TURNEN

Wiesentheids Küken zeigen ihr Können

An Motivation und Können mangelt es dem Nachwuchs nicht. Doch in die Freude über die jüngsten Erfolge in Rottendorf mischen sich kritische Töne.
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Die talentierte Wiesentheider Turnriege (von links) Hanna Büttner, Sophie Elflein, Eva Fehlbaum, Noa Elflein, Mira Hergeth, Viola Schneider, Cara Peschke, Zoe Peschke und Trainerin Anna Heer.

Im zweiten Jahr nacheinander haben sich die Sportlerinnen des TSV/DJK Wiesentheid am Turn10-Wettkampf in Rottendorf bewiesen. Sie zeigten ihre Fertigkeiten an Reck, Balken, Boden, Kasten und Trampolin. „Mit welcher Freude und welchem Ehrgeiz die Mädchen ihrer Sportart nachkommen, wie engagiert und zielstrebig Trainerin Anna Heer mit den Kindern arbeitet und wie viel sie im vergangenen Jahr trotz teilweise sehr in die Jahre gekommener Ausstattung des Vereins gelernt haben, zeigte sich nicht zuletzt an der Punktvergabe“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

So konnten sich die Teilnehmerinnen des Jahrgangs 2007 im Vergleich zum Vorjahr enorm steigern, und sie belegten in der Rangliste ihrer Altersklasse gute Plätze. Auch die ganz jungen Sportlerinnen demonstrierten in Rottendorf, was sie das Jahr über geübt und gelernt haben. Nachwuchsathletin Viola Schneider überraschte in der jüngsten Altersklasse der Fünf- und Sechsjährigen und brachte sogar Gold mit nach Hause. Neben den herausragenden Leistungen stach etwas ganz besonders ins Auge – der Mannschaftsgeist und der Zusammenhalt. Obwohl die Gruppen zu verschiedenen Uhrzeiten an den Start gingen, zeigten sich die Turnerinnen stets als Einheit. Sie feuerten sich gegenseitig an und kümmerten sich etwa um die Getränke.

Auch die beiden langjährigen Trainerinnen der Wiesentheider Kinder-Turnabteilung, Lore Ragati und Reinhilde Schmiedl, blieben den ganzen Wettkampf über in der Turnhalle, um ihre Schützlinge zu unterstützen. Das verdient aus Sicht des Vereins ein besonderes Lob. Mit den guten Platzierungen in der Tasche haben die Wiesentheider Turnerinnen für nächstes Jahr nur ein Ziel: fleißig zu trainieren, um sich weiter zu verbessern. „Leider stößt jedes noch so gute Training an seine Grenzen, wenn es an der Ausstattung mangelt“, gibt der Verein zu bedenken.

Neben einheitlicher Kleidung will man sich in naher Zukunft vor allem der Problematik der veralteten, zum Teil gar fehlenden Turngeräte stellen. „Es wäre schade, wenn eine so aufstrebende Mannschaft wie diese ihre Talente nicht richtig fördern kann, weil es an der Ausstattung mangelt“, heißt es. „An Ehrgeiz, Können, Motivation und Teamfähigkeit scheitert es in Wiesentheid nämlich ganz sicher nicht.“

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