HANDBALL: BEZIRKSOBERLIGA MÄNNER

Marktsteft vor der Meisterschaft

Nur noch einen Punkt brauchen die Marktstefter Männer zum Titelgewinn. Was der Verein im Fall des Aufstiegs vorhat, verrät Abteilungsleiter Sandro Schmidt.
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Aus dem höflichen Applaus der Marktstefter Handballer nach dem jüngsten Unentschieden gegen Rödelsee soll diesmal frenetischer Meisterjubel werden.

Nur noch einen Punkt brauchen die Handballer des TV Marktsteft, um drei Spieltage vor Saisonende auch rechnerisch die Meisterschaft in der Bezirksoberliga klarzumachen. Für das anstehende Heimspiel gegen die TG Würzburg ist Abteilungsleiter Sandro Schmidt so zuversichtlich wie für die Landesliga.

Frage: Wo werden Sie den kommenden Samstagabend verbringen?

Sandro Schmidt: Natürlich bei uns in der Mehrzweckhalle. Ich habe Thekendienst.

Dort wird wohl fast ganz Marktsteft zu finden sein, oder?

Schmidt: Wir erwarten schon einige Zuschauer. Das hat man ja beim letzten Spiel gegen Rödelsee gesehen, wo unter den rund 600 Leuten viele aus Marktsteft waren. Daran merkt man das große Interesse. Ich denke schon, dass es am Samstag ausverkauft oder zumindest eine stattliche Kulisse da sein wird.

Das heißt, der Thekendienst wird viel zu tun haben?

Schmidt: Davon kann man ausgehen. Der Dienst wurde vor der Saison eingeteilt. Da wusste ich noch nicht, dass die Männer vielleicht an diesem Tag die Meisterschaft klarmachen werden.

Wie enttäuscht waren Sie, dass es nicht schon letzte Woche mit dem Meistertitel geklappt hat?

Schmidt: Gar nicht enttäuscht. Das Spiel war in Ordnung. Es war spannend für beide Seiten. Zuerst hatten wir Vorteile, es sah so aus, als ob wir deutlich gewinnen. Dann führte Rödelsee, es ging hin und her. Das Unentschieden war optimal, ob wir nun enttäuscht waren oder nicht. Im Endeffekt passt es. Jetzt können wir zu Hause alles klarmachen und daheim feiern.

Nun geht es gegen die TG Würzburg, aber der Gegner dürfte vermutlich egal sein.

Schmidt: Na ja, bis auf das Spiel in Lohr haben wir keines verloren. Den fehlenden Punkt werden wir auf jeden Fall holen.

Wie sehr hat sich der TV Marktsteft mit dem Aufstieg in die Landesliga bislang befasst?

Schmidt: Seit zwei Wochen sind wir mit Trainer und Spielern am Planen. Wir suchen die richtige Lösung.

Ihr Verein wird sich nach dem einen oder anderen Spieler umsehen?

Schmidt: Das haben wir bereits, und da bleiben wir dran.

Auf welchen Positionen werden Verstärkungen erforderlich sein?

Schmidt: Rückraum, Außen, Kreis. Eines werden wir auf jeden Fall nicht machen: die komplette Mannschaft austauschen, wie wir es nach dem letzten Aufstieg vor zehn Jahren gemacht haben. Das hat nicht funktioniert. Die jetzige wird auf der einen oder anderen Position verstärkt. Die Entscheidung hat unser Trainer Vilo Vitkovic.

Wie schwierig ist es, jemanden für Marktsteft zu interessieren, wenn man Konkurrenten wie Rimpar, Waldbüttelbrunn oder nun Heidingsfeld in der Nähe hat?

Schmidt: Zunächst war es wichtig, das Ziel zu erreichen – seitdem laufen die Gespräche leichter. Heidingsfeld holt sich seine Spieler woanders. Wir sind immer noch bodenständig und wollen es auch bleiben.

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