DETTELBACH

Weihnachtspakete für rumänische Kinder

Sieben Wochen vor Weihnachten bittet die Rumänienhilfe Elmar Karl wieder um Spenden. 800 Laster haben die Spenden bisher nach Rumänien gebracht.
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Freude und Überraschung leuchtet aus dem Gesicht dieses rumänischen Mädchens, als es ein Weihnachtspaket aus Mainfranken in Empfang nimmt. Solche Bilder sind Lohn und Ansporn für Elmar Karl und seine Helfer, auch in diesem Jahr eine erfolgreiche Weihnachtsaktion auf die Beine zu stellen.

Schon zum 17. Mal ruft die Rumänienhilfe Karl zu ihrer Weihnachtspaketaktion auf. Gerne möchte man das Vorjahresergebnis von knapp 20 000 Paketen wieder erreichen oder noch übertreffen.

Seit 25 Jahren aktiv

Seit mehr als einem Viertel Jahrhundert kommt humanitäre Hilfe für bedürftige Menschen in Rumänien aus Bibergau beziehungsweise Dettelbach. Viele Menschen unterstützen dieses Anliegen mit ihrer Arbeitskraft, Sach- und Geldspenden oder auch nur ideell. Schon fast 800 Laster mit Hilfsgütern gingen seit 1990 von Dettelbach aus auf die Reise in das südosteuropäische Land. Die Partner vor Ort sind vorwiegend kirchliche Stellen in den Diözesen Alba Julia, Satu Mare und Temesvar.

Vom Elend angesprochen

Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes Ende 1989 transportierten die Medien das ganze Ausmaß an Armut und Verfall in die deutschen Wohnzimmer. Auch Elmar Karl fühlte sich vom Elend angesprochen und startete erste spontane Hilfslieferungen. Aus diesen Anfängen entwickelte sich inzwischen eine der größten privaten Hilfsorganisationen für Rumänien. Seit 2007 ist Rumänien EU-Mitglied, Hilfe sei aber weiter nötig, davon ist Karl überzeugt. Nach wie vor gibt es dort viele Menschen, die zu Monatsbeginn noch nicht wissen, wie sie das Monatsende erreichen sollen.

Die Menschen haben es schwer

Arbeitslosigkeit, unterentwickelte Sozialsysteme, Korruption und kriminelle Strukturen machen es den einfachen Menschen schwer, in gesicherte Verhältnisse hinein zu wachsen. Nach zarten Aufwärtstrends ging es mit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 für Viele wieder bergab.

Lebenskünstler gefragt

Bei Einkommen von 150 bis 300 Euro muss man schon Lebenskünstler sein, um sich bei Preisen, die mit unseren vielfach auf gleichem Niveau liegen, über Wasser halten zu können. Oder man ist auf Unterstützung angewiesen. Diese will die Rumänienhilfe Karl im Rahmen ihrer Möglichkeiten leisten. Damit die Hilfslieferungen und Spendengelder tatsächlich bei den Bedürftigen ankommen, arbeitet Karl vor allem mit kirchlichen Stellen, insbesondere Caritas Rumänien, zusammen. Außerdem besucht er jährlich mit einer kleinen Delegation seine Partner, um die Verteilerstrukturen und Hilfsprojekte vor Ort zu inspizieren.

Sonderaktion

Seit 17 Jahren gibt es nunmehr die Sonderaktion Weihnachtspakete der Rumänienhilfe. Viele Schulen, Kindergärten, Firmen, aber auch zahlreiche Privatpersonen aus weiten Teilen Mainfrankens unterstützen diese Aktion seit Jahren. Die Spender kommen nicht nur aus dem Landkreis Kitzingen, sondern auch aus Stadt und Landkreis Würzburg sowie aus den Kreisen Main Spessart, Schweinfurt, Bamberg und darüber hinaus. In der Advents- und Weihnachtszeit verteilen Caritas-Mitarbeiter die Pakete aus Deutschland an bedürftige Familien, in Schulen, Kindergärten und Heimen. Karl hofft, dass das Vorjahresergebnis – 2016 waren es circa 20 000 Pakete – wieder erreicht oder vielleicht sogar noch übertroffen wird.

Der Inhalt

In die Kartons sollte man haltbare Lebensmittel, Süßigkeiten, Schulbedarf, Kleidung (auch gute gebrauchte), Hygieneartikel, Spielsachen und Ähnliches packen. Hilfreich für die Verteiler ist eine Angabe der Zielgruppe als Aufkleber oder Aufschrift auf dem Paket, zum Beispiel „Junge, 10 Jahre“, „Mädchen, 5-6 Jahre“ oder „Familie“.

Besonders schön wäre es, wenn die Pakete weihnachtlich verpackt würden. Vorschriften über Größe und Gewicht der Pakete gibt es nicht. Für viele Kinder in Rumänien wird das Paket aus Franken das einzige Geschenk sein, das sie in diesem Jahr erhalten werden. Auch Geldspenden zur Finanzierung sozialer Projekte werden gerne entgegen genommen.

Annahmestellen

Annahmestellen und Spendenkonto: Pakete können ab dem 17. November an der Lagerhalle in Dettelbach, Industriegebiet Ost, Lange Länge 4, abgeliefert werden: Dienstag, 17 bis 19 Uhr, Freitag 15 bis 17 Uhr, Samstag 15 bis 17 Uhr. Annahmeschluss ist der 16. Dezember.

Weitere Informationen

Fragen zur Aktion „Weihnachtspakete“ beantworten Elmar Karl, Tel. (01 71) 82 60 211 und Ottmar Deppisch Tel. (01 57) 52 41 34 34. Geldspenden: Katholische Kirchenstiftung Bibergau, IBAN: DE75 7919 0000 0600 4504 56, bei der VR Bank Kitzingen. Weitere Informationen unter www.rumaenienhilfe-karl.de .

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