DETTELBACH

Mobil trotz Handicap

An der Multiplen Sklerose Erkrankte können aktiv Sport betreiben und ein Stück Freiheit genießen. Das will die Selbsthilfegruppe Radfahrlust betroffenen Menschen zeigen.
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Mit dem Rad zurück ins Leben: Die MS-Selbsthilfegruppe Radfahrlust aus Hessen machte in Dettelbach Station. Die Teilnehmer sind mit dem Liegedreirad ist derzeit auf Mainfranken-Tour – mit dem Ziel, Betroffenen Mut zur Mobilität zu machen.

An der Multiplen Sklerose Erkrankte können aktiv Sport betreiben und ein Stück Freiheit genießen. Das will die Selbsthilfegruppe „Radfahrlust“ betroffenen Menschen zeigen und ihnen Mut machen.

Auch in Dettelbach machte die Selbsthilfegruppe „Radfahrlust“ Station. Etwa 40 Personen, die an der neurologischen Erkrankung Multiple Sklerose (MS) leiden, sind gemeinsam mit 15 Helfern derzeit auf Tour durch Mainfranken. Mit ihren Liegedreirädern können die an Mobilitätseinschränkungen Leidenden selbstständig längere Strecken zurück legen und so einen „Weg zurück ins Leben“ finden. So formuliert es Klaus Vock, der selbst von MS betroffen ist. 2008 initiierte er zum ersten Mal eine etwa einwöchige Tour, die seither jährlich stattfindet und von verschiedenen Herstellern der Spezialräder unterstützt wird.

In diesem Jahr führt die Route von Schweinfurt über den Mainradwanderweg nach Margetshöchheim. Die erste Etappe endete in Stammheim, die zweite in Dettelbach, die dritte in Ochsenfurt. Am vierten Tag will die Gruppe Margetshöchheim erreichen. Zum Abschluss ist am fünften Tag eine Rundfahrt durch Würzburg geplant.

Mit ihrer Rundfahrt will die DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) -Gruppe aus dem Landesverband Hessen Betroffenen Mut machen, sich wieder aktiv zu bewegen, Sport zu treiben, zu reisen und durch Mobilität wieder ein Stück Freiheit zurück zu gewinnen. Selbstbestimmung und Eigenständigkeit könnten so gestärkt werden. Zudem wolle man ein Zeichen für Inklusion und Integration setzen. Als schönen Nebeneffekt, so eine Teilnehmerin, habe man viel Spaß und gewinne neue Freunde.

In Dettelbach standen ein Empfang und eine Führung im KuK sowie eine kleine Stadtführung auf dem Programm. Ein Schluck Dettelbacher Weins stärkte die Teilnehmer nach der anstrengenden Tagesetappe.

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