FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Abtswind kann und will Weichen stellen

Für den Tabellenführer stehen entscheidende Wochen an. An den TSV Lengfeld aber haben die Abtswinder eine besonders schmerzliche Erinnerung.
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Am letzten Spieltag der Vorrunde der Landesliga Nordwest begegnet Tabellenführer TSV Abtswind an diesem Sonntag dem TSV Lengfeld, der seine erfolgreichsten Auftritte zu Hause hingelegt hat. Die Abtswinder haben mit dem 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen Vach vergangene Woche ihren Vorsprung in der Tabelle noch einmal erhöht: auf mittlerweile sechs Punkte.

Trainer Petr Škarabela glaubt, dass die nächsten Wochen entscheidend seien für den Erfolg der Saison. „Wenn wir die Spiele vor der Winterpause vernünftig bestreiten“, sagt er, „haben wir gute Aussichten, im Sommer den Aufstieg zu schaffen.“ Nach dem Wochenende warten noch Röllbach, Euerbach, Rimpar und Feuchtwangen.

Ihre letzten Aufgaben bestritt Škarabelas Mannschaft durchweg erfolgreich. Seit sieben Spielen ist sie ungeschlagen, sie erzielte dabei vier Siege in Serie, holte mit 36 Punkten schon mehr Punkte als Vorjahresmeister FC Schweinfurt 05 II während der Vorrunde und befindet sich auf bestem Weg zum ausgegebenen Ziel. Für die Lengfelder als Aufsteiger gilt die Vorgabe Klassenverbleib. Obwohl sie in den letzten vier Partien sieglos geblieben sind, liegen sie mit 20 Punkten auf Kurs.

Viermal sind beide Mannschaften in der Landesliga schon aufeinandergetroffen. In allen Spielen verließen die Abtswinder das Feld als Sieger. Da Lengfeld zwischenzeitlich in die Bezirksliga abgestiegen war, fanden in den letzten drei Jahren keine Begegnungen in der Liga mehr statt. In der ausrangierten Bezirksoberliga trafen sich die beiden Kontrahenten zuvor mehrmals. Mit einem 2:10 erlebten die Abtswinder im September 2009 ein denkwürdiges Gastspiel im Würzburger Stadtteil und eine Niederlage, die von ihrer Höhe her im vergangenen Abtswinder Jahrzehnt ihresgleichen sucht. Von damals noch aktiv ist der Lengfelder Stürmer Daniel Pla-gens.

Verzichten müssen die Abtswinder in ihrem letzten Vorrundenspiel ein zweites Mal auf ihren Torhüter Julian Schneider. Das Sportgericht hat den 23-Jährigen nach dessen Roter Karte im Spiel in Ansbach für zwei Partien gesperrt. So wird im Abtswinder Tor erneut Patrick Hefner stehen, der ge-gen Vach bewiesen hat, dass er ein verlässlicher Vertreter ist. „Patrick hat die drei Punkte festgehalten“, sagte Škarabela nach dem Sieg. Der 20-Jährige wusste die eigene Leistung so zu erklären: „Wenn du als Keeper in so ein Topspiel reingeworfen wirst, ist es wichtig, einfache Dinge zu machen und sich nicht auf Sperenzchen einzulassen.“

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