KEGELN

Im Kolosseum bleibt Kitzingen eine Macht

Bei einem weiteren Triumph in heimischen Mauern überrollen die Kitzinger Männer Aufsteiger Schwandorf. Das sichert ihnen den Kontakt zur Spitze der Landesliga.
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Beherzt greift Michael Schwarzer im heimischen Kolosseum zur Kugel. Dort sind die Kitzinger kaum zu bezwingen.
Landesliga Nord Frauen

 

CT Post Franken Coburg – FC Schwarzenfeld 5:3  
SKK Raindorf – Comet Langenzenn 6:2  
ASV Fronberg – BSC Regensburg 6:2  
ESV Schweinfurt – Gut Holz Häusling 4:4  
FC Eintracht Bamberg – Germania Marktbreit 6:2  

 

 

1. (1.) ASV Fronberg 9 50 16 : 2  
2. (2.) Gut Holz Häusling 9 40 11 : 7  
3. (5.) FC Eintracht Bamberg 9 42.5 10 : 8  
4. (3.) FC Schwarzenfeld 9 34 10 : 8  
5. (4.) BSC Regensburg 9 42 9 : 9  
6. (6.) ESV Schweinfurt 9 35 9 : 9  
7. (7.) Germania Marktbreit 9 38 7 : 11  
8. (9.) SKK Raindorf 9 32 7 : 11  
9. (8.) Comet Langenzenn 9 29 7 : 11  
10. (10.) CT Post Franken Coburg 9 17.5 4 : 14  

 

FC Eintracht Bamberg – Germania Marktbreit 6:2 (3271:3082). Marktbreit scheint seit dem Aufstieg einen Auswärtskomplex zu entwickeln. In bislang fünf Versuchen gab es keinen Sieg. Nur in Raindorf blieb der Mannschaft ein Punkt. Doch das war eher ein Punktverlust, nachdem sie schon 4:0 geführt hatte. In Bamberg war es die Ausgeglichenheit ihres Gegners, die den Marktbreiterinnen Probleme und letztlich eine klare Niederlage bereitete.

Im Spiel über sechs Bahnen nahmen Christine Schneider, Ute Endres und Julia Weiß die erste Spielhälfte in Angriff. Schneider war sofort in der Spur und zeigte zwei sehr starke erste Sätze. Obwohl sie dieses Niveau nicht halten konnte, gewann sie schon auf der dritten Bahn den ersten Mannschaftspunkt für Marktbreit. Endres kam nicht so gut zurecht und lag zur Halbzeit schon aussichtslos in Rückstand. Am Ende hatte sie alle vier Sätze verloren.

Weiß erspielte sich zum Schlusssatz hin eine 2:1-Führung mit kleinem Polster und wurde dann von allen guten Geistern des Kegelsports verlassen, so dass ihre Gegnerin noch deutlich vorbeiziehen konnte. Angesichts der 122 Kegel Rückstand hätte das Schlusstrio alle Duelle gewinnen müssen, um ein Unentschieden mitzunehmen.

Anja Obernöder erfüllte diese Vorgabe besonders ab dem zweiten Satz: Sie ließ ihrer Kontrahentin zu keiner Zeit eine Chance. Yvonne Schneider aber unterlag ungewohnten Schwan-kungen. Den Eröffnungssatz gewann sie, im zweiten Durchgang geriet sie völlig aus dem Tritt, danach wurde es wieder besser. Zum erhofften Punktgewinn reichte es nicht. Dass es noch schlechter geht, erlebte Theresa Tiedemann. Sie legte auf der Startbahn eine miserable Serie hin und wurde von Nadine Malloy ersetzt. Auch sie hatte ihre liebe Mühe und musste am Ende alle Sätze deutlich abgeben. So wuchs der Rückstand zur klaren Niederlage.

Germania Marktbreit: Christine Schneider 2,5:1,5 (556:546), Ute Endres 0:4 (481:586), Julia Weiß 2:2 (517:544), Anja Obernöder 4:0 (565:492), Yvonne Schneider 1:3 (505:545), Theresa Tiedemann/Nadine Malloy 0:4 (458:558).

Landesliga Nord Männer

 

SKC Eggolsheim – Polizei-SV Bamberg 4:4  
PSW 21 Kitzingen – TSV Schwandorf 7:1  
SKK Eschlkam – FSV Sandharlanden 5:3  
SV Herschfeld – Lohengrin Kulmbach 6:2  
BW Harmonie Langenzenn – 1. SKC Floß 7:1  

 

 

1. (3.) BW Harmonie Langenzenn 9 41 12 : 6  
2. (5.) Polizei-SV Bamberg 9 42 10 : 8  
3. (6.) PSW 21 Kitzingen 9 40 10 : 8  
4. (1.) Lohengrin Kulmbach 9 38 10 : 8  
5. (2.) TSV Schwandorf 9 36 10 : 8  
6. (3.) 1. SKC Floß 9 35 10 : 8  
7. (8.) SV Herschfeld 9 35 9 : 9  
7. (7.) SKK Eschlkam 9 35 9 : 9  
9. (9.) SKC Eggolsheim 9 31 6 : 12  
10. (10.) FSV Sandharlanden 9 27 4 : 14  

