KITZINGEN

Feiern wie die Thailänder

Ein besonderes Neujahrsfest findet am 14. Januar im Kitzinger Dekanatszentrum statt. Deutsche Gäste sind dabei ausdrücklich willkommen.
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Traditionelle Musik aus Thailand darf im Dekanatszentrum nicht fehlen.
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Sudaporn Yoa freut sich. In ihrer Stimme schwingt die Vorfreude auf den kommenden Sonntag mit. Dann lädt eine Gruppe Thailänder aus dem Raum Würzburg und Kitzingen zum Thailändischen Neujahrsfest ins Dekanatszentrum in Kitzingen ein. Es ist das erste Fest dieser Art in der Region. Freunde asiatischer Kultur und Lebensweise sollten sich den Termin vormerken.

Mit 200 bis 300 Gästen rechnet Sudaporn Yoa, die vor 13 Jahren der Liebe wegen nach Deutschland kam. In Binsfeld bei Arnstein ist sie heimisch geworden. Ihren Mitbürgern hilft sie seither, sich in einem fremden Land heimisch zu fühlen. Gleichzeitig will sie mit Gleichgesinnten den Deutschen die thailändische Kultur näherbringen. Ein typisches Neujahrsfest bietet sich da regelrecht an – auch wenn es die Organisatoren mit dem Datum nicht so ernst nehmen. „Eigentlich feiern wir Thailänder am 13. April Neujahr“, sagt Sudaporn Yoa und lacht. Drei Tage lang wird dann im Land gefeiert. „Ein Riesenfest und das bei großer Hitze“, erzählt die Frau, die sich in Binsfeld gut eingelebt hat. Ihr Rezept für eine gelungene Integration: „Man muss die Sprache lernen. Sonst geht gar nichts.“

Sudaporn Yoa kann sich an den eigenen Kulturschock erinnern, das Leben in Thailand hat einen ganz anderen Rhythmus. 15 Minuten zu spät zu einer Verabredung kommen? In Thailand kein Problem. In Deutschland schon. „Hier ist alles und jeder sehr ordentlich“, sagt Yoa. In Thailand geht es lockerer zu. Das müssten die Neuankömmlinge erst einmal lernen. Mit ihren Helferinnen hat sich Sudaporn Yoa der Hilfe bei der Integration verschrieben. Gerade den Kindern sollen die ersten Schritte erleichtert werden. Die Kleinen werden am Sonntag bei vielen Vorführungen im Mittelpunkt stehen.

Landestypische Köstlichkeiten, Live-Thaimusik, typische Tänze aus dem beliebten Ferienland, dazu ein traditioneller Kleidungs-Wettbewerb: Die Organisatoren haben sich einiges ausgedacht. Wer will, kann sich auch eine Thaimassage gönnen. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Etwas mehr als 50 Menschen helfen zusammen, um das Fest auf die Beine zu stellen. Das Essen wird von Gastronomen aus Würzburg gesponsort, viele Kinder werden auf der Bühne stehen, um traditionelle Tänze vorzuführen. In Würzburg und Umgebung haben Sudaporn Yoa und ihre Mitstreiter Wannapa und Napamad zuerst nach einem Veranstaltungsort gesucht. Ergebnis: Entweder zu teuer oder zu klein. In Kitzingen sind sie schließlich fündig geworden.

Und so wird das Dekanatszentrum am Sonntag, 14. Januar, zum Gastgeber eines Thailändischen Neujahrsfestes. Wer kommt, kann sich auf einige Überraschungen gefasst machen – und auf landestypische Spezialitäten.

Um 9 Uhr beginnt der Tag mit einem traditionellen Empfang und einer buddhistischen Zeremonie. „Natürlich sind auch dann schon Deutsche willkommen“, sagt Sudaporn. Eigentlich sind die ersten zweieinhalb Stunden des Tages aber für all die Thailänder gedacht, die sich in Kitzingen versammeln werden. Und die nehmen teils weite Anreisen auf sich. Aus Paderborn reist ein offizieller Vertreter des Thailändischen Kulturvereins in Deutschland an, aus München die Frau des Botschafters. Sudaporn Yoa erwartet Vereinsvertreter aus Schweinfurt, Nürnberg und anderen Städten. Und sie freut sich über viele Neugierige aus Kitzingen und Umgebung.

Um 11.30 Uhr ist die offizielle Begrüßung geplant, ab 11.45 Uhr starten die verschiedenen Auftritte. Gegen 16 Uhr soll das erste Thailändische Neujahrsfest in Kitzingen enden.

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