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Mehr Bäume für mehr Schatten im Friedhof

Wie geht es weiter mit dem Dettelbacher Friedhof? Über eine Sanierung diskutierte der Statrat. Ein Problem sind die Bäume, vor allem im Herbst.
Die Wege im Dettelbacher Friedhof sollen saniert werden. Was konkret gemacht werden soll, wird noch diskutiert.
 

Wie geht es weiter mit dem Dettelbacher Friedhof? Ein Thema, mit dem sich der Stadtrat schon vor einigen Monaten auseinander gesetzt hatte. Damals stellte ein Planungsbüro verschiedene strukturelle und punktuelle Maßnahmen vor, um den Friedhof „zukunftsfähig“ zu machen. Am Montagabend fassten die Räte – nach einer Denkpause – erste Beschlüsse, die konkret ausgearbeitet werden sollen.

Drei Varianten, von einer Neuordnung des gesamten alten Friedhofsteils bis zum Belassen der Anlage mit Lückenschluss, lagen den Räten zur Entscheidung vor.

Schnell ist in der Diskussion klar geworden: Eine komplette Neuordnung kommt nicht in Frage, weil sie vor allem zu viel Unruhe in die Gemeinschaft der Grabnutzer bringen würde.

Einig waren sich die Räte dann, die Grundstruktur der Grabanlagen zu belassen, bestehende und künftige Lücken in den Grabfeldern zu füllen. Im westlichen, ältesten Teil des Friedhofs soll dies ausschließlich mit Urnengräber erfolgen, im östlichen Teil sind daneben auch weiterhin Erdgräber möglich. Mit 10:7 Stimmen beschlossen die Räte weiter, dass Teilsperrungen von Flächen möglich sind, um dadurch größere zusammenhängende Grabanlagen zu erhalten.

Diese größeren Grabanlagen können für Varianten der Urnenbestattung genutzt werden. Bis auf Kolumbarien, Grabkammern mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen, sollen alle vorgeschlagenen Möglichkeiten ausgearbeitet werden. Also sowohl Urnen-Reihengräber, als auch Urnen-Wahlstellen, Urnen-Gemeinschaftsanlagen, Baumbestattungen und anonyme Bestattungsfelder. In einigen dieser Varianten besteht auch die Möglichkeit pflegefreie Grabstellen anzubieten.

„Das Problem mit den Bäumen ist die Sauerei, vor allem im Herbst“
Roland Nagel zu mehr Bäumen im Dettelbacher Friedhof

Auch die Einzelmaßnahmen wurden von den Räten akzeptiert: So sollen demnächst die denkmalwürdigen Grabstellen erfasst und die Platzfläche vor der Aussegnungshalle vergrößert werden. Geplant sind auch Sitzgelegenheiten sowie neue Schöpfbecken und Wasserentnahmesäulen. Zudem sprachen sich die Räte für eine Verbesserung des Hauptwegenetzes im Friedhof aus. Wie und was hier konkret gemacht werden soll ist aber noch offen.

Einig waren sich die Räte auch, den Baumbestand im recht kahlen Friedhof durch die Pflanzung von Einzelbäumen, etwa als Schattenspender im Sommer, zu verbessern. Hier sollte aber ein genauer Blick auf Standort und Baumart geworfen werden. Denn: „Das Problem mit den Bäumen ist die Sauerei, vor allem im Herbst“, sagte Roland Nagel, der mit seinem Ausspruch sicher die Vorwürfe des einen oder anderen Grabeigners vorwegnahm. Pragmatischer sah es Raimund Sauer zum Thema Bäume im Friedhof: „Grün gehört rein.“

Noch nicht diskutiert wurde am Montagabend über die Kosten für die Verbesserung auf dem Friedhof, da diese erst nach den Beschlüssen und weiteren Diskussionen über die Umsetzung ermittelt werden können.

Bürgermeisterin Christine Konrad machte deutlich, dass ein Friedhof als kostenrechnende Einrichtung, von den Grabnutzern zu zahlen ist. Das wurde vom Stadtrat aber bislang nie in voller Höhe umgesetzt.

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