REHWEILER

Lebendige Gemeinschaft in der neuen Gemeinde gewünscht

Kunst und Musik sind die Steckenpferde von Pfarrer Hans Gernert. Das wurde bei seiner Einführung am Sonntag in der St. Matthäus-Kirche in Rehweiler deutlich.
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Lebendige Feuerwehrgeschichte
Dekan Günther Klöss-Schuster (links) segnete das Ehepaar Karin und Hans Gernert für den Dienst in den Kirchengemeinden Rehweiler und Füttersee.

Kunst und Musik sind die Steckenpferde von Pfarrer Hans Gernert. Das wurde bei seiner Einführung am Sonntag in der St. Matthäus-Kirche in Rehweiler deutlich.

Mit zwei Kunstwerken aus den örtlichen Kirchen illustrierte er seine erste Predigt an der neuen Wirkungsstätte: Der Darstellung von Johannes dem Täufer durch Liselotte von Crailsheim in der Matthäus-Kirche und dem Schutzmantel-Christus von Irene Dilling in der Geiselwinder Autobahnkirche. Beide Werke unterstreichen in Gernerts Augen die Aussage des Predigttextes von der Berufung der ersten Jünger, dass Gott Menschen in die Weite führen und ihnen den weiten Raum des Lebens eröffnen will.

Musik spielte schon im Elternhaus große Rolle

Dass Musik im Elternhaus von Hans Gernert in Castell eine große Rolle spielte, berichtete Dekan Günther Klöss-Schuster in seiner Vorstellung. Er zeichnete den Werdegang des 55-Jährigen von der Jugendarbeit in Castell über Studium, Vikariat in Landshut, erste Pfarrstelle in Friedland (Mecklenburg) und die weiteren Stationen in Langensteinach bei Uffenheim und Bürglein bei Windsbach nach. Unterstützt von fünf Assistenten segnete der Dekan erst den neuen Pfarrer, anschließend das Ehepaar Karin und Hans Gernert gemeinsam für den Dienst in den Kirchengemeinden Rehweiler und Füttersee.

Etwas geschafft, das 90 Jahre keinem gelang

Große Wertschätzung drückten die Grußwortredner aus. Friedhard Hacker, Vertrauensmann der bisherigen Pfarrstelle Bürglein, gestand den Steigerwäldern zu, sie hätten etwas geschafft, was seit über 90 Jahren niemandem gelungen sei: Einen Pfarrer vor dem Ruhestand aus Bürglein abzuwerben. Bürgermeister Ernst Nickel überreichte einen Gemeinde-Schirm als äußeres Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune. Pfarrer Joseph Kollathuparampil von der katholischen Gemeinde wünschte seinem Kollegen eine lebendige Gemeinschaft in der neuen Gemeinde, Manuela Strohofer von der Autobahnkirche „heilsames Wachsen von allem, was Sie aussäen“.

Hohe Ansprüche an modere Pfarrer

Über hohe Ansprüche an moderne Pfarrer, die neben vielem anderen auch überzeugende Werbeträger in Sachen Religion sein sollten, sprach der stellvertretende Landrat Robert Finster. Johannes Kestler, Nachbarpfarrer aus Aschbach und Vorsitzender des Diakonievereins Drei-Franken, freute sich auf Gernerts Unterstützung für den kleinen Verein. Mit dem Bild vom Feuer, der ansteckenden warmen Glut des Glaubens, und vom lebensspendenden Wasser sah der Senior des Pfarrkapitels Erich Eyßelein (Prichsenstadt) die Aufgaben eines Pfarrers gut beschrieben.

Ihre Freude über die rasche Wiederbesetzung der seit Ende Oktober vakanten Pfarrstelle äußerten die Vertrauensleute Reinhold Kern (Rehweiler) und Annemarie Mauer (Füttersee).

Pfarrstelle in Rehweiler ist kein Schleudersitz

Hans Gernert sei der 30. Pfarrer der Gemeinde. Die Stelle sei mit einer durchschnittlichen Amtszeit von 16 Jahren wahrlich kein Schleudersitz, sagte Kern. Er bedankte sich auch bei den Vakanzvertreterinnen Esther Meist (Wiesenbronn) und Beate Krämer (Abtswind). Gottesdienst und Empfang gestalteten der Kirchenchor Füttersee und die Posaunenchöre des CVJM Haag aus Wasserberndorf-Füttersee.

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