Mainfrankenhof droht die Insolvenz

Wegen Zahlungsunfähigkeit der Mainfrankenhof Schwarzenau GmbH ist am 7. Januar den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden.
Schälen für Großabnehmer: Die Mainfrankenhof Schwarzenau GmbH ist wegen Zahlungsunfähigkeit in wirtschaftlicher Schieflage.
 
von HARALD MEYER

Wegen Zahlungsunfähigkeit der Mainfrankenhof Schwarzenau GmbH hat Geschäftsführer Werner Sendner am 7. Januar beim Amtsgericht Würzburg den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dies teilte die Mainfränkische Werkstätten GmbH in einem Presseschreiben mit.

Schälbetrieb betroffen

Die Insolvenz des – 1999 gegründeten – Betriebs betreffe nicht die Mainfränkische Werkstätten GmbH, heißt es in der Mitteilung. Diese sei über eine Tochtergesellschaft, die Modell Integrationsgesellschaft (mig GmbH), als Minderheitsgesellschafter mit 45 Prozent an der Mainfrankenhof Schwarzenau GmbH beteiligt. Andere Gesellschafter seien mit 49 Prozent die Kartoffel GmbH und mit sechs Prozent die Abtei Münsterschwarzach. Beim Insolvenzverfahren gehe es nur um das Vermögen der Mainfrankenhof Schwarzenau GmbH.

Der Mainfrankenhof, ein Kartoffel- und Karottenschälbetrieb, beschäftigt rund 25 Mitarbeiter. Menschen mit und ohne Behinderung sind hier tätig. Die Beschäftigten verarbeiten laut Pressetext jährlich bis zu 1200 Tonnen Kartoffeln aus regionalem Anbau zu Schälkartoffeln und anderen Produkten.

14 Mitarbeiter mit Handicap sind der Mitteilung zufolge als Werkstattbeschäftigte der Mainfränkischen Werkstätten beim Schälen und Verarbeiten in dem Betrieb tätig – auf der Grundlage eines Dienstleistungsvertrages.

Jobs sollen erhalten bleiben

Die Beschäftigten mit Behinderung müssen sich laut Aussage des Geschäftsführers der Mainfränkischen Werkstätten, Dieter Körber, keine Sorge um ihre Zukunft machen. Ihre Arbeitsplätze „im Mainfrankenhof Schwarzenau waren und sind stets von den Mainfränkischen Werkstätten gesichert“.

Die übrigen – laut Info aus dem Mainfrankenhof – rund zehn weiteren Jobs möchte Körber ebenfalls erhalten wissen: „Sollte es zu keiner Fortführung am jetzigen Standort kommen, werden wir, obwohl nur mit einer Minderheit beteiligt, alles tun, um auch die übrigen Arbeitskräfte in den Betriebsstätten der Unternehmensgruppe der Mainfränkischen Werkstätten weiter zu beschäftigen. Menschen und ihre Beschäftigung liegen uns besonders am Herzen. Sie sind das Fundament der Unternehmensgruppe der Mainfränkische Werkstätten.“

Die Mainfränkischen Werkstätten sind eine gemeinnützige Gesellschaft, die laut Internet-Portal rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 1300 Menschen mit Behinderung. Hauptstandorte der diversen Unternehmen unter dem Firmendach sind Würzburg, Kitzingen, Ochsenfurt und Gemünden. Kleinere Niederlassungen gibt es in Marktheidenfeld und Wernfeld.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.