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Region  // Kitzingen

Kabel für die Zukunft: Leoni baut topmodernes Werk

Der Kabelanbieter Leoni will sich intensiver den Herausforderungen stellen, die autonomes Fahren mit sich bringt. Dafür nimmt der Konzern jetzt Millionen in die Hand.
Gewinnwarnung: Der Autozulieferer Leoni blickt auf dieses und das kommende Jahr pessimistischer als zuvor. Im dritten Quartal sei der Gewinn überraschend gesunken.
 

Der Kabelanbieter Leoni will sich intensiver den Herausforderungen stellen, die autonomes Fahren mit sich bringt. Dafür hat der Nürnberger Konzern jetzt 90 Millionen Euro in die Hand genommen, um in der mittelfränkischen Kreisstadt Roth eine „Fabrik der Zukunft“ bauen zu lassen. Am Mittwoch war Spatenstich.

Fabrik in Roth hat 800 Mitarbeiter

Wie die Leoni AG in einer Mitteilung weiter darlegt, sollen in dieser Fabrik Kabel entwickelt und hergestellt werden, die die großen und schnellen Datenmengen in autonom fahrenden Autos bewältigen können. Es soll das modernste Kabelwerk in Europa werden. Ab Anfang 2019 soll die Produktion im bestehenden Werk in Roth in die neue Fabrik umziehen – und damit seine 800 Mitarbeiter.

An der neuen Adresse will Leoni 400 000 Kilometer Kabel pro Jahr produzieren – ähnlich viel wie bislang. Das würde reichen, um die Leitungen am Äquator zehn Mal um die Erde zu wickeln. Es sei mittelfristig eine Steigerung der Produktion geplant, sagte Firmensprecher Sven Schmidt auf Anfrage.

Keine Auswirkungen auf den Standort in Kitzingen Die Produktpalette in der neuen Fabrik umfasst nach Firmenangaben nicht nur die hochmodernen Kabel für autonomes Fahren, sondern auch Glasfaserleitungen für die Telekommunikation sowie spezielle Kabel für Elektro- und Hybridautos. Roth ist Leonis Zentrum für den Bereich Draht/Kabel. In Kitzingen sitzt indes das Hauptquartier für Bordnetze (900 Mitarbeiter). Insofern habe die neue Fabrik in Roth „keine direkten Auswirkungen“ auf den Standort Kitzingen, sagte Leoni-Sprecher Schmidt. Ja zum Standort Deutschland

Der nach eigener Darstellung führende europäische Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche war in jüngster Vergangenheit unter anderem wegen eines Umsatzrückgangs und eines firmeninternen Betrugsfalles über 40 Millionen Euro

ins Schlingern geraten. Doch mittlerweile ist die Chefetage wieder zuversichtlich: Man strebe fürs laufende Jahr ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn an, kündigte Vorstandsvorsitzender Dieter Bellé bei der Bilanzpressekonferenz vor zwei Wochen an (wir berichteten).

Die neue Fabrik in Roth sei „ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung unseres Geschäftsbereiches“, wird Bruno Fankhauser in der Mitteilung zitiert, das für den Bereich Draht/Kabel verantwortliche Vorstandsmitglied. Mit der Investition will Leoni künftig auch moderne Arbeitsplätze schaffen und ein Ja zum Standort Deutschland ausdrücken.

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