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Waldkindergarten in Hüttenheim

Kirche und Gemeinde helfen bei der Einrichtung eines Waldkindergartens in Hüttenheim zusammen. Heißes Thema im Gemeinderat außerdem: die Frage der Wohnungen für Asylbewerber.
Willanzheim Kreis Kitzingen
 
von SIEGFRIED SEBELKA

Die Frage der Wohnungen für Asylbewerber ist das eine, die Betreuung und Integration das andere. Der Willanzheimer Gemeinderat beschäftigte sich am Montag mit einer Frage, die gar nicht so einfach zu lösen ist. Wie kommen die im Ortsteil Markt Herrnsheim untergebrachten Flüchtlingskinder in einen Kindergarten und in welchem Ort?

Wie Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert schilderte, gingen die Kleinen aus Herrnsheim seit jeher in den Hüttenheimer Kindergarten und die Eltern bekamen einen Fahrtkostenzuschuss von 5,11 Euro. Doch die Asylbewerber haben keine Fahrzeuge und wissen nicht, wie der Nachwuchs in der Kindergarten kommen soll.

„So eine Aufgabe dürfen wir keinesfalls Bürgern aufbürden, die sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge kümmern“, betonte Ingrid Reifenscheid-Eckert. Sie sagte, dass der Hüttenheimer Kindergarten voll belegt ist und diese Kinder nicht mehr aufnehmen könne. Deswegen warf die Bürgermeisterin die Frage auf, ob die Flüchtlingskinder den Kindergarten in Willanzheim oder Nenzenheim besuchen sollen.

Kirche ist mit im Boot

Die Ratsrunde beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema und suchte vorerst vergeblich nach Lösungen. Jetzt will die Gemeinde bei einem Busunternehmen Angebote einholen, was es kosten würde, wenn die Kinder in Kleinbussen nach Willanzheim oder Nenzenheim gebracht würden. Eventuell wäre es möglich, eine Fahrt nach Nenzenheim in eine bestehende Linie zu integrieren, da die Firma schon Mönchsondheimer Kinder nach Nenzenheim fährt.

Die Räte erfuhren zudem, dass es in Hüttenheim bald eine feste Waldkindergartengruppe geben soll. Dort gibt es bislang schon eine Gruppe, die sich zwei bis drei Mal pro Woche stundenweise im Wald aufhält. „Die Erzieherinnen finden das eine tolle Sache und sind mit dem Anliegen auf mich zugekommen“, erklärte Hüttenheims evangelischer Pfarrer Matthias Subatzus auf Anfrage dieser Redaktion. Die Idee fiel beim Pfarrer auf fruchtbaren Boden und bald fand sich eine passende Fläche im Besitz der evangelischen Pfründestiftung an einem Wanderweg zwischen dem Ort und der Weinparadiesscheune. Erst sollte für den Waldkindergarten ein Bauwagen für 30 000 Euro angeschafft werden, jetzt habe sich aber die Alternative eines gebrauchten Bauwagens für nur 3500 Euro aufgetan.

Die evangelische Kirchengemeinde als Kindergartenträger stellte einen Zuschussantrag an die Gemeinde, über den die Räte entscheiden wollen, wenn die tatsächlichen Investitionskosten feststehen.

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