KÜRNACH/DETTELBACH

Wechsel bei der Autobahnpolizei: Hornung folgt auf Böhm

Abschieds- und Willkommensgruß bei der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried: Der bisherige Leiter wurde verabschiedet, der Nachfolger vorgestellt.
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Willmut Hornung leitet seit diesem Jahr die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.
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Abschieds- und Willkommensgruß bei der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried: Am Donnerstag wurde ihr bisheriger Leiter, Klaus Böhm, offiziell verabschiedet. Seine Stelle übernimmt nun Willmut Hornung.

Vertreter von Polizeidienststellen, Rettungskräften und der Autobahndirektion kamen am Donnerstag zu einer Feierstunde ins Alte Rathaus nach Kürnach, das sich die Polizei wegen seiner Lage nahe der Autobahnen A 3 und A 7 als Veranstaltungsort ausgesucht hatte.

Verkehrssicherheit und Kriminalitätsbekämpfung

Polizeipräsident Gerhard Kallert nahm auch deshalb auf Kürnach Bezug, weil der Landkreis Würzburg aus Sicht der Polizei der sicherste in ganz Unterfranken ist. Kallert nannte die beiden Hauptaufgaben der VPI Würzburg-Biebelried: Verkehrssicherheit und Kriminalitätsbekämpfung. Da die unterfränkischen Autobahnen wegen ihrer zentralen Lage zu den meistbefahrenen in Europa gehören, konzentriere sich dort nicht nur der Verkehr, sondern auch die Kriminalität. „Tätergruppen jeglicher Couleur“ seien entlang der Fernstraßen aktiv. Umso mehr freute sich Kallert darüber, dass die VPI bei den Straftaten hohe Aufklärungsquoten vermelden könne.

Der neue Leiter

Polizeioberrat Hornung ist 45 Jahre alt und wohnt mit seiner Familie im Landkreis Haßberge. Sein beruflicher Weg führte ihn über die Bereitschaftspolizei in Nürnberg, die Polizeiinspektion Würzburg-Land, die Einsatzzentrale der ehemaligen Polizeidirektion Würzburg, die Kriminalpolizeiinspektion Würzburg ins Präsidium.

Im Rahmen seines Aufstiegs in den höheren Dienst absolvierte Hornung ein halbes Jahr als Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Karlstadt, bevor er ein zweijähriges Studium an der Polizeihochschule Münster anhängte. Hornung bringt neben der Theorie mittlerweile reichlich Erfahrung in Leitungsfunktionen mit. Sein Vorgänger, Polizeidirektor Klaus Böhm, ist bereits im November 2017 zum Leiter der größten bayerischen Polizeidienststelle berufen worden, der Inspektion Würzburg-Stadt.

VPI Würzburg-Biebelried

Die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried ist für die Teilabschnitte der A 7 von Gollhofen bis Gramschatz und der A 3 von der Rastanlage Steigerwald bis Marktheidenfeld zuständig. Die Länge der betreuten Strecken beträgt 144 Kilometer.

Über 100 Mitarbeiter der Polizei kümmern sich in der Zentrale im Mainfrankenpark Dettelbach um die Hauptaufgaben Verkehrssicherheit und Kriminalitätsbekämpfung.

Auf der A 3 passieren an normalen Tagen 63 000 Fahrzeuge Unterfranken, davon 13 000 Lastwagen; an Spitzentagen zählt die Polizei 93 000 Fahrzeuge. Dem trägt der sechsspurige Ausbau der A 3 Rechnung; allerdings bedeuten diese Baustellen und das erhöhte Unfallaufkommen dort seit Jahren eine zusätzliche Belastung der VPI.

Teilabschnitte der von der VPI betreuten Autobahnen verlaufen durch Baden-Württemberg, Mittel- und Oberfranken.

2757 Unfälle hat die VPI vergangenes Jahr bis einschließlich November aufgenommen. Dabei wurden 381 Verkehrsteilnehmer verletzt; sieben ließen ihr Leben.

926 Straftaten wurden registriert, wobei das Gros auf Tankbetrug entfällt. 271 Delikte hatten mit Drogen zu tun. Die Aufklärungsquote der Straftaten liegt bei 72,2 Prozent und damit rund zehn Prozent höher als im bayerischen Durchschnitt. In den ersten drei Quartalen 2017 hat die VPI bei Verkehrskontrollen 19 517 Anzeigen und 44 841 Verwarnungen ausgestellt.

Ein zunehmendes Problem stellt nach Aussage des Polizeipräsidenten Gerhard Kallert die Anzahl der Fahrten unter Drogeneinfluss dar. Sie kämen mittlerweile häufiger vor als Alkoholfahrten. Deshalb warnt der Polizeipräsident davor, weiche Drogen zu legalisieren. abra/Quelle: Polizeipräsidium

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