MARKTBREIT

Neujahrsempfang der Stadt Marktbreit

Mit Jacqueline Barraud-Volk und Rolf Quakulinsky ehrte Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein beim Neujahrsempfang der Stadt ehrenamtliche Helfer.
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Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein (rechts) zeichnete Jacqueline Barraud-Volk und Rolf Quakulinsky für ihr ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsbetreuung aus.

Mit Jacqueline Barraud-Volk und Rolf Quakulinsky ehrte Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein beim Neujahrsempfang der Stadt am Samstagabend im Lagerhaus zwei ehrenamtliche Helfer, die sich in der Flüchtlingsbetreuung ausgezeichnet haben.

Gleichzeitig mahnte der Bürgermeister vor der anstehenden Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die bei den Kommunen erhebliche Finanzierungslücken hinterlasse und deren Alternativen „auch nicht optimal“ seien.

Rück- und Ausblick, welt-, europa-, bundes-, landesweit und schließlich für Marktbreit – Hegweins Reden umfassen ein weites Feld. Für seine Stadt selber sieht der Bürgermeister ein Bündel an Aufgaben, die zum Teil auch schon begonnen sind. Da steht etwa die Sanierung dreier Kindergärten an, die zum Teil auf gutem Wege sind, zum Teil aber noch in bürokratischen Fängen hängen.

Altlasten als Problem

Nach wie vor problematisch gestaltet sich ein Teil der Mainufersanierung zwischen Kranen und Mainbrücke. Vor allem die Altlast DBV-Tankstelle mit der Verschmutzung des Untergrunds bereitet der Stadt dabei Sorge. Denn noch ist nicht genau bekannt, wie weit diese Verschmutzungen reichen und welcher Aufwand betrieben werden muss, um hier effektiv zu sanieren. „Wir werden da noch viel Geld einsetzen müssen“, sagte Hegwein. Das allerdings dürfte nicht vor 2019 geschehen.

Altenheim-Standort gesucht

Derzeit ist die Stadt bemüht, für die AWO einen neuen Standort für ein Altenheim zu finden. Zum vorgesehene Standort am Ohrenberg sagte der Bürgermeister: „Dort spucken die Kelten derzeit etwas in den Suppentopf.“ Herausforderungen für die Stadt bringt auch der Klimawandel mit Starkregenereignissen mit sich. Hier gelte es Retentionsflächen zu schaffen, um Marktbreit und Gnodstadt besser zu schützen.

Natürlich ist für Hegwein der Wunsch von Straßenanliegern nachvollziehbar, bei Straßensanierungen nicht zu Beiträgen heran gezogen zu werden. Doch deren Abschaffung und eine Ersatzweise Erhöhung der Grundsteuer sei auch problematisch und wecke oft das Begehren, möglichst schnell ebenfalls eine neue Straße zu bekommen. Die dann drohenden Bürgerbegehren seien für eine Demokratie nicht zuträglich, da oft von Emotionen und nicht von Weitsicht geprägt.

Gegen „Einzelkämpfermentalität“

Mit Jacqueline Barraud-Volk und Rolf Quakulinsky wurden im Dezember gleich zwei Marktbreiter Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises ausgezeichnet. Beiden und ein zum Teil dahinter stehender Helferkreis sollte auch von Seiten der Stadt noch einmal Dank ausgesprochen werden. Denn sie stemmen sich beispielhaft gegen die herrschende „Einzelkämpfermentalität“ und zeigten den wichtigen gesellschaftlichen Faktor „Solidarität“.

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