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Konzert in der Synagoge zum Gedenken an Pfarrer Walz

Zum Gedenken an Helmut Walz, ehemals Pfarrer der evangelischen Gemeinde Obernbreit, gibt einer der weltbesten Marimba-Virtuosen am 25. April ein Konzert.
Helmut Walz war von 1981 bis 1999 Pfarrer der evangelischen Gemeinde Obernbreit. Zu seinem Gedenken lädt der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge zu einem Konzert ein. Das aus gutem Grund: Pfarrer Walz, gestorben am 17. März 2011, wäre im vergangenen September 80 Jahre alt geworden.  Damals überlegten die Fördervereinsmitglieder, wie sie die Erinnerung an den Seelsorger wach halten könnten und kamen auf die Idee, einen Künstler einzuladen. Am Dienstag, 25. April, 20 Uhr, tritt nun um 20 Uhr der abwechselnd in Berlin und Jerusalem lebende Alex Jacobowitz in der ehemaligen Synagoge auf (der Eintritt ist frei). Auf dem Marimbafon, ein Instrument, das mit Schlägeln angeschlagen, gibt er eine Kostprobe seines Könnens. Er gilt als einer der weltbesten Marimba-Virtuosen, so die Ankündigung des Fördervereins. Ganz im Sinne von Pfarrer Walz wirbt Alex Jacobowitz mit seiner Musik für Völkerverständigung und Mitmenschlichkeit.  Der Pfarrer hat mit seiner Entdeckung einst dafür gesorgt, dass die ehemalige Obernbreiter Synagoge zu neuem Leben erwachte. 84 Jahre lang war das unscheinbare Gebäude ohne eigene Hausnummer in der Kirchgasse als Scheune, Reparaturwerkstatt oder Abstellhalle für landwirtschaftliche Geräte genutzt worden. Ein in der Nordmauer eingelassener Stein war stark verwittert und teils unter Putz und Farbe kaum mehr erkennbar. Vielen Obernbreitern war nicht bekannt, dass dieses Gebäude ursprünglich die Synagoge war. 1996 ließ Pfarrer Helmut Walz zu seinem 60. Geburtstag den Stein renovieren und schuf damit die Grundlage dafür, dass im Ort die Bedeutung des Baues erkannt wurde. Darüber hinaus war es Pfarrer Walz ein Anliegen, dass das Haus seinem historischen Stellenwert gemäß wieder genutzt werden sollte. Zusammen mit 18 engagierten Bürgern ging er ab 2005 an die Gründung des Träger- und Fördervereins ehemalige Synagoge. 103 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile. Beim Erwerb des Gebäudes für den Verein spielte der Pfarrer die maßgebliche Rolle, lässt Vorsitzender Friedrich Heidecker wissen. Bedenken der Gegner des Projekts der Umgestaltung des Gebäudes und Zweifel an dessen Verwirklichung konnte er fast immer zerstreuen. Auch auf der Baustelle war Pfarrer Walz im Einsatz: Bei der Freilegung der Mikwe war er eines der ältesten Mitglieder des Teams mit den meisten Arbeitsstunden. Die Vollendung der Umgestaltung der ehemaligen Synagoge zu einem Raum des Erinnerns und der Begegnung hat er nicht mehr miterlebt.
 

Helmut Walz war von 1981 bis 1999 Pfarrer der evangelischen Gemeinde Obernbreit. Zu seinem Gedenken lädt der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge zu einem Konzert ein. Das aus gutem Grund: Pfarrer Walz, gestorben am 17. März 2011, wäre im vergangenen September 80 Jahre alt geworden.

Erinnerung wach halten

Damals überlegten die Fördervereinsmitglieder, wie sie die Erinnerung an den Seelsorger wach halten könnten und kamen auf die Idee, einen Künstler einzuladen. Am Dienstag, 25. April, 20 Uhr, tritt nun um 20 Uhr der abwechselnd in Berlin und Jerusalem lebende Alex Jacobowitz in der ehemaligen Synagoge auf (der Eintritt ist frei). Auf dem Marimbafon, ein Instrument, das mit Schlägeln angeschlagen wird, gibt er eine Kostprobe seines Könnens. Er gilt als einer der weltbesten Marimba-Virtuosen, so die Ankündigung des Fördervereins. Ganz im Sinne von Pfarrer Walz wirbt Alex Jacobowitz mit seiner Musik für Völkerverständigung und Mitmenschlichkeit.

Entdeckung des Pfarrers

Der Pfarrer hat mit seiner Entdeckung einst dafür gesorgt, dass die ehemalige Obernbreiter Synagoge zu neuem Leben erwachte. 84 Jahre lang war das unscheinbare Gebäude ohne eigene Hausnummer in der Kirchgasse als Scheune, Reparaturwerkstatt oder Abstellhalle für landwirtschaftliche Geräte genutzt worden. Ein in der Nordmauer eingelassener Stein war stark verwittert und teils unter Putz und Farbe kaum mehr erkennbar. Vielen Obernbreitern war nicht bekannt, dass dieses Gebäude ursprünglich die Synagoge war. 1996 ließ Pfarrer Helmut Walz zu seinem 60. Geburtstag den Stein renovieren und schuf damit die Grundlage dafür, dass im Ort die Bedeutung des Baues erkannt wurde.

Von 18 engagierten zu 103 Vereinsmitgliedern

Darüber hinaus war es Pfarrer Walz ein Anliegen, dass das Haus seinem historischen Stellenwert gemäß wieder genutzt werden sollte. Zusammen mit 18 engagierten Bürgern ging er ab 2005 an die Gründung des Träger- und Fördervereins ehemalige Synagoge. 103 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile. Beim Erwerb des Gebäudes für den Verein spielte der Pfarrer die maßgebliche Rolle, lässt Vorsitzender Friedrich Heidecker wissen. Bedenken der Gegner des Projekts der Umgestaltung des Gebäudes und Zweifel an dessen Verwirklichung konnte er fast immer zerstreuen.

Auch auf der Baustelle war Pfarrer Walz im Einsatz: Bei der Freilegung der Mikwe war er eines der ältesten Mitglieder des Teams mit den meisten Arbeitsstunden. Die Vollendung der Umgestaltung der ehemaligen Synagoge zu einem Raum des Erinnerns und der Begegnung hat er nicht mehr miterlebt.

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