FUßBALL-MEISTER (IV): VFL VOLKACH IN DER KREISKLASSE SCHWEINFURT 2

Ein Traumstart des Trainerduos

Gefühlt eine halbe Ewigkeit warteten die „Ratsherren“-Kicker auf die Rückkehr in die Kreisliga. Dass es diesmal gelang, hat auch mit der richtigen Trainerwahl zu tun.
Artikel einbetten
Auf Anhieb waren Albert Fischer und Sebastian Otto als Trainerduo beim VfL Volkach erfolgreich. Sie führten die Mannschaft zur Meisterschaft in der Kreisklasse Schweinfurt 2.

Der VfL Volkach ist zurück in der Kreisliga – nach 16 langen Jahren! Im Vorjahr schrammte der Klub mit Platz zwei und der verlorenen Relegation nur knapp daran vorbei, diesmal klappte es. Gleich in ihrer Premieren-Saison als Trainer-Duo durften Albert Fischer und Sebastian Otto den Meistertitel bejubeln.

Wenngleich es nicht gerade eine faustdicke Überraschung darstellt, wurde der Erfolg für die beiden neuen Übungsleiter alles andere als ein Selbstläufer. Hart erarbeiten mussten sich die Volkacher den Titel, weil sich Hauptrivale TSV Grafenrheinfeld lange Zeit nicht abschütteln ließ. Nur einen Punkt Vorsprung wies der VfL am Saisonende auf, allerdings auch, weil das letzte Spiel nach dem bereits fest stehenden Titel gegen den TSV Grettstadt noch daneben ging.

Im Vorfeld der Runde wurden die „Ratsherren“ von nahezu allen Konkurrenten auf den Favoriten-Thron gehoben. Die Erwartungshaltung war auch intern groß, was nicht einfach gewesen sei, bestätigt Albert Fischer. „Natürlich haben wir am Schluss das erreicht, was wir wollten und was in der Mannschaft steckt. Wir haben uns aber teilweise sehr schwer getan, vielleicht haben wir uns selbst zu viel Druck gemacht“, gibt der 37-Jährige zu, der mit dem 32-jährigen Otto länger von draußen zuschauen musste, als geplant.

Nicht nur die beiden als Spielertrainer gedachten Lenker auf dem Feld fielen aus, auch weitere Offensivkräfte wie anfangs Michael Klug, Maximilian Bedenk oder Michael Seuling. „Wir mussten teilweise die Außenverteidiger in die Offensive ziehen. Das war für sie ungewohnt, sie haben es aber gut gemacht“, erzählt Fischer. Hier habe man von dem für die Klasse ausgeglichenen und relativ breiten Kader profitiert, gibt er zu. Neu war für die Mannschaft die Ausrichtung der Spielweise, die Trainer-Novizen mussten sich auf die für sie zum Großteil völlig unbekannten Gegner einstellen.

Vielleicht war es gut, dass Fischer und Otto nach dem knapp verpassten Aufstieg im Vorjahr diesmal neu dazu stießen. Alles wurde auf Null gestellt. „Bei den Spielern herrschte eine Aufbruchstimmung, die waren richtig heiß. Das hat man auch bei der Trainingsbeteiligung gemerkt“, berichtet der Übungsleiter. Er fand in der Vorbereitung seine Rolle auf dem Spielfeld, um sich dann gleich im ersten Rundenspiel zu verletzen. Bis zum Start der Rückrunde pausierte er. Sebastian Otto griff nur gegen Rundenende selbst ein.

Die neue Sicht als Trainer sei zunächst ungewohnt gewesen, so Fischer. Aus manchem Fehler mussten auch sie lernen. Sie sehen sich „eher als Kumpeltyp. Wir nehmen die Spieler auch mal zur Seite und reden mit ihnen, sprechen die Fehler an“. Was der Mannschaft fehlte, sei ein richtiger Torjäger gewesen. „Natürlich hätten wir gerne einen, der seine 20 bis 25 Tore macht. Aber Michael Klug fehlte eben lange. Er hat in 13 Spielen immerhin elf Stück gemacht“, nimmt Fischer den 21-Jährigen in Schutz. Dazu hätte der eine oder andere erfahrenere Akteur, der auch mal Ruhe ins Spiel bringt, seiner Truppe gut getan, so Fischer.

Das werde sich nun geben. Mit Jörg Otto bekommen die Volkacher so einen Typen, der eine oder andere Neue werde noch folgen. Es stecke noch einiges Potenzial in der Mannschaft, da ist Albert Fischer zuversichtlich. Er sieht alle Mannschaftsteile gut besetzt, auch in der Kreisliga. „Wir sollten im gesicherten Mittelfeld landen“, setzt der Trainer darauf, dass sich Volkach künftig wieder weiter oben etabliert.

Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.