Gewalttat

Katzen das Rückgrat gebrochen

Zwei Katzen sind am Ortsrand von Sickershausen tot aufgefunden worden. Die Polizei vermutet, dass sie umgebracht wurden. Inzwischen wird ein drittes Tier vermisst.
Grüne Augen, schwarz-weißes Fell: "Luigi" war ein hübscher Kerl.  Fotos: privat
 
Tanja König kämpft mit den Tränen und mit der Wut. Die 35-Jährige aus Sickershausen, ihr Mann und ihre beiden Kinder trauern um ihre drei Katzen, von denen mindestens zwei gewaltsam zu Tode gekommen sind: die zehn Monate alte "Rosie" und der etwa fünfjährige "Luigi". Das getigerte Kätzchen und der schwarz-weiße Kater wurden mit gebrochenem Genick beziehungsweise Rückgrat außerhalb von Sickershausen gefunden - Rosie am 9. Januar, Luigi gestern. Vermisst wird zudem die etwa neunjährige Katze "Elvira" - und auch drei weitere Stubentiger aus der Nachbarschaft sind verschwunden.

Die toten Tiere wiesen keine sichtbaren Verletzungen auf. Die Polizei vermutet, dass sie umgebracht wurden. Anhaltspunkte, wer der Täter sein könnte, gibt es jedoch nicht.

Dass sie versehentlich überfahren wurden, sei "sehr unwahrscheinlich", stellt Joachim Gillich fest, der den Fall bei der Polizei Kitzingen bearbeitet.

Beide Samtpfoten entfernten sich gewöhnlich nicht weit vom Haus der Familie. "Unsere drei Katzen waren allesamt Fundtiere, die niemand haben wollte. Wir haben sie gesund gepflegt und kastrieren lassen", berichtet Tanja König. "Sie waren voll in die Familie integriert und keine ´ Streuner´, sondern unsere dankbaren Freunde."
Auf dem Lande sollten Katzen doch eigentlich willkommen sein, meint König, "denn diese Tiere waren schon seit eh und je Bestandteil des Landlebens".
Joachim Gillich hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, damit nicht noch weitere Katzen getötet werden. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Kitzingen, Telefon 09321/ 1410, zu melden.





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