Bamberg
Ernährung

Schulstunde in der "Gemüse-Ackerdemie"

Bamberger Schülerinnen wissen, was sie essen: Bis Ende Oktober haben die Eichendorff-Gymnasiastinnen 25 verschiedene Gemüsesorten im Schulgarten angebaut.
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Von April bis Oktober haben Bamberger Schülerinnen Gemüse angepflanzt. Im Sommer - unser Foto - konnten die Mädchen die ersten Früchte ernten. Fotos: Eichendorff-Gymnasium, dpa-Archiv
Von April bis Oktober haben Bamberger Schülerinnen Gemüse angepflanzt. Im Sommer - unser Foto - konnten die Mädchen die ersten Früchte ernten. Fotos: Eichendorff-Gymnasium, dpa-Archiv
Säen, pflanzen, jäten - so haben viele Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums in den letzten Monaten einen Teil ihrer Unterrichtszeit verbracht. Das Programm "Gemüse-Ackerdemie" hat es möglich gemacht: Die Jugendlichen bewirtschafteten ihr eigenes Feld und bauten dort von April bis Oktober über 25 verschiedene Gemüsearten an.


Wie wächst ein Kürbis überhaupt?

Ziel der mehrfach ausgezeichneten "Gemüse-Ackerdemie" ist es, Kindern und Jugendlichen die Themen Natur, Lebensmittel und gesunde Ernährung nahezubringen. Die Mädchen lernten die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion kennen: Sie pflanzten, pflegten und ernteten das Gemüse nicht nur, sondern vermarkten und verarbeiten es auch. So konnten sie unmittelbar erleben, wie geschmackvoll und vielseitig frisches Gemüse ist. Betreut wurde das Eichendorff-Gymnasium von Antonia Mehnert von Ackerdemia e.V.: "Wir schulen die Lehrerinnen und Lehrer intensiv und unterstützen sie über die komplette Ackersaison. Zusätzlich stellen wir umfangreiches Bildungsmaterial für den Unterricht zur Verfügung." Die sogenannten 20 Bildungsbausteine vermitteln Wissen rund um das praktische Ackern und weiterführende Themen der Nachhaltigkeit.


Alles startet unterirdisch

Ein Baustein behandelt beispielsweise die Wachstumsphasen zwischen Aussaat und Ernte. Nach der Aussaat passiert die ersten Tage nur unterirdisch etwas. Aber auch das untersuchen und beobachten die Kinder. "Unsere Schüler sind mit Begeisterung bei dem Projekt dabei und freuen sich besonders auf die praktischen Arbeiten direkt auf dem Feld - auch wenn es bis zur ersten Ernte ein wenig gedauert hat", sagt Isabel Bonora, Lehrerin am Eichendorff-Gymnasium, die die "Gemüse-Ackerdemie" betreut und an ihre Schule geholt hat.


Ernährung in Praxis und Theorie

Die "GemüseAckerdemie" ist ein Bildungsprogramm für Grund- und weiterführende Schulen der 3. bis 8. Jahrgangsstufe.
Der gemeinnützige Verein Ackerdemia hat das Programm entwickelt und in Oberfranken erstmals am Eichendorff-Gymnasium umgesetzt.
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