Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Kunst verbindet

In Mainstockheim stellen begeisterte Bürger ein Kulturprogramm auf die Beine.
kajdsfkj
 

Der erste Erfolg hat sich schon eingestellt. Lange bevor das Projekt an diesem Samstag offiziell eröffnet wird. Die Kulturzeichen 2017 bringen Menschen zusammen und lassen sie kreativ tätig werden. Bestes Beispiel: Mainstockheim.

Acht unterschiedliche Persönlichkeiten haben sich am Tisch des ehemaligen Gasthauses Stern niedergelassen. Melinda Hillion und Peter Brandner haben hier eine Kreativwerkstatt eingerichtet. Genau der richtige Ort, um über die kommenden Wochen zu diskutieren. Mainstockheim wird im Juli im Zeichen der Kulturzeichen stehen. Das Thema: Wasser? Wasser!

Michael Hofmann ist in Mainstockheim aufgewachsen, seine Eltern leben immer noch dort. Allzu oft ist er in den letzten Jahren nicht in den Ort seiner Kindheit gekommen. Im November kam die Anfrage, ob er bei den Kulturzeichen mitmachen wolle. „Ich habe spontan zugesagt“, erinnert er sich. Seither ist der Geschäftsführer einer Softwarefirma und begeisterte Fotograf immer wieder durch Mainstockheim gelaufen. „Mit viel offeneren Augen“, sagt er. „Mit einem anderen Blick.“ Er habe sich in der gesamten Vorbereitungszeit nicht eingeengt gefühlt, hatte völligen Freiraum bezüglich seines Beitrages, lobt er die künstlerische Koordinatorin Melinda Hillion. Das Beste am Projekt sei allerdings, dass er interessante Menschen kennengelernt hat. Menschen wie Nadja Sey- stahl.

„Hier im Ort ist so viel Potenzial“
Nadja Seystahl, Mit-Organisatorin Kulturzeichen

Bei ihr laufen die Fäden zusammen, sie hat die Organisation in die Hände genommen. „Hier im Ort ist so viel Potenzial“, staunt sie. „Man muss nur davon erfahren.“ Nachdem das Landratsamt im Herbst des vergangenen Jahres den Startschuss gegeben hatte, waren die Kulturzeichen auch im Mainstockheimer Gemeinderat ein Thema. „Wir waren gleich dafür“, erinnert sich Ratsmitglied und Künstler Peter Brandner. Ein Budget für die Materialkosten ist verabschiedet worden, von der LAG Ziel kamen weitere 1200 Euro als Anschubfinanzierung hinzu. Ansonsten arbeiten die Künstler ehrenamtlich.

Schnell hatte sich ein Netzwerk gebildet aus Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten, die sich in dem überschaubaren Weinort vorher kaum über den Weg gelaufen sind. Mit Thomas Popp hat sich unter anderem ein IT-Experte für das Projekt begeistert. So konnte eine eigene Homepage erstellt werden, zusammen mit der Grafikerin Dagmar Ungerer-Brams wurden professionelle Flyer gestaltet. Die Künstlerin Melinda Hillion war federführend für die kreative und künstlerische Ausgestaltung des Projektes. Ihre Kernidee: Einen Kunstweg durch den Ort schaffen, der an mehreren Stationen zum Verweilen und Betrachten einlädt. Fotografien zum Thema Wasser gibt es beispielsweise im Rathaus zu sehen, die Kindergartenkinder haben Wassermelonen am Riedbach gepflanzt. Street Art gibt es im Gasthaus zum Stern sowie am Grabendamm. Und im Schloss Ebracher Hof stellt der syrische Künstler Salah Abdullah seine Acryl- und Kohlezeichnungen aus.

Der Kunstweg kann jederzeit auf eigene Faust entdeckt werden. Noch spannender ist es allerdings bei einer Führung. An den ersten drei Samstagnachmittagen im Juli laden die Künstler zu solchen Rundgängen durch den Ort ein, der Abschluss ist jeweils an der Mainfähre mit Livemusik und einem Gläschen Wein geplant. „So wird die Fähre zu einem kulturellen Zentrum, zu einer Plattform, die künstlerisch genutzt werden kann“, freut sich Brandner, der sich ein wenig an die Aufbruchstimmung während des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“, erinnert fühlt. Damals sei schon ein Ruck durch den Ort gegangen. „Jetzt gibt es auch wieder einen neuen Schwung.“ Ein Besuch lohne sich für Auswärtige und Mainstockheimer gleichermaßen, versichert er. Brandner hat die meiste Zeit seines Lebens in Mainstockheim verbracht und im Zuge des Kunstprojektes selbst Neues entdeckt: Das rund 150 Jahre alte Bauwerk für den Hochwasserschutz beispielsweise.

Für Maja Schmidt, Regionalmanagerin beim Landratsamt Kitzingen und Motor der Kulturzeichen 2017, ist das Mainstockheimer Engagement vorbildlich. „Hier gibt es keine Kulturinstitution und auch keinen eingespielten Kulturverein“, betont sie. „Stattdessen hat sich eine Gruppe engagierter Bürger und Künstler zusammengetan, um gemeinsam passend zum Thema etwas zu entwickeln.“ Geht es nach Melinda Hillion und dem Kern des Projektteams, werden die Kulturzeichen 2017 kein Einzelfall sein. Im nächsten Jahr stehen die landkreisweiten Veranstaltungen unter dem Motto „Garten“. „Da werden wir wieder dabei sein“, kündigt sie mit leuchtenden Augen an – und erntet begeistertes Nicken aller Mitstreiter am Tisch.

Kulturzeichen Mainstockheim

Eröffnung am Samstag, 24. Juni, um 16 Uhr am Rathaus.

Führungen am 1., 8. und 15. Juli, jeweils um 16 Uhr. Treffpunkt am Rathaus. Abschluss an der Mainfähre bei Livemusik und einem Glas Wein (keine Anmeldung). Kosten: 5 Euro pro Person.

Märchenerzählung für Erwachsene mit Heike Appold am Freitag, 7. Juli, um 19.30 Uhr auf der Mainfähre. Kosten: Sieben Euro. Reservierungen unter Tel. 0151/1782910.

Weitere Informationen unter www.mainstockheim.de



noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.