Üben, damit es im Ernstfall reibungslos klappt

Auch in einem kleinen Dorf wie Michelfeld kann es zu einem größeren Unfall in einem Betrieb kommen. Die Verletzten mussten in dem dunklen Gebäude erst gefunden werden.
Etliche Feuerwehrler bemühen sich um eine eingeklemmte Person. Mit Druckluftkissen wird das schwere Metallteil angehoben und die Person – in diesem Fall eine Puppe – hervorgezogen.
 

Auch in einem kleinen Dorf wie Michelfeld kann es zu einem größeren Unfall in einem Betrieb kommen. Etwa ein explodierendes Druckgefäß in einem metallverarbeitendem Betrieb mit anschießendem Brand und mehreren verletzten Personen, die im weitläufigem Gebäude vor der Versorgung erstmal gefunden werden müssen.

Damit ein solcher Unfall im Ernstfall von den Rettungskräften weitgehend reibungslos abgewickelt werden kann, muss geübt werden. Über die Ortsgrenzen hinaus. Die Aktionswoche der Feuerwehren im Landkreis bieten immer wieder die Möglichkeit dafür und das möglichst im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Denn die Aktionswoche will auch Werbung für die Arbeit bei den Wehren machen, will den technisch hohen Standard zeigen. Da ist naturgemäß der Andrang der Zuschauer im kleinen Michelfeld nicht so groß, wie etwa zwei Jahre zuvor in Marktbreit beim angenommenen Unglück auf einem Personenschiff. Trotzdem finden sich am Mittwochabend doch etliche Michelfelder vor Ort ein, um das Geschehen zu beobachten. Und sie bekommen einiges zu sehen.

Denn aus fünf Orten in der Umgebung, aus Marktsteft, Marktbreit und Gnodstadt, aus Segnitz und auch aus Kitzingen sind neben dem BRK, Feuerwehren zur Unterstützung der Michelfelder Wehr im Einsatz. Klar, die Michelfelder sind als erste vor Ort, fangen sofort an mit dem Verlegen von Schlauchleitungen und rüsten ihre Atemschutzgeräteträger für einen ersten Vorstoß ins dunkle Gebäude aus. Beeindruckend natürlich der große Leiterwagen der Kitzinger Wehr, der weit über die Halle hinaus ragt und von oben Wasser zum Einsatz bring. Ein feiner Sprühnebel ist bei dem leichten Ostwind weit zu spüren. Mitten auf dem Gelände der Metallbaufirma ist ein Verletzter unter einem Metallcontainer eingeklemmt. Den können die Helfer schnell retten. Mit Druckluftkissen wird das schwere Metallteil angehoben und die Person – in diesem Fall natürlich keine reale Person, sondern eine Puppe – hervorgezogen und zur Erstversorgung gebracht.

Und es müssen Schläuche verlegt werden. Viele Schläuche. Denn neben einem Unterflurhydranten brauchen die Löschtrupps auch Wasser vom Michelfelder See. Und der liegt einige hundert Meter entfernt vom Einsatzort. Am Ende geht, trotz der vielen Einsatzkräfte, alles erstaunlich geordnet zu. Nicht alles hundertprozentig, aber dafür sind ja auch Übungen da. Damit es im Ernstfall noch besser klappt.






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