VOLKACH/FAHR

Waldkindergarten und Feuerwehrautos

Trotz eines Fehlstarts vor vier Jahren stößt ein Waldkindergarten im Volkacher Stadtrat auf Sympathie. Die wird aber erst dann wirksam, wenn die Vorarbeit passt.
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Der Vorstoß der Volkacher Grünen, die mit einer Infoveranstaltung am Montag, 17. Juli, einen Waldkindergarten auf die Beine bringen wollen, stößt im Volkacher Stadtrat offensichtlich auf Sympathie. „Wir würden das jederzeit unterstützen“, erklärte Bürgermeister Peter Kornell am Montagabend im Gremium.

Die Grünen hoffen mit ihrer Initiative, genügend Eltern um 19.30 Uhr ins Hotel Rose zu bewegen, um einen Waldkindergarten in Volkach zu etablieren. Wenn der ausreichend Unterstützung findet, müssten die Eltern einen Verein ins Leben rufen, so Kornell. Der dürfe dann wie in vergleichbaren Fällen auf Zuschüsse hoffen und auf die Unterstützung der Stadt: „Wir würden denen Wald zur Verfügung stellen.“

Allerdings erinnert der Bürgermeister an einen gescheiterten Versuch, ein solches Naturkindergarten-Modell zu etablieren. Die Leitung des Kindergartens in Fahr habe 2013 versucht, der Einrichtung ein attraktives Extra mit Spiel und Spaß im Wald zu verschaffen, aber: „Zu unserer großen Überraschung waren die Eltern dagegen.“

Die Dimbacher Feuerwehr darf auf ein neues Einsatzfahrzeug hoffen. Noch einmal gut 5000 Euro in den beim TÜV durchgerasselten Ford zu stecken, nachdem das alte Gefährt wenige Jahre zuvor mit 4500 Euro wieder fahrtüchtig gemacht worden ist, schienen dem Stadtrat und Kornell zu teuer: „Kein vernünftiger Mensch würde das jetzt machen.“

Die Alternativen, die die Dimbacher Wehr vorlegte: entweder ein gebrauchtes oder ein neues Tragspritzenfahrzeug. Weil ein älteres Einsatzgefährt im billigsten Fall – laut Angebot – rund 35 000 Euro, ein generalüberholtes Fahrzeug 59 000 Euro kosten würde, sah das neue Einsatzfahrzeug mit rund 53 000 Euro für den Stadtrat deutlich attraktiver aus. Schließlich gibt's dafür knapp 24 000 Euro an Zuschuss.

Das Angebot stieß im Stadtrat offensichtlich auf viel Sympathie. Und weil bei einer Sammelbestellung sich noch einiges am Preis drehen lasse, sprach sich Volkachs Kommandant und BL-Stadtrat Fred Mahler dafür aus, zwei weiteren Feuerwehren mit Altgefährten – Eichfeld und Obervolkach – ebenfalls Ersatz zu bescheren.

Die Mehrfachbeschaffung soll laut Kornell nun mit dem Feuerwehrreferenten besprochen und das Ergebnis dem Stadtrat „so schnell wie möglich“ vorgelegt werden. Geklärt werden müsse auch eine Übergangslösung für die Dimbacher Wehr, die schon jetzt ohne fahrbereites Fahrzeug dasteht und auf ein neues Gefährt rund ein Jahr warten müsste. Mahler schlug vor, über ein Leihfahrzeug nachzudenken.

Ein zusätzlicher Knackpunkt für die Dimbacher Feuerwehr ist ihre Garage. Da passte der alte Ford gerade mal so rein, das angepeilte neue Einsatzfahrzeug wäre laut Kommandant Christian Sauer vermutlich schon zu breit. Eine Lösung könnte die Zehntscheune sein, so Ortssprecher Alfred Sauer. Die müsste allerdings entsprechend ausgebaut werden. Auf Kosten der Stadt.

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