KITZINGEN

Lebenshilfe Kitzingen ehrt langjährige Mitglieder

Bei der Mitgliederversammlung hat die Lebenshilfe treue Mitglieder geehrt. Doch neben den positiven Tönen übte Geschäftsführer Markert auch Kritik.
Artikel einbetten
Langjährige Treue: Der Vorsitzende der Lebenshilfe Kitzingen, Karl-Heinz Rebitzer (hinten links), ehrte für ihre langjährige Treue (von links) Monika Steinruck, Christel Kranert, Hermelinde Kropatschek, Karlheinz Siegler, Lina Schlegelmilch, Norbert Riedel, Regina Krämer, Georg Weber, Christine Weinmann, Andrea Schmidt, Gerda Kräutner und Gudrun Kittel.

Bei der Mitgliederversammlung zeichnete die Lebenshilfe Kitzingen am Mittwoch in der St. Martin-Schule zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue aus. 376 Mitglieder zählte der Verein Ende August.

Der Vorsitzende Karl-Heinz Rebitzer kündigte die Fertigstellung des Wohnheimes für Menschen mit hohem Hilfebedarf mit dem St. -Josef-Stift Eisingen als Betreiber für Ende Oktober an. Für das neue Konzept „ambulant unterstütztes Wohnen“ werden derzeit weitere Gebäude in Kitzingen in Augenschein genommen. Rebitzer erklärte, es sei für Familien immer ein großer Schritt, jemanden in eine Wohneinrichtung abzugeben. Der Verein brauche aber Planungssicherheit. Daher komme demnächst ein Rundbrief mit Abfrage.

Beengte Verhältnisse

Das Insolvenzverfahren für den Mainfrankenhof beschrieb der Vorsitzende als noch nicht abgeschlossen, die Mainfränkischen Werkstätten hätten jedoch das Grundstück erwerben können. Damit sei der Standort der Aktenvernichtung gesichert.

Aus der Stiftung berichtete Rebitzer, dass der Stiftungsrat mit Hans Lang (Vorsitzender), Gunter Kittel, Helga Deigl und Hermann Hadwiger neu besetzt worden sei. Er bat weiter darum, die kommenden Veranstaltungen, das Benefiz-Konzert von Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen am Samstag, 21. Oktober, und das Weihnachtsmusical von Schülern der St. -Martin-Schule und der Grundschule Siedlung am 10. Dezember zu beachten.

Geschäftsführer Manfred Markert berichtete von den Auswirkungen des zum 1. Januar in Kraft getretenen Bundesteilhabegesetzes, das vor allem jede Menge bürokratischen Aufwand mit umfangreichem Schriftverkehr ausgelöst habe. So seien Rahmenverträge, Leistungsvereinbarungen, Vergütungsbestandteile und vieles mehr auf Landesebene neu zu vereinbaren und festzulegen.

Der Freistaat will die Mittel nicht erhöhen

Kritik übte Markert auch an der neuen Schulfinanzierung, die rückwirkend zum 1. Januar 2015 in Kraft trat. Vor allem die Finanzierung der schulvorbereitenden Einrichtungen sei beklagenswert, denn deren Kosten seien aus der Härtefallregelung herauszurechnen. Dadurch lief ab April 2016 ein Defizit von 72 000 Euro auf. Trotz mehr Schülern habe es der Freistaat abgelehnt, die Kosten für genehmigte Pflegestunden zu erhöhen, das komme einer Mittelkürzung gleich.

Die Schule hatte zwar den Handarbeitsraum zugunsten einer neuen Klasse aufgelöst, befindet sich aber weiterhin in beengten Verhältnissen und müsste eigentlich erneut anbauen. Markert bilanzierte, dass durch immer neue Gesetze und Verordnungen jede Menge Arbeit in der Verwaltung anfalle. In der Frühförderstelle werden derzeit 223 Kinder betreut, die St. -Martin-Schule wird von 98 Kindern besucht. Die schulvorbereitende Einrichtung nutzen 26 Kinder. In die Heilpädagogische Tagesstätte kommen derzeit 122 Kinder und Jugendliche.

Treue Mitglieder

40 Jahre: Renate Behnke (Rödelsee), Isidor Burkard (Biebelried), Willi Dingeldein (Possenheim), Maria Dörflein (Gerolzhofen), Heinrich Hehn (Prichsenstadt), Regina Krämer (Kitzingen), Hermelinde Kropatschek (Kleinlangheim), Else Lange (Kitzingen), Anneliese Leykauff (Marktsteft), Leonhard Lorey (Wiesentheid), Leonhard Lutz (Fahr), Lina Schlegelmilch (Segnitz), Georg Weber (Wüstenfelden), Christine Weinmann (Rüdenhausen);

20 Jahre: Dieter Bilz (Kitzingen), Kathrin und Udo Dennerlein (Michelfeld), Gerda Kräutner (Wiesenbronn), Christel Kranert, Hans-Walter Kranert (beide Kitzingen), Peter Kraus (Gerolzhofen), Karl Mehling (Würzburg), Gudrun Müller (Kitzingen), Marianne Reuß (Dettelbach), Norbert Riedel (beide Dettelbach), Annette und Helmut Seiler (Rödelsee), Monika Steinruck (Kitzingen);

10 Jahre: Dieter Brunner (Kleinlangheim), Erhard Graf von Wedel (Wiesentheid), Christiane Höfer (Marktbreit), Gudrun Kittel (Kitzingen), Gerhard Kreglinger-Müller (Segnitz), Angelika Müllner-Pianka, Kristian Pianka (beide München), Andrea Schmidt (Kitzingen), Karlheinz Siegler (Segnitz), Elena Wagner (Willanzheim), Franz Wirth, Maria Wolf (beide Kitzingen), Georg Wüffert (Segnitz).

Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.