KEGELN: REGIONALLIGA MÄNNER

Germanen setzen auf Erfahrung

Eine harte Saison wartet auf die Marktbreiter. Wegen des verschärften Abstiegs durch eine Ligen-Reform streben sie den fünften Tabellenplatz an.
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Den Erfolg mit Platz vier in der vergangenen Saison würden die Marktbreiter Sportkegler gerne wiederholen (von links): Roland Knieling, Eberhard Knöchel, Frank Wille, Markus Lohmüller, Yannick Haaf, Christian Rüth und Ernst-Karl Haaf.

Es hätte für die Männer des Sportkeglerclubs Germania Marktbreit eine stressfreie Saison in der Regionalliga werden können. Doch weil der Bayerische Sportkegler- und Bowlingverband eine Ligen-Reform beschlossen hat, müssen sich die Germanen sputen, um nicht nach der Saison von der verschärften Abstiegsregelung getroffen zu werden, was den Absturz in die Bezirksliga zur Folge hätte. Deshalb möchten die Mannen von der Buheleite ihren vierten Platz aus der vergangenen Saison wiederholen, um allen Unwägbarkeiten zu trotzen.

Vergangene Saison waren sie mit einem Heimsieg gestartet und setzten noch einen Auswärtssieg obendrauf, was eine gute Basis für eine gute Saison war. Der Einstieg gab der Mannschaft viel Selbstvertrauen und noch besser tat der Riege, dass sie mit Theresa Tiedemann erstmals von einer Trainerin betreut wurde. „Mit Theresa kam mehr Effektivität in unsere Trainingseinheiten“, erkannte nicht nur Markus Lohmüller. Die Trainerin motivierte die Spieler, mehr und gezielter zu üben und ihre Beobachtungen setzten Spieler und Trainerin dann in Fortschritte um. Theresa Tiedemann wird von der Mannschaft respektiert und selbst alte Hasen wie Eberhard Knöchel konnten immer wieder von der Trainerin profitieren.

Im Vorfeld der jetzt beginnenden Runde waren bei den Germanen ungewohnte Töne zu vernehmen, denn plötzlich wurde diskutiert, die erste Männer-Mannschaft nach der Schnittleistung aller Spieler im Verein aufzustellen, was manche Rochade zwischen mehreren Mannschaften zur Folge gehabt hätte. Doch nach reiflicher Überlegung sahen die Germanen um Sportwart Andreas Hummel von einem radikalen Kader-Umbau ab und setzten auf den bisherigen Kader. Mannschafts-Küken Yannik Haaf ist der einzige Jungkegler im Kader des Regionalligisten. Dagegen sind sein Vater Ernst-Karl Haaf, Markus Lohmüller, Eberhard Knöchel, Roland Knieling, Christian Rüth und Frank Wille mit viele Routine ausgestattet. Die Germanen wollen die unterschiedlichen Charaktere und Leistungsvermögen der Spieler bestmöglich einsetzen, um als Kollektiv mehr als die addierte Summe aller Spieler herauszuholen. „Ich bin guter Dinge, dass wir Platz fünf erreichen, der für den Klassenerhalt reichen dürfte“, sagt Markus Lohmüller und drückt damit die Zuversicht im Lager der Germanen aus.

Jetzt ist beileibe nicht mit einem 4:0-Punkte-Start zu rechnen, denn zum Saisoneinstand müssen sie zum oberfränkischen TTC/FW Gestungshausen, dem sie in der vergangenen Saison unterlegen waren. Danach empfangen die Marktbreiter den ESV Schweinfurt II, den Markus Lohmüller als Titelmitfavorit einstuft. Daher hängen die Trauben in den ersten beiden Begegnungen sehr hoch und schon 2:2-Punkte wären als Erfolg zu werten.

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