayStation 4 Pro
Die vierte Generation der PlayStation hat in der aktuellen Version "Pro" ein Upgrade erhalten. Ein Prozessor mit acht Kernen dient als Motor. Der Grafikchip leistet mit 4,2 Teraflops deutlich mehr als die 1,84 Teraflops der Standard-Ausführung der Konsole. 1 Terabyte Festplattenspeicher bietet die PlayStation 4 Pro für Spiele und andere Medien wie Filme, Bilder oder Musik. Wie die Xbox One von Mitbewerber Microsoft ist die PlayStation 4 Pro HDR-fähig. Das Kürzel steht für "High Dynamic Range". Beim Spielen macht sich das bemerkbar in Form von verbessertem Kontrast und einem höheren Farbraum im Vergleich zu älteren Modellen. Dank 4K-Auflösung kann man dafür geeignete Spiele in ungekanntem Detailreichtum und gestochen scharf sehen.
Die Pro-Version der PS4 bietet zudem eine austauschbare Festplatte. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Mit der optional erhältlichen Datenbrille PlayStation VR können Spieler in virtuelle Welten eintauchen. In einem Punkt allerdings ist die Sony-Konsole unbestritten von Nachteil. Der betrifft aber nicht die Gamer, sondern die Heim-Cineasten: Die PlayStation 4 Pro spielt zwar herkömmliche Blu-rays ab, aber keine in 4K-Blu-ray-Auflösung. Sonys Spielstation kostet etwa 400 Euro.

2. Für Profi-Gamer:
Xbox One
X
Als die PlayStation 4 Pro auf den Markt kam, galt sie als leistungsstärkste Konsole auf dem Markt. Mit der soeben erschienenen Xbox One X hat Microsoft nachgezogen und behauptet diesen Superlativ nun für sich. Dafür kostet sie mit 500 Euro allerdings etwa 100 Euro mehr als Sonys Modell. Für den Aufpreis bietet sie auf dem Papier in mehreren Details technisch mehr als die Sony-Konkurrenz: 12 Terabyte Arbeitsspeicher statt 8 zum Beispiel.
Die Xbox One X bietet eine native 4K-Auflösung. Das bedeutet: Die Grafik wird nicht künstlich hochskaliert wie ein Foto, welches man auf dem Bildschirm über 100 Prozent vergrößert, sondern die Auflösung ist tatsächlich viermal so hoch wie bei Full HD. Schnell wird dabei aber vergessen: Um diese lebensnahe Darstellung in voller Pracht erleben zu können, braucht man nicht nur eine 4K-fähige Konsole, sondern auch einen Fernseher in dieser Auflösung.
Einen Trumpf der Microsoft-Konsole im Vergleich zu den Mitbewerbern werden vor allem erwachsene Spieler feststellen: Der Controller liegt bei Erwachsenen besser in der Hand als die der Konkurrenz. Auch bei Filmliebhabern punktet Microsofts Generation X: Der Blu-ray Player kann im Gegensatz zu Sonys PlayStation 4K-Filme abspielen.

3. Für Preisbewusste:
Xbox One S
S wie Größe Small: Die Xbox One S ist der kleine Bruder der Xbox One X. Das betrifft nicht nur die Rechenpower. Die standardmäßige Festplattenkapazität ist mit 500 Gigabyte nur halb so groß. Gegen Aufpreis gibt es aber auch eine 1 Terabyte-Platte, ganz wie bei der X-Version. Wie bei der Xbox One X lassen sich zudem externe Festplatten anschließen. Angesichts der immensen Datenmenge moderner Spiele ein wichtiger Aspekt. Videos aus dem Internet lassen sich, falls sie im Original 4K-Auflösung haben, auch in dieser abspielen. Auch ist die Konsole mit einem 4K-fähigen Blu-ray-Laufwerk für entsprechende Filme ausgestattet. Beim Spielen allerdings müssen Käufer der S-Version auf die vierfach höhere Auflösung verzichten und spielen "nur" in Full HD-Pixeldichte.
Für 200 Euro bekommt man dafür geradezu ein Schnäppchen. Zumal die Auswahl der Spieletitel groß ist. Denn alles, was man auf der Xbox One X spielen kann, lässt sich auch auf der S erleben. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB so groß wie bei der doppelt so teuren PlayStation 4 Pro.

4. Für Familien und
für unterwegs:
Nintendo Switch

Im Krieg der Konsolen hat Nintendo schon immer nicht auf die beste Grafik gesetzt, sondern auf das originellste Konzept. Die Switch ist nicht nur eine stationäre Heimkonsole, sondern zusätzlich auch ein Handheld, der mobiles Spielen ermöglicht, ganz wie ein Smartphone, Tablet oder wie die firmeneigene Nintendo DS-Familie. Will man spielen, ohne an den TV gebunden zu sein, nimmt man einfach den Handheld in die Hand und steckt die beiden Controller, Joy-Cons genannt, an den linken und rechten Rand. So hat man alles was man zum Spielen braucht in Händen.
Mit seinem 6,2-Zoll-Bildschirm hat der Handheld genau die richtige Größe, um das Spielgeschehen im Detail zu sehen und ist dennoch angenehm leicht, um auch bei längeren Spiele-Sessions nicht wie Ballast zu wirken. Je nach Spielanforderung reicht der Akku beim mobilen Einsatz für drei bis sechs Stunden. Will man dagegen die Vorzüge des großen TV-Bildschirms nutzen, steckt man die Handheld-Komponente einfach in die Basisstation und das Bild wird innerhalb einer Sekunde auf den Fernseher übertragen. Die Mini-Controller, Joy-Con genannt, werden dann vom Handheld abgezogen und auf eine eigene Halterung gesteckt.
So entsteht eine "selbst gebastelte" Steuerung in den Dimensionen eines klassischen Controllers. Im Vergleich zu Microsofts und Sonys Steuerungen allerdings fallen bei Nintendo die flachen Tasten auf, die nah beieinander liegen.
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