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Schaf ohne Betäubung getötet

Schlachten ohne Betäubung ist verboten. Bei einer Kontrolle entdeckte der Kitzinger Amtstierarzt ein geschächtetes Schaf.
Das Schlachten von Schafen ohne Betäubung ist verboten, auch derartige rituelle Handlungen sind nicht erlaubt. Das Veterinäramt kann hierzu Auskunft geben. Foto: dpa/Marius Becker
 

Vor wenigen Tagen feierten die Muslime das islamische Opferfest "Kurban Bayrami". Hierfür werden Schafe und Ziegen geschlachtet und ein Teil des Fleisches als Opfergabe an bedürftige Mitmenschen verteilt. Jedoch ist auch heute noch das so genannte Schächten verbreitet, bei dem Tieren ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten wird und sie so entbluten. Laut Tierschutzgesetz ist dies verboten.

"Wir haben stichprobenweise Schäfer aus dem Landkreis kontrolliert."

Das berichtet Dr. Uwe Knickel, Leiter des Kitzinger Veterinäramts. Tatsächlich kamen die Mitarbeiter des Landratsamts zu einer rituellen Schlachtung hinzu. "Ein Tier war bereits geschächtet, ein zweites dafür vorgesehen", so Knickel. Die Polizei wurde hinzugezogen. Der Schäfer muss nun mit einer empfindlichen Strafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.
Des Weiteren war der Fleischbeschautierarzt nicht über die Schlachtung informiert. Insofern muss davon ausgegangen werden, dass auch keine Fleischbeschau durchgeführt werden sollte. Sie ist jedoch auch für Hausschlachtungen vorgeschrieben. Da das Tier nicht regelkonform geschlachtet wurde, kam es in die Tierkörperbeseitigung.

Keine Schlachtung ohne Betäubung

"Eine Schlachtung ohne Betäubung, zum Beispiel mit einem Bolzenschuss oder eine Elektrobetäubung, ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt", führt Knickel aus. Er weiß aber, dass für viele Muslime vor allem im Vordergrund stehe, dass die Schlachttiere zum Zeitpunkt der Entblutung noch leben. "Dies ist mit der Elektrobetäubung immer der Fall", betont der Leiter des Veterinäramts.
Die Elektrobetäubung löse lediglich eine Art epileptischen Anfall beim Schlachttier aus. Während des Anfalls sind die Tiere schmerzunempfindlich und nehmen das Schlachten nicht wahr. "Über die Wirkung der Elektrobetäubung scheint bei den betroffenen Bevölkerungskreisen noch viel Unkenntnis zu bestehen", vermutet Knickel und betont, dass das Veterinäramt hierzu gerne Auskunft gebe.

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