FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Abtswind hat „volles Vertrauen“ in Hefner

Mit einem Sieg gegen Vach wäre Abtswind so gut wie Herbstmeister. Doch ausgerechnet im Spitzenspiel muss eine entscheidende Position neu besetzt werden.
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Fliegender Torwart: Patrick Hefner kann und muss sich für Abtswind im Spitzenspiel gegen Vach bewähren.

Es ist angerichtet: Lange im Voraus wurde die Partie zwischen dem TSV Abtswind und ASV Vach als wahrscheinliches Spitzenspiel in der Landesliga Nordwest auserkoren. Die Meistertipps der Konkurrenz hatten den Kreis der Titelfavoriten auf diese zwei Mannschaften eingegrenzt, und auch die Ambitionen der beiden Vereine deuteten in diese Richtung. Mit Blick auf die dreizehn Auftritte dieser Saison muss man feststellen: Die beiden Kandidaten haben die Erwartungen erfüllt.

Abtswind führt – mit drei Punkten Abstand vor Vach – das Feld an. Obwohl die Herbstsonne Mitte Oktober noch mal die Sportplätze wärmt, tragen die Teams bereits den vorletzten Hinrundenspieltag in der Landesliga aus. So könnte also schon an diesem Samstag die Entscheidung über den Herbstmeister fallen, zu Gunsten der Abtswinder, die bloß die Kleinigkeit eines Sieges brauchen. Dann wäre ihnen Platz eins bei sechs Punkten Vorsprung kaum mehr zu nehmen. Auch die Ausgangslage vor den verbleibenden sechzehn Spielen wäre vielversprechend.

„Das gibt dem Aufeinandertreffen seinen Reiz“, sagt Abtswinds Trainer Petr Škarabela vor dem „ultimativen Spitzenspiel“. Pünktlich zu der Partie kann er sich aus dem vollen Kader bedienen. „Wir haben keine Verletzten und Urlauber“, erklärt der 49-Jährige. Adrian Graf, Jürgen Endres und Frank Hartlehnert, die zuletzt fehlten, stehen dem TSV wieder zur Verfügung. Dass er auf Torhüter Julian Schneider nach dessen Roter Karte in Ansbach verzichten muss, ärgert den Trainer zwar, doch spricht er Patrick Hefner sein „volles Vertrauen“ aus.

„Mit seiner Regionalliga-Erfahrung wird uns Julian fehlen. Aber Patrick stand vergangene Saison neunmal im Tor und hat seine Sache gut gemacht.“ Škarabela vertraut darauf, dass die Mannschaft den 20-Jährigen bei dessen Saisonpremiere gut unterstützen werde. Hefner kann sich dabei auf eine der sichersten Abwehrreihen der ganzen Liga verlassen. Elf Gegentore ließ sie zu, nur Euerbach weist einen geringeren Wert auf – und Gegner Vach kassierte 15.

Petr Škarabela erwartet „ein ganz anderes Spiel als gegen die bisherigen Konkurrenten“. Vach trat bislang in der Landesliga Nordost an und wird vom früheren Bundesliga-Profi Norbert Hofmann (66) trainiert, der von 1974 bis 1984 für Bayreuth und Uerdingen in den beiden höchsten deutschen Ligen spielte. Es sei neben seiner Mannschaft die spielstärkste dieser Klasse, vermutet Abtswinds Trainer.

„In der Abwehr können wir sie knacken.“
Abtswinds Trainer Petr Škarabela vor dem Spitzenspiel mit Vach

Angeführt werden die Mannen des Fürther Stadtteils vom höherklassig erfahrenen Rico Röder. Auch dessen Bruder Sammy ist nach abgelaufener Rotsperre wieder mit dabei. Mit Angreifer Nico Haas begegnet Škarabela einem früheren Spieler aus Bamberger Tagen, der mit Röder ein starkes Offensivduo stellt. Zusammen haben sie bereits 13 Tore erzielt und 15 vorbereitet. Überhaupt zeigt sich der Rivale sehr angriffslustig, besitzt nach Abtswind den trefflichsten Sturm der Klasse.

Wie der Gegner zu bezwingen ist, das sah sich Škarabela schon zweimal in Vach an. Der ASV verlor zu Hause gegen Schwebenried und Höchberg. „In der Abwehr“, stellte er fest, „kön-nen wir sie knacken.“ Zuletzt setzten sich die Mittelfranken gegen Aufsteiger TuS Röllbach 4:0 durch. Dass sie die beste Auswärtsmannschaft der Liga sind, kümmert ihn nicht. „Wenn wir unser Spiel durchbringen, spielt das keine Rolle“, sagt Škarabela. Er ist von der Überlegenheit seiner Mannschaft überzeugt. „Zu Hause sind wir eine Macht.“

 
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