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Marshall Heights wächst und wächst

Kindergärten, Kinderkrippe, neue Wohnblocks in Arbeit: Kitzingens neuester Stadtteil Marshall Heights wächst. Die Entwicklung läuft in verschiedene Richtungen.
Die Sanierung schreitet voran, die ersten Bewohner der sanierten Häuserblocks sind im Anmarsch.
 
von HARALD MEYER

Kitzingens jüngster Stadtteil ist zwar ein belebter und beliebter Handwerker-Treff, aber ansonsten kommt die einstige US-Wohnsiedlung Marshall Heights eher unauffällig rüber. Dabei brummt's innerhalb der 32 Hektar. Neben den Bewohnern der 103 Texashäuser, die vielerorts an ihren Neuerwerbungen werkeln (lassen), ist Investor Georg Wittmann äußerst aktiv. Der geht beim ersten Bauabschnitt mit den Wohnblocks in die Endphase, Teil zwei ist am Start.

Fünf große Blocks sind der wuchtige Teil der ersten Entwicklungsphase. An Nummer eins werden gerade noch die letzten Arbeiten erledigt, während die ersten zwei Wohnungen bezogen sind.

Die künftigen Eigentümer, den zum endgültigen Glück – laut Wittmann – noch der Gang zum Notar fehlt, beleben das Gebäude, das in der Vermarktung ist.

Vier weitere Blocks stehen noch auf Wittmanns Sanierungsliste. Zwei seien zur Hälfte fertig, um dann als Eigentumswohnungen im Immobilienmarkt zu landen. Beim letzten Block sei gerade das Gerüst aufgestellt worden.

„Hier sind umfangreiche Investitionen nötig.“
Georg Wittmann, Investor

Ein dickes Brett bohren muss der Immobilienmakler, wenn er den zweiten Entwicklungsabschnitt anpackt. Fast 20 Wohnblocks – von der Einfahrt der Gabelsberger Straße bis kurz vor den Texashäusern – warten auf ihre Erlösung aus dem Dornröschenschlaf.

Das wird heftig: „Hier sind umfangreiche Investitionen nötig“, betont Wittmann. Zu dem Bereich gehören auch der einstige Kindergarten, die alte Schule mit zwei Anbauten und der frühere US-Verbrauchermarkt.

Die Stück-für-Stück-Belebung beschert dem neuen Stadtteil auch viele Kinder. So wird im ehemaligen US-Kindergarten – zwischen den Texashäusern und den ersten Wohnblocks – eine Kindertagesstätte eingerichtet. 103 Plätze sind in dem rund 1000 Quadratmeter großen Gebäude geplant. Anfang 2019 soll das Haus, das die Stadt Wittmann zufolge erwirbt, in Betrieb gehen.

Weil es schon jetzt großen Bedarf gibt, mietet die Stadt für vier Jahre einen Nebenbau der einstigen Elementary School, die unweit der B 8-Zufahrt im künftigen dritten Entwicklungsabschnitt liegt. Maximal 50 Kindergarten- und Krippenkinder sollen hier betreut werden. Heizung, Wasser und Strom seien in dem Gebäude komplett erneuert worden.

Was Marshall Heights noch fehlt, ist ein Geschäft für die Dinge des täglichen Bedarfs. Wittmann ist zwar nach eigenen Worten im Gespräch mit „Lebensmittlern, die da hin wollen“, aber noch nicht auf der Zielgeraden. Der Investor bleibt aber am Ball: „Ich will dort einen Versorger etablieren.“

Keine Möglichkeit – zumindest derzeit – sieht der Immobilienmakler für die Factory-Outlet-Center-Idee (FOC) in Marshall Heights. Mit der war er im Juli im Stadtrat gescheitert, als er die FOC-Pläne als Alternative für den Wohnungsbau in der Breslauer Straße präsentierte. Dabei gab's aus den Reihen des Rats die Empfehlung, doch das eigene Gelände am Kitzinger Ortseingang für die Fachmärkte ins Auge zu fassen.

Das sei „sehr schwierig von der Topografie her“, sagt Wittmann mit Blick auf die wenigen freien Flächen – vor allem in Hanglage. Für ihn ist jedenfalls die FOC-Idee „nicht tot“.

Er setze weiter darauf, dass die Stadt die Chance für eine geschäftliche Belebung der Siedlung sehe. Dort gebe es schließlich genügend Möglichkeiten, neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

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