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Spargel trotz Hitze in Franken beliebt

Treuen Spargelfans ist die Hitze egal: Während deutschlandweit die Spargelbauern auf eine sehr durchwachsene Saison zurückblicken, erwartet Franken eine gute Erntebilanz.
Frischer weißer und grüner Spargel.
 

Während deutschlandweit die Spargelbauer auf eine sehr durchwachsene Saison zurückblicken, ist Franken mit der Ernte zufrieden. Grund dafür sind treue Spargelfans, die sich auch von heißen Temperaturen nicht vom Zubereiten des Gemüses abhalten lassen.

Traditionell endet die Spargelsaison am 24. Juni, zum Johannistag. Weil sich die Pflanzen bis zum Start der nächsten Saison erholen müssen, gibt es Spargel nicht ganzjährig. Das ist auch notwendig, denn bis zum Saisonende werden wohl etwa 120.000 Tonnen Spargel auf deutschen Anbaugebieten geerntet worden sein – ein Beweis für die Beliebtheit des Edelgemüses.

6,98 Euro pro Kilo Spargel

Die zeigt sich auch im Preis: Zwischen April und Juni lag der Kilopreis für deutschen Spargel laut Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft in Bonn im Schnitt bei 6,98 Euro. Auch wenn der Vorjahrespreis noch bei 7,17 Euro pro Kilo lag, ist das immer noch nicht günstig.

Ein Wechsel aus extremer Kälte und hochsommerlichen Temperaturen machte es den deutschen Spargelbauern schwer. In Franken waren die Ausfälle durch Frost sehr gering: Ein paar Spitzen seien unter den Folien angefroren. Beim Grünspargel, der ungeschützt wächst, kam es wenige Tage lang zu Verlusten, die aber laut Sibylle Tygges vom Erzeugerring für Gemüse Main-Dreieck in Knetzgau (Lkr. Haßberge) nicht ins Gewicht fallen.

Spargelsaisoneröffnung brachte Aufmerksamkeit

Wegen der vielen Sonnentage im März ist früh im April mit der Spargelernte begonnen worden. Große Mengen mussten am Markt abgesetzt werden. Die Folge waren niedrige Preise für die Erzeuger. In Bayern ist der Spargel nicht wie in anderen Regionen Deutschlands erst langsam in den Gemüseregalen aufgetaucht: Auf dem Spargelhof Seufert in Lindach (Lkr. Schweinfurt) feierte man am 5. April die Bayrische Spargelsaisoneröffnung mit dem ersten Anstich. Das brachte Aufmerksamkeit.

„An Ostern ist der Absatz gut gelaufen.“

Christine Müller, Gartenbauzentrum Bayern Nord

„An Ostern ist der Absatz gut gelaufen“, sagt Christine Müller vom Gartenbauzentrum Bayern Nord des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen. „Es gibt eine sehr starke Direktvermarktung in Franken“, sagt sie. Die Erzeuger verkaufen ihr Gemüse meist „ab Hof“, also direkt an Kunden und an die Gastronomie.

Knapp zwei Drittel der bayrischen Spargelbauern sitzen in Franken

„In Franken sind wir nicht das größte Anbaugebiet in Bayern“, so Müller. Die fränkische Anbaufläche mache nur 24 Prozent in Bayern aus. Dagegen sitzen knapp zwei Drittel der bayrischen Betriebe, die Spargel kultivieren, in Franken. Das liege daran, dass in der Vergangenheit Spargel häufig im Nebenerwerb angebaut wurde.

Nach Einschätzung des Marktexperten Michael Koch hat sich gezeigt, dass es den Deutschen zu warm für den Genuss von Spargel war. Die hochsommerlichen Temperaturen im Mai hätten eher Lust aufs Grillen gemacht – dabei habe der Spargel das Nachsehen gehabt.

Spargel geht auch kalt als Salat

Das kann auch Christine Müller bestätigen: „Bei extremer Hitze wird nicht so gerne Spargel gegessen“. Die Wohlfühl-Temperatur für den Spargelesser liege bei unter 30 Grad. Trotzdem wurde laut Sibylle Tygges in Franken, abgesehen von der Hauptreisezeit um Pfingsten, im gewohnten Maß Spargel gekauft. Von der Hitze lassen sich die fränkischen Spargelfans also nicht abschrecken. Sibylle Tygges erklärt sich das durch den „festen Kundenstamm“ in der Region. Der weiß Spargel bei jedem Wetter zu genießen, bei Bedarf eben auch kalt als Salat.

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