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Glückwunsch, Rudolf Löhr!

Seinen 70. Geburtstag feiert Rudolf Löhr an diesem Donnerstag. Der ehemalige Bürgermeister kann endlich ruhig schlafen.
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von REGINA STERK

aus Segnitz hat am Donnerstag seinen 70. Geburtstag gefeiert. Der ehemalige Bürgermeister stammt ursprünglich aus Marktbreit, fand aber den Weg über den Main in die Gärtnergemeinde. Aus dem Maintal heraus führte ihn zunächst seine berufliche Planung: An ein Maschinenbaustudium schloss sich die Diplomarbeit bei Daimler an. Weil die so gut war, bekam Löhr auch ein dauerhaftes Jobangebot in Stuttgart. Er lehnte dies aber ab, denn zwischen Franken und Schwaben pendeln wollte der heimatverbundene Segnitzer nicht. Also schloss er noch ein weiteres Studium in Berlin an, um an verschiedenen Schularten unterrichten zu können. Neben dem Studium verdiente Löhr sich sein Geld mit Lkw-Fahren und Musik, denn seine Eltern konnten ihn finanziell nicht unterstützen.

Nach dem Studium folgte 1976 die Hochzeit mit seiner Frau Elisabeth, die zwei Söhne auf die Welt brachte. Die Familie wurde in Segnitz sesshaft und Löhr unterrichtete an Berufsschulen im Raum Würzburg. Geblieben ist die Leidenschaft für Musik: Noch heute spielt er in der Gruppe „Four Friