PRICHSENSTADT

Freies Netz bald in Prichsenstadt

Nachdem immer mehr Touristenorte in der Region ihren Besuchern freies Internet, das Bayern-W-Lan, anbieten, springt auch die Stadt Prichsenstadt auf diesen Zug auf.
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Gibt's hier WLAN?

Nachdem immer mehr Touristenorte in der Region ihren Besuchern freies Internet, das Bayern-W-Lan, anbieten, springt auch die Stadt Prichsenstadt auf diesen Zug auf. Mehrheitlich beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, die Standorte sowohl am Stadtturm (in Richtung des Westtores, das das Stadtbild prägt) als auch am Rathaus prüfen zu lassen.

Standort suchen

Dafür werden Experten des Anbieters Vodafone, die im Auftrag des Bayern-W-Lan-Zentrums Straubing die Versorgung übernehmen werden, die Standorte technisch ausmessen. So soll die bestmögliche Reichweite erreicht werden. Um dieses Programm voranzutreiben, fördert dass W-Lan-Zentrum die Standorte. Für einen W-Lan-Hotspot schießt sie 2500 Euro dazu, bei einem zweiten 5000 Euro. Alle weiteren Standorte müsste Prichsenstadt, wollte der Stadtrat einen dritten oder gar vierten öffentlichen und kostenfreien Hotspot anbieten, aus eigener Tasche finanzieren.

Fragen noch offen

So weit wollten die Räte dann doch nicht gehen. Es stand auch nicht so sehr die Frage, ob die Hotspots eingerichtet werden sollen, sondern ob es bei einem am Rathaus bleiben oder auf Antrag von Bürgermeister René Schlehr besser zwei werden sollten. „Wir bieten schon eine E-Bike-Ladestation an, und weil wir baubedingt durch die Gebäude der Altstadt schlechten Internetempfang haben, sollten wir auch das Bayern-W-Lan anbieten“, warb Schlehr für seinen Antrag.

100 Euro im Monat

Die laufenden Kosten für die Stadt bezifferte Schlehr mit etwas weniger als 100 Euro im Monat. Da mochten sich auch diejenigen im Rat, die ansonsten auf jeden Cent schauen, nicht lumpen lassen. Mit 10:4 Stimmen ermächtigte der Rat die Verwaltung, die entsprechenden Standortverträge abzuschließen.

Hohe Wand abgelehnt

Weiteres Thema der Sitzung: Der wiederholt eingereichte Bauantrag der Firma LLW GmbH im Gewerbegebiet Ost zur Errichtung einer Wand als „Sicht- und Diebstahlschutz“ fiel im Stadtrat durch. Auf der nordwestlichen Grundstücksgrenze soll eine Schutzwand aus Blechpaneelen (75 mal 3,50 Meter) vor Diebstahl schützen.

Nicht nur der Bürgermeister stellte die Frage, ob eine Diebstahlschutzwand notwendig sei, „wenn der Rest des Geländes von allen übrigen Seiten nahezu frei begehbar ist“. Und: Ein Zaun an einer solchen Stelle darf laut Bebauungsplan eine Höhe von 2,80 Metern nicht überschreiten, weshalb der Eigentümer eine nachträgliche Befreiung beantragt hatte. „Das scheint für manchen eine neue Möglichkeit zu sein: Erst bauen, und, wenn einem auf die Finger gehauen wird, schnell beantragen, um es genehmigt zu bekommen“, so Schlehr. „Wir sollte da ein Zeichen setzen und ablehnen.“ Was der Stadtrat auch machte, wenn auch nicht so deutlich: Mit 8:5 Stimmen lehnte das Gremium den Antrag ab.

Beliebte Wanderstrecken

Die Traumrunde Prichsenstadt geht in die nächste Phase. Der Stadtrat beteiligt sich an diesem landkreisweiten Projekt der nicht nur bei Touristen beliebten Wanderstrecken und steuert seine eigene bei. Nach Abzug der Förderkosten durch das europäische Programm Leader beläuft sich der Anteil der Stadt auf 4400 Euro. Nachdem der Rat vorsorglich 10 000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt hatte, bleibt noch ein Betrag übrig, über dessen Verwendung bislang noch keine Begehrlichkeiten entstanden. Mit 12:2 Stimmen stellte der Rat hier die Ampeln auf Grün.

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