KORBBALL: BUNDESLIGA SÜD

Kleinlangheim spielt einmal groß auf

Was für eine Wende: Aus einem anfänglichen Rückstand gegen den Aufsteiger erwächst der bislang deutlichste Bundesliga-Sieg für die Kleinlangheimerinnen.
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Was Trainer Leon Wilhelm von den Kleinlangheimerinnen sah, dürfte ihm weitgehend gefallen haben.
Bundesliga Süd Halle

 

TuS Langenholzhausen – TSV Bergrheinfeld 3:16  
TuS Eisbergen – SV Schraudenbach 6:10  
TuS Eisbergen – TSV Bergrheinfeld 3:6  
VfL Kleinlangheim – SV Schraudenbach 3:11  
VfL Kleinlangheim – TuS Langenholzhausen 17:6  

 

 

1. (2.) SV Schraudenbach 9 9 0 0 76 : 32 18  
2. (1.) TuS Helpup 9 8 0 1 79 : 34 16  
3. (3.) TSV Eßleben 9 5 2 2 44 : 25 12  
4. (4.) TuS Eisbergen 9 5 1 3 84 : 49 11  
5. (6.) TSV Bergrheinfeld 9 4 3 2 65 : 39 11  
6. (5.) SpVgg Hambach 9 4 1 4 51 : 59 9  
7. (7.) TSV Ettleben 9 3 1 5 62 : 63 7  
8. (9.) VfL Kleinlangheim 9 2 0 7 57 : 85 4  
9. (8.) TuS Langenholzhausen 9 1 0 8 36 : 110 2  
10. (10.) TV Feldkirchen 9 0 0 9 34 : 92 0  

 

Am letzten Spieltag der Vorrunde der Bundesliga im Dittelbrunner Marienbachzentrum hat Tabellenführer SV Schraudenbach seinen westfälischen Verfolger TuS Eisbergen auf Distanz gehalten. Im Tabellenkeller landete der VfL Kleinlangheim einen wichtigen Erfolg gegen Aufsteiger Langenholzhausen. Schraudenbachs Begegnung mit Eisbergen hatte bestenfalls zu Beginn noch Spannung geborgen. Doch nach ausgeglichener Anfangsphase war die Partie binnen zwei Minuten entschieden. Ab der zehnten Minute erhöhte Schraudenbach von 1:1 auf 5:1. Das 2:1 war einem Weitwurf Theresa Rumpels aus etwa neun Metern entsprungen. Diesen Treffer verkrafteten die Westfälinnen nicht mehr.

Eisbergens Abwehr gab sich – wie im späteren Verlauf auch – viel zu lückenhaft, sie kam mit dem variablen Spiel und den vielen Positionswechseln des Vizemeisters nicht zurecht. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Westfälinnen zwar durch zwei feine Distanzwürfe zwischenzeitlich auf 5:8. Doch nur eine Minute später erzielte Carolin Fischer das wegweisende 9:5 (32.). „Es war Werbung für den Korbballsport“, sagte Trainer Ludwig Rumpel zufrieden. Sein Bergrheinfelder Kollege Thomas Milasevic sagte vor und nach dem Spiel: „Unser Konkurrent um Platz drei ist Eisbergen.“ Er sprach von einem „Vier-Punkte-Spiel“.

Dieses ging zwar mit 6:3 (3:3) an seine Mannschaft, sah aber klarer aus, als es war. Denn Eisbergen zeigte sich zunächst gut erholt vom ersten Spiel, hatte einige Chancen am Kreis. Es fehlte ein wenig das nötige Glück. Dazu hielt Bergrheinfelds Korbhüterin Anne Helmreich ihr Team, das am Kreis nicht sehr zwingend agierte, im Spiel. Das 3:3 zur Pause war leistungsgerecht. Obwohl danach längere Zeit wenig passierte, schien das Pendel zu Gunsten des TSV Bergrheinfeld auszuschlagen.

Das spürten auch die Gäste aus Eisbergen, die sich mehr und mehr Abspielfehler am Kreis leisteten und nun eine Auszeit nahmen – nicht zuletzt, um zu verschnaufen. Doch es nützte wenig, denn Bergrheinfelds Spielführerin nutzte einen Fehlpass zum Tempogegenstoß und erzielte das 4:3 in der 34. Minute. „Das war der Knackpunkt“, sagte Trainer Milasevic. „Anschließend haben wir das gute Spiel vom letzten Jahr gezeigt.“

Sein Team war jetzt obenauf, bekam auch Chancen aus Eckpositionen, die über weite Strecken vorher abgeschirmt waren. Milasevic räumte fair ein, dass man auch Glück mit dem Spielplan hatte. Denn während Eisbergen das schwere Schraudenbach-Spiel in den Knochen hatte, genossen seine Spielerinnen gegen den TuS Langenholzhausen (16:3) ein leichteres Auftaktprogramm.

Schraudenbachs zweites Spiel gegen Kleinlangheim schien keine allzu große Aufgabe zu sein – auf dem Papier. Tatsächlich hielten die Spielerinnen aus dem Kreis Kitzingen lange mit. Kurz nach der Pause verkürzte Carmen Wilhelm sogar auf 2:3. Allerdings schwanden ihnen zunehmend die Kräfte. Der Favorit startete einen Konter nach dem anderen und siegte mit 11:3 (3:1). Schraudenbach beendet die Vorrunde damit ohne Punktverlust. Der Trainer blickte tiefer: „Es ist das beste Kalenderjahr in der Vereinsgeschichte“. Bezieht man die vergangene Rückrunde ein, so gab es nur zwei Niederlagen.

Der Kleinlangheimer Trainer Leon Wilhelm war nicht unzufrieden. „Wir haben Schraudenbach in der ersten Halbzeit geärgert.“ Noch glücklicher war er freilich mit der ersten Partie, denn diese hatte der VfL gegen Langenholzhausen nach anfänglichem 0:2-Rückstand überraschend klar mit 17:6 (10:3) gewonnen. Der deutlichste Bundesliga-Sieg des VfL.

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