LESERFORUM

Die Gesundheit der Spieler gefährdet

Der vergangene Fußball-Spieltag wird kontrovers diskutiert. Hätten die wenigen Spiele nicht stattfinden dürfen? Ein Betreuer gibt darauf eine klare Antwort.
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Zum Kreisligaspiel des FC Eibelstadt gegen den TSV Sulzfeld (4:1) am vergangenen Sonntag:

Dieser Brief ist nicht auf den Ausgang des Spiels gerichtet, denn der TSV Sulzfeld, dessen Betreuer ich bin, hat zu Recht verloren. Es ist für mich, für viele Beteiligte und die Zuschauer des FC Eibelstadt (es waren keine Sulzfelder dabei) nicht nachvollziehbar, weshalb ein Spiel unter diesen Witterungsverhältnissen unbedingt stattfinden musste. Ich konnte bei den Unterhaltungen der Zuschauer mitverfolgen, dass sie es unverständlich fanden, unter solchen Bedingungen ein Fußballspiel auszutragen.

Trainer Fabian Gärtner vom FC Eibelstadt wollte unbedingt spielen, wie auch im Artikel der Main-Post nachzulesen ist. Der Regen begann schon am Samstag, setzte sich verstärkt am Sonntag fort und ging mit Beginn des Spiels in Schnee über. Die Gesundheit aller Spieler war aufs Höchste gefährdet, auch die Platzverhältnisse wurden ständig miserabler. Unsere Spieler saßen in der Halbzeitpause und auch nach dem Spiel frierend und schlotternd in der Kabine, spürten teilweise ihre Zehen nicht mehr, und die Körper waren knallrot.

Warum muss ein Spiel unter diesen Bedingungen angepfiffen werden? Wollte man die momentane Auswärtsschwäche von uns unbedingt ausnützen. Warum wollte Herr Gärtner unbedingt, dass das Spiel stattfindet? Die wenigen Zuschauer gingen kopfschüttelnd nach Hause. Es bleibt ein fader Beigeschmack, und es ist nur zu hoffen, dass keiner der beteiligten Spieler Verletzungen oder Erkrankungen erlitten hat und dass alle am Montag wieder einigermaßen gesund zur Arbeit gehen konnten.

Ich hoffe, dass solche Spiele in Zukunft nicht stattfinden werden, denn Fußball ist ein Sport, der allen Freude machen soll.

Holger Reuther 97320 Sulzfeld

• Fußballspiele bei Schnee und Eis: Wann ist die Grenze des Zumutbaren erreicht? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen unter: red.kitzingen-sport@mainpost.de

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