LEICHTATHLETIK

Eine ganz neue Erfahrung

Auch wenn sich der Ochsenfurter Patrick Karl im Jahr 2017 wieder über einige Erfolge freuen konnte, wurden die von einem anderen Ereignis überlagert.
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Patrick Karl freut sich über seinen Sieg beim diesjährigen Schwanberglauf.

Wenigstens hielt das Jahr 2017 ein positives Finale für Patrick Karl bereit. Der Leichtathlet des TV Ochsenfurt startete Anfang Dezember bei den Europameisterschaften im Crosslauf in der Slowakei, wo er in der Altersklasse der U 23 auf Platz 20 landete. „Ein sehr gutes Ergebnis für mich“, zeigte sich der 21-Jährige damit ganz zufrieden, schließlich lag er gerade einmal 32 Sekunden hinter dem siegreichen Franzosen Jimmy Gressier. Damit war Karl der Beste unter den fünf deutschen Startern im Feld der 85 Teilnehmer.

In den zurückliegenden Monaten machte der Hindernisläufer eine Erfahrung, die er so bislang noch nicht kannte. Eine langwierige und schwerere Verletzung brachte ihn für einige Zeit aus dem Tritt. Im April zog er sich im Trainingslager in Südafrika eine Blessur im linken Oberschenkel zu, deren Schwere zunächst nicht klar war. In Deutschland stellte sie später als ein Knochen-Ödem heraus.

Das hieß, sechs bis acht Wochen Pause, quasi ohne Lauftraining, und das ausgerechnet in der wichtigen Phase. „Das Jahr war damit eigentlich für mich gelaufen. Es war ein Schlag ins Gesicht, das musste ich erst einmal verkraften“, beschreibt er den Saisonbeginn. Die erste gravierende Verletzung, seit Patrick Karl Leistungssport betreibt, legte ihn einige Zeit auf Eis. Ärgerlich, vor allem, weil er sich für den Sommer bei den Europameisterschaften der U 23 auf der Bahn einiges ausgerechnet hatte.

Diese Pläne musste er streichen. Heute gewinnt er dem Geschehen aber auch etwas Positives ab. „So etwas gehört eben auch zum Sport. Jetzt habe ich diese Erfahrung einmal gemacht.“ Immerhin reichte es für ihn noch zu Platz fünf bei den deutschen Meisterschaften der Männer über 3000-Meter-Hindernis im Juli in Erfurt. Zwei Wochen zuvor bei den Junioren hatte er Platz zwei geschafft.

Gegen Ende des Jahres gelangen ihm noch einige Erfolge. So gewann der Auszubildende im Polizeidienst immerhin im November einen Crosslauf in Pforzheim. In unseren Breiten siegte Karl beim Lebkuchenlauf in Kitzingen und auch beim Auftritt vor der Haustüre beim Ochsenfurter Nikolauslauf. Im Juli war er als Schnellster über den Schwanberg gerannt.

Die Cross-Europameisterschaften zum Abschluss in der Slowakei machten ihm Mut. Dort galt es, fünf Runden auf dem relativ flachen Kurs einer Pferderennbahn zu bestehen. Zwar wurden künstliche Hindernisse eingebaut, doch insgesamt hatte die Strecke ein flaches und schnelles Profil, das eher auf Geschwindigkeit ausgelegt war. Drei Runden lief Patrick Karl vorne mit, dann musste er abreißen lassen. Sein großes Ziel für 2018 sind die Europameisterschaften in Berlin, die im August stattfinden.

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