 

PSW 21 Kitzingen – TSV Schwandorf 7:1 (3185:3040). Zu Hause bleiben die Kitzinger eine Macht. Dieser Sieg stand nie in Frage, auch wenn es im Kolosseum zwischendurch etwas holperte. Gerhard Schwarzer etwa gewann im Startpaar den Punkt nur wegen der besseren Holzzahl. Christian Bohn erzielte in der Mitte des Spiels mit 572 Holz das mit Abstand beste Tagesergebnis. Nur Uwe Gast blieb im Schlussdrittel mit 489 Holz deutlich unter seinen Möglichkeiten. Doch er konnte es sich leisten, den Punkt seinem Gegner zu überlassen. Denn die Kitzinger waren da längst nicht mehr einzuholen.

PSW 21 Kitzingen: Siegfried Bohn 3:1 (532:520), Gerhard Schwarzer 2:2 (522:509), Christian Bohn 3,5:0,5 (572:489), Marcel Markert 3:1 (529:492), Michael Schwarzer 4:0 (541:479), Uwe Gast 1,5:2,5 (489:551).

Regionalliga Ofr./Ufr. Männer

 

Germania Marktbreit – SKC Fölschnitz 3:5  
Steig Bindlach – TTC Gestungshausen 4:4  
ESV Schweinfurt II – TSV Lahm 6:2  
SKV Versbach – Gut Holz Schweinfurt 5:3  
FC Eintracht Bamberg – SKK Helmbrechts 6:2  

 

 

1. (1.) FC Eintracht Bamberg 9 49.5 15 : 3  
2. (2.) SKV Versbach 9 46 13 : 5  
3. (4.) TTC Gestungshausen 9 36.5 11 : 7  
4. (3.) Gut Holz Schweinfurt 9 45 10 : 8  
5. (5.) SKK Helmbrechts 9 33 8 : 10  
6. (9.) SKC Fölschnitz 9 30 8 : 10  
7. (7.) Steig Bindlach 9 31 7 : 11  
8. (6.) Germania Marktbreit 9 31 6 : 12  
9. (10.) ESV Schweinfurt II 9 30 6 : 12  
10. (8.) TSV Lahm 9 28 6 : 12  

 

Germania Marktbreit – SKC Fölschnitz 3:5 (3162:3196). Nach eher weniger erfolgreichen Wochen wollten die Marktbreiter zu Hause mal wieder punkten. Doch daraus wurde nichts. Sie verloren ihr drittes Spiel in Folge. Schon im Startpaar lief es nicht nach Plan: Charly Haaf hatte auf der ersten Bahn noch geglänzt, aber zusehends verlor er an Wucht. Den zweiten Satz holte er sich hauchdünn, den dritten gab er ab. Die Entscheidung musste also auf den letzten Wurf fallen, und da unterlief dem Germanen ein ungewohnter und folgenschwerer Fehlwurf – der Punkt war weg.

Sein Partner Roland Knieling lag von Beginn an zurück und hatte nach drei Bahnen keine Chance mehr auf den Sieg. Marktbreits Mittelpaar sollte den Anschluss wiederherstellen. Dabei entwickelten sich zwei enge, besonders am Ende äußerst spannende Duelle. Christian Rüth hatte gut begonnen, doch mit zwei Neunern entriss ihm sein Gegner auf den letzten Wurf unversehens den Satz. Die zwei Folgesätze gingen abwechselnd an den einen und den anderen, und so spitze sich die Partie erneut auf der Schlussbahn zu. Der Marktbreiter fand nun in die Spur und rang dem Fölschnitzer den Punkt ab.

Auf der anderen Seite hatte Markus Lohmüller nach 2:1-Führung ausreichend Vorsprung. Aber nach schwachem Spiel auf die Vollen musste er noch einmal zittern. Erst im Abräumen zeigte er wieder Stärke und glich nach Punkten zum 2:2 aus. Bei sechzehn Kegeln Rückstand lag eine lösbare Aufgabe vor Marktbreits Schlussduo. Frank Wille hatte seinen Gegner auch jederzeit im Griff und holte sich alle vier Durchgänge, ohne dabei zu glänzen. Da Eberhard Knöchel im Parallelduell aber in Schwierigkeiten geriet, sicherte sich Fölschnitz mühelos den Punkt.

Germania Marktbreit: Ernst-Karl Haaf 2:2 (534:535), Roland Knieling 1:3 (503:534), Christian Rüth 2:2 (533:525), Markus Lohmüller 2:2 (568:560), Frank Wille 4:0 (533:500), Eberhard Knöchel 0:4 (491:542).

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