FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Abtswind kann keine Geschenke machen

Gleich vier Verfolger sitzen dem Titelanwärter im Nacken. Da heißt es auch gegen Heimbuchenthal punkten. Abtswinds Trainer Skarabela weist die Bitte seines Kollegen ab.
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Zurück aus dem Urlaub: Abtswinds Torjäger Pascal Kamolz.
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Eine nette Anekdote hat Petr Škarabela da vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Heimbuchenthal zum Besten gegeben: Sein Trainerkollege Jochen Seitz von Viktoria Aschaffenburg habe ihm nach der Begegnung beider Mannschaften im Toto-Pokal zwar gewünscht, mit Abtswind in die Bayernliga aufsteigen, doch auf dem Weg dorthin bitte nicht gegen seinen Heimatklub Heimbuchenthal zu gewinnen. „Jochen ist wirklich ein sympathischer Kerl, aber diesen Gefallen können wir ihm beim besten Willen nicht tun“, meint Škarabela vor dem Duell mit dem Aufsteiger (14. Platz/5 Punkte).

Die aktuelle Situation an der Spitze der Landesliga Nordwest lässt solche Geschenke nicht zu. Schließlich beweisen sich gleich vier Mannschaften mit einem Abstand von maximal drei Punkten durch anhaltenden sportlichen Erfolg als Verfolger der Abtswinder. Die haben zwar sieben ihrer bisher neun Spiele gewonnen, aber sich damit nicht von ihren Konkurrenten entfernen können. Am Freitag voriger Woche setzte sich Škarabelas Mannschaft auswärts in Schwemmelsbach mit 1:0 durch, und sie ließ sich auch von einer hitzigen Atmosphäre nicht beeindrucken.

Es war kein einfaches, sondern vor allem ein erfolgreiches Auswärtsspiel, und nur das zählt. „Dass wir zuletzt wieder ohne Gegentreffer geblieben sind, freut mich besonders für unseren Torwart Julian Schneider“, sagte Škarabela nach dem fünften Zu-null-Spiel dieser Saison. Heimbuchenthal ist als Bezirksligameister zum dritten Mal in vier Jahren und demnach von der Kreisklasse in die Landesliga aufgestiegen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte in dieser Klasse dabei, findet sich die Mannschaft auf dem höheren Niveau noch nicht zurecht. Erst ein Sieg gelang dem Außenseiter um Spielertrainer Fabian Thiel: am ersten Spieltag in Karlburg. In den acht folgenden Spielen blieb er sieglos. Nach sechs Niederlagen gelang zuletzt ein 1:1 gegen Röllbach. Die zwei besten Schützen des Aufsteigers sind Steffen Bachmann mit vier Toren und Moritz Kunkel (drei). Auch Bachmann oder Thiel spielten für Viktoria Aschaffenburg.

Zwar muss Škarabela wohl erneut kleinere Anpassungen an seiner Aufstellung vornehmen, doch personell ist die Lage mittlerweile entspannter. Neben Przemyslaw Szuszkiewicz wird auch Philipp Hummel fehlen, doch Pascal Kamolz ist aus dem Urlaub zurück, Daniel Hämmerlein nach fünf Monaten Verletzungspause auch wieder dabei.

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