KITZINGEN

Saisonstart für Streu- und Räumfahrzeuge

Zurzeit sorgen Temperaturen unter Null für glatte Straßen; die nächsten kalten Nächte stehen bevor. Wie bereiten sich die Winterdienste im Raum Kitzingen darauf vor?
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Rund 1000 Tonnen Salz liegen in der Halle des Kreisbauhofs. Im Winter streuen Andreas Schneider und seine Mitarbeiter es auf glatte Straßen.

Der Atem verwandelt sich in weißen Dampf, die Hände werden kalt, die Wangen von der kühlen Luft rosig. Der Winter steht kurz bevor und mit ihm Schnee, Eis und glatte Straßen. Dafür, dass diese nicht zum Problem werden, sorgen im Landkreis Kitzingen die Winterdienste. Die haben ihre Vorbereitungen abgeschlossen und sind für die kalte Jahreszeit gewappnet.

Das Salzlager ist voll

„Gestern haben wir das Salzlager voll gemacht“, sagt Andreas Schneider vom Kreisbauhof. Rund 1000 Tonnen des weißen Frostschutzmittels lagern nun dort. Vorgesehen sind sie für die Kreisstraßen, für die Schneider und seine Mitarbeiter zuständig sind. Doch nicht nur dort räumt und streut der Landkreis; auch auf etwa 30 Kilometern Staatsstraße kämpfen die Mitarbeiter gegen die Glätte.

Im Austausch übernimmt die Straßenmeisterei Kitzingen, die eigentlich für die Staats- und Bundesstraßen im Landkreis zuständig ist, einige Kreisstraßen. Zehn Fahrzeuge stehen dafür im Fuhrpark bereit. Das Salzlager allerdings ist noch nicht vollständig gefüllt. „Das kann noch nicht voll sein“, sagt Frank Rose von der Straßenmeisterei. Die Halle werde gerade noch umgebaut, bald solle sie aber fertig sein.

„Und in Wiesentheid lagern ja schon 1000 Tonnen“, erklärt Rose zu einem weiteren Standort der Straßenmeisterei. „Da müsste jetzt schon viel Schnee kommen. Und selbst dann wäre es genug.“

Weniger Unfälle dank Kooperation

Die Kooperation zwischen dem Landkreis und der Straßenmeisterei läuft seit dem Jahr 2005 und birgt, wie Schneider vom Kreisbauhof erklärt, viele Vorteile. „Früher konnte es vorkommen, dass man von einer Kreis- in eine Staatsstraße gefahren ist und die eine war geräumt, die andere aber nicht“, sagt er. Das hätte zu Unfällen geführt. Durch die Zusammenarbeit der Behörden seien die Straßen nun so aufgeteilt, dass die Routen möglichst effizient seien, so Schneider: „egal, ob Staats- oder Kreisstraße“.

Genau wie Schneider und seine Mitarbeiter ist auch der Bauhof Kitzingen, der die städtischen Straßen schneefrei hält, gut auf die nächsten kalten Nächte vorbereitet. „Wir sind im Stand-by-Modus“, sagt Georg Günther, der Leiter des Bauhofs. „Alle Geräte sind einsatzbereit und die Salzlager sind voll. Der Winter kann kommen.“ Zwar sei er in den vergangenen Jahren weniger heftig ausgefallen, trotzdem müsse man immer mit Kälte und Schnee rechnen. „Es wird schon mal wieder ein harter Winter kommen“, sagt Günther.

Enge Gassen werden von Hand geräumt

Drei große Räumfahrzeuge und mehrere kleine Geräte stehen in der Stadt Kitzingen bereit, um die Straßen von Eis und Schnee zu befreien. „Und dann natürlich noch die vielen Handräumer“, erklärt Günther. Diese kämen zum Beispiel in engen Gassen zum Einsatz. „Wo man eben sonst nicht hin kommt.“

Mit engen Gassen hat die Autobahnmeisterei Geiselwind keine Probleme. Sie ist für einen rund 60 Kilometer langen Abschnitt der A 7 zuständig und ebenfalls einsatzbereit. „Seit dem letzten Wochenende sind wir im Schichtbetrieb“, erklärt Pascal Dorsch, der Leiter der Autobahnmeisterei. Stets seien nun zwei Mitarbeiter im Dienst. „Und im Notfall auch noch mehr.“

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