VOLKACH

Musik-verein(t) ganz Volkach

Sängerschar und Stadtkapelle gaben ein herzerfrischendes Konzert zum 150. Geburtstag.
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Der Chor des Musikvereins Volkach und die Stadtkapelle Volkach nahmen beim Jubiläumskonzert am Samstagabend rund 750 Zuhörer mit auf eine außergewöhnliche musikalische Zeitreise.
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Echte Gänsehautgefühle kamen am Samstagabend beim Jubiläumskonzert des Musikvereins 1867 Volkach bei etwa 750 begeisterten Zuhörern auf. „Musik-verein(t) Volkach“ lautete das Motto des festlichen Konzertabends zum 150. Geburtstag des Musikvereins. Die wechselhafte Vereinsgeschichte spiegelte sich im Ablauf und in der Besetzung wider, wobei sich Sänger und Musikanten leidenschaftlich präsentierten. Mit modernster Technik wurden sie glänzend in Szene gesetzt.

Projektchor zum Auftakt

Mit „Freudig begrüßen wir die edle Halle“ hieß der 60-köpfige Projektchor des Musikvereins zum Auftakt das erwartungsvolle Publikum in der Mainschleifenhalle willkommen. Der bekannte „Einzug der Gäste“ aus Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ (Uraufführung 1845) war die gelungene Reverenz an die Gründungszeit des Musikvereins vor 150 Jahren. Mit „Seid gegrüßt, ihr lieben Gäste“ unterstrich der Männerchor die Tatsache, dass der Volkacher Musikverein fast 100 Jahre lang einen reinen Männerchor unterhielt.

Die Frauen kommen dazu

„Erst 1974 wurde der Chor auch für Frauen geöffnet“, schilderte Musikvereinsvorsitzender Harald Schmitt. Er ging auf den steten Wandel innerhalb der Sängergemeinschaft ein. „Männerchor, Gemischter Chor, Projektchöre“, so die Stationen in 150 Jahren. Durch die Öffnung nach außen konnte der Chor über die Jahre singfähig bleiben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Ein Drittel des jetzigen Projektchores sind langjährige Vereinsmitglieder. Ein weiteres Drittel ist seitdem durch inzwischen acht Gesangsprojekte zum Stammchor gekommen. Das letzte Drittel besteht aus Sängern und Sängerinnen aus der Umgebung, die mittlerweile „Stamm-Projektteilnehmer“ sind.

Vielfalt prägt den Abend

Die musikalischen Darbietungen am Konzertabend waren geprägt von Vielfalt. Der Kinderchor der Musikschule unter Irmi Dotzel eroberte das Publikum mit seinen frischen Stimmen und erinnerte indirekt an die Zeiten, als der Jubelverein einen eigenen Kinderchor aufbaute. Die singenden Grundschüler waren der lebendige Beweis dafür, dass man schon als Kind fürs Singen begeistert werden muss, um als Erwachsener mit Freude im Chor zu singen. Da die Stadtkapelle und der jetzige Chor gemeinsame Wurzeln im Musikverein Volkach haben, lag es nahe, das Jubiläumskonzert gemeinsam zu veranstalten.

Mitreißende Stücke

Die Stadtkapelle unter Elke Jörg spielte mitreißende konzertante Stücke. Der Projektchor unter Manfred Weidl gab zuerst mit Klavierbegleitung von Stefan Meusert englischsprachige Balladen zum Besten und sang später Jazz-Latin-Songs. Die vereinigende Wirkung der Musik zeigte die zweite Hälfte des Konzertes eindrucksvoll. Das Frankenlied und die Europahymne sangen Chor und Publikum gemeinsam, begleitet von der Stadtkapelle. Auch das Schlusslied mit dem poetischen deutschen Text „Musik der Nacht“ aus „Phantom der Oper“ und die vom begeisterten Publikum heftig „erklatschte“ Zugabe „Time to Say Goodbye“ musizierten Chor und Stadtkapelle gemeinsam. Bürgermeister Peter Kornell, der Schirmherr des Jubiläums freute sich über die Musikbegeisterung an der Mainschleife. „Musik leistet einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Gesellschaft“, sagte er. Der Musikverein trägt seit 150 Jahren dazu bei.

Dabei waren

Die Mitwirkenden: Stadtkapelle Volkach (Leitung Elke Jörg), der Kinderchor der Musik- und Grundschule Volkach (Irmi Dotzel), der Chor des Musikvereins Volkach (Manfred Weidl), Stefan Meusert (Klavier), Anna-Lena Feldhäuser, Rebecca Suta (beide Sopran), Justus Finkel (Moderation).

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