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Mauerbeleuchtung trotz Haribo-Weggangs

Das Werk des Traditionsunternehmens „Bären-Schmidt“ steht vor dem Aus. Jetzt beschäftigte sich der Gemeinderat mit diesem traurigem Kapitel.
Am Vorhaben, markante Mainbernheimer Gebäude ins rechte Licht zur rücken, will der Stadtrat festhalten – auch wenn nach dem Haribo-Abgang weniger Gewerbesteuer zu erwarten ist.
 

Das Werk des Traditionsunternehmens „Bären-Schmidt“ steht vor dem Aus. Bürgermeister Kurt Kraus sprach gleich zu Beginn der Stadtratssitzung am Donnerstag von einem erheblichen Verlust und einem einschneidenden Ereignis für Mainbernheim.

Die Lebkuchenfabrik der Gebrüder Schmidt wurde 1863 gegründet und gehörte seit 1971 zum Haribo-Konzern. Durch das Unternehmen habe Mainbernheim national und international Aufmerksamkeit bekommen. 92 Mitarbeiter seien betroffen, für die die Schließung sehr überraschend komme. Für sie solle jetzt ein Sozialplan entwickelt werden, um sie so weit wie möglich abzusichern.

Für die Stadt selbst bedeute der Weggang einen finanziellen Einschnitt: Die Arbeitsplätze bei Haribo hätten dreißig Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Mainbernheim ausgemacht, sagte das Stadtoberhaupt. „Dadurch wird unsere Steuerkraft geschwächt.“ Der Kommunalausgleich könne das nicht ganz abfangen. Jetzt sei man im Gespräch mit dem Haribo-Konzern. Für die Stadt sei wichtig, dass keine Industriebrache entstehe.

Obwohl oder gerade weil die Firma „Bären-Schmidt“ aufhört, will das Ratsgremium die Stadt für andere „ins rechte Licht“ rücken. Das Projekt „Stadtmauerbeleuchtung“ sei ein zukunftsweisendes Vorhaben und wichtig für Mainbernheim, wo viel in die touristische Entwicklung investiert werde. Das neue Stadtratsmitglied Marc Poser regte an, dieses Projekt zurückzustellen, da in Zukunft nicht mehr mit den Steuereinnahmen des größten Mainbernheimer Unternehmens gerechnet werden könne.

Nach kurzer Diskussion überwog im Gremium die Meinung, dass das Projekt weiterverfolgt und die Zustimmung der Unteren Denkmalbehörde eingeholt werden soll. Die zu erwartenden Kosten sollten bei einem Haushaltsvolumen von sieben Millionen Euro kein Hindernis sein, meinte Erwin Reidelbach. Wenn alle Kostenpositionen vorliegen, soll im Stadtrat entschieden werden, an welchen Gebäuden das modulare Leuchtensystem letztlich angebracht wird, sagte Kraus.

Weitere Punkte der Sitzung:

• Einig waren sich die Räte darin, dass die Beleuchtung in der Mehrzweckhalle auf LED Leuchtmittel umgestellt werden soll. Die jetzigen Halogendampflampen verbrauchen rund 21 000 Watt pro Stunde. Wenn ein neues Leuchtensystem mindestens 50 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen hat und sich die Anschaffungskosten in angemessener Zeit durch Einsparungen wieder ausgleichen, kann ein Zuschuss von 30 bis 40 Prozent in Anspruch genommen werden. Ein Energienutzungskonzept habe ergeben, dass dies zutrifft. „Das haben wir berechnen lassen: Nach etwa vier Jahren wäre die Investition amortisiert“, sagte Bürgermeister Kraus.

• Auf Zustimmung stieß die Detailplanung für die Umgestaltung der Freiflächen in der Nürnberger Straße 2 beim südlichen Stadteingang, die Sylvia Haines vom Planungsbüro Haines-Leger vorstellte.



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