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Viele Schritte bis zum Jagdschein

Neuland hat die Kreisgruppe Kitzingen im Landesjagdverband (BJV) bei der Vorbereitung zur Jägerprüfung betreten. Der Weg zum Jagdscheins bleibt dennoch schwierig.
Die Kreisgruppe Kitzingen im bayerischen Landesjagdverband führt in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Jagdschule Roman Wüst (Saarland) einen Jägerkurs zur Erlangung des Jagdscheins durch. Zur Vorbereitung gehörten auch Praxistage, wie zum Beispiel in Järkendorf, wo die Prüflinge unter der Anleitung von Jagdpächter Bert Grebner (zweiter von links) einen Hochsitz bauten. FOTO: Winfried Worschech
 

Neuland hat in diesem Jahr die Kreisgruppe Kitzingen im bayerischen Landesjagdverband (BJV) betreten. Zum ersten Mal führt sie in Zusammenarbeit mit der Jagdschule Roman Wüst aus dem Saarland einen Kurs zur Erlangung des Jagdscheins durch.

Die 15 Teilnehmer müssen in diesem Jahr viel Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfung aufbringen. Es geht nicht nur darum, sich viel Wissen anzueignen, sondern auch die Jagd als Handwerk und als Arbeit in der Natur, für das Wild und für die Lebensräume vieler Tierarten zu begreifen.

Der Aufgabenbereich der Kreisgruppe liegt deshalb auf Arbeit und Wissensvermittlung in den Revieren, in Schießausbildung und Waffenhandhabung. Für letztgenannte Bereiche ist Büchsenmachermeister Christian Melber zuständig, der mit den Aspiranten zum Bewegungsschießen in Schweinfurt und zum Tontaubenschießen in Bad Kissingen war. Jetzt stehen noch drei Treffen zur sicheren Waffenhandhabung aus.

Bei den Praxistagen ging es um Biotope, die von einem Vertreter der unteren Naturschutzbehörde erklärt wurden. Dazu kommt die Ausbildung und der Umgang mit Jagdhunden, was im Revier Rüdern bei einer Generalprobe für die Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde von Hundeobmann Rainer Hornung erklärt wurde.

Zwei Tage waren die Prüflinge in einem Lehrrevier zu Gast, wo es auch um den Bau von Fallen zur Dezimierung von Fuchs, Marder, Elster und Krähen ging.

Im Revier Järkendorf wurde unter der Anleitung von Jagdpächter Bert Grebner ein Hochsitz gebaut, wobei die Jagdscheinanwärter erfuhren, dass in diesem Fall die Sicherheit oberstes Gebot ist. Während gesägt, geschraubt und genagelt wurde, plauderte Grebner, der Prüfer bei der Jägerprüfung ist, aus der Schule. Er zeigte sich überzeugt, dass die Erlangung des Jagdscheins den Horizont erweitert und auf Veränderungen in Flur und Wald aufmerksam macht: „Wer nichts lernt, hat keine Chance und wer vor fünf Jahren seinen Jagdschein gemacht hat und jetzt antreten müsste, der würde glatt durchfallen“, sagte er sich zum sich ständige wandelnden Wissen über das Weidwerk.

Nach Schießen und Praxistagen steht nun die schriftliche Prüfung für das „grüne Abitur“ ins Haus. Auf die werden sich die Kursteilnehmer am Monatsende in der Kitzinger Geflügelzuchtanstalt zehn Tage lang intensiv vorbereiten. „Da dauert ein Tag mit Pausen rund zwölf Stunden“, erzählt dazu Ruth Faul-Huber, die als Bindeglied zwischen Kreisgruppe und Jagdschule fungiert.

Auf rund 1200 Fragen aus den Fächern Wildbiologie, Hundewesen, Naturschutz, Waldbau, Jagdrecht und Waffenkunde müssen die Prüflinge vorbereitet sein. Nach der schriftlichen Prüfung steht dann noch ein intensives Wochenende als Vorbereitung für die mündliche Prüfung auf dem Programm „und Anfang Dezember ist die Prüfung rum“, meint Klaus Damme, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Kitzingen.

Er und die übrigen Vorstandsmitglieder halten den Kurs in Zusammenarbeit mit einer Jagdschule für eine gute Sache, „da es nicht nur darum geht, den Jagdschein zu bekommen, sondern auch darum, Wissen zu erlangen und den jagdlichen Erfordernissen unserer Zeit gerecht zu werden“.

Bei der Vorstandssitzung in Neudorf zogen die Revierinhaber, bei denen Praxistage durchgeführt wurden, eine rundum positive Bilanz: „Die waren voll konzentriert bei der Sache“, lautete ein Kommentar.

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