WILLANZHEIM

Mehr digitale Bildung in der Schule

Wie die Verbandsversammlung des Grundschulverbandes Willanzheim offenbarte, gibt es mehrere Baustellen abzuhandeln.
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Wie die Verbandsversammlung des Grundschulverbandes Willanzheim offenbarte, haben die Schulverbandsmitglieder, die Schulleitung mit dem Lehrkörper und die beteiligten Gemeinden Willanzheim und Seinsheim aktuell und in naher Zukunft mehrere Baustellen abzuhandeln. Wie die Schulverbandsvorsitzende, Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert, informierte, laufen derzeit die Submissionen für die Gewerke zum Umbau und Erweiterung des Willanzheimer Schulhauses. Der Gemeinderat will die Aufträge in seiner Dezember-Sitzung vergeben und im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiter anrücken.

Neue Schule in Willanzheim

Mit dem Bauprojekt wird sich einiges ändern. Denn derzeit gehen alle Grundschüler in Hüttenheim in die Schule und dort kümmert sich derzeit das Hüttenheimer Kindergartenteam um die Mittagsbetreuung. Zum Beginn des Schuljahres 2018/19 sollen die Schüler dann nach Willanzheim ins neue Schulgebäude umziehen und ab diesem Zeitpunkt wird es dann eine Mittagsbetreuung nur noch in Willanzheim geben. Schulleiterin Susann Hillgärtner konnte noch nicht sagen, ob es auch im kommenden Schuljahr fünf Schulklassen sein werden, da die Schulleitung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen könne, wie viele Kinder aus den Eingangsklassen in die dritte Jahrgangsstufe wechseln werden. Verlässlicher sind da die Prognosen über die Schülerzahl.

Schülerzahl wird leicht sinken

Aktuell besuchen 93 Kinder die Schule und weil die Flüchtlingskinder im Ortsteil Markt Herrnsheim nicht mehr an der Schule sind, wird die Schülerzahl in den Folgejahren leicht sinken, aber insgesamt stabil bleiben. Wie Ingrid Reifenscheid-Eckert darlegte, werden die Ratsmitglieder sich demnächst in umliegenden Orten umschauen, um Informationen zu Gestaltungen und Erfahrungswerte über Mittagsbetreuungen an Schulen zu bekommen. Zudem müssen die Verantwortlichen noch eine konkrete Bedarfsnachfrage durchführen, um zu wissen, wie viele Kinder nach Schulschluss zu betreuen sind. Anhand der Zahlen wird dann das pädagogische Konzept umgesetzt und entsprechend Personal eingestellt.

Unterricht an Rechnern

Im Lehrplan der Grundschule steht heutzutage die Komponente „Digitale Schule“, die vorsieht, dass Grundschüler an Rechnern arbeiten und im Internet recherchieren. Das Thema wird derzeit vom Kultusministerium an Kommunen und Schulen herangetragen. Aber noch sind wichtige Rahmenbedingungen wie Rechtssicherheit, Datenschutz und die Organisation der Systembetreuung unklar. Derzeit würden im Landkreis Fortbildungen für Lehrer laufen. Die „Digitale Schule“ erfordert Investitionen in Hard- und Software. Ein Förderprogramm für Sachaufwandsträger solle folgen, doch noch wissen die Kommunen nicht, in welcher Höhe und ab wann entsprechende Investitionen gefördert werden.

Die Schulverbandsversammlung verabschiedete den Haushalt für 2018 mit einem Gesamtvolumen von 162 400 Euro, was etwas unter dem laufenden Jahr liegt. Hierfür sind hauptsächlich die gesunkenen Schülerbeförderungskosten verantwortlich. Da auch die Schülerzahl um zwei auf 93 Schüler steigt, sinkt die Schulumlage auf 1284 Euro pro Schüler. Das bedeutet anhand der Schülerzahlen Gesamtsummen von 78 324 Euro für die Gemeinde Willanzheim und 41 088 Euro für Seinsheim. Durch den Überschuss, der für die Jahresrechnung 2017 erwartet wird, sind kommendes Jahr 3000 Euro für EDV-Bedarf möglich.

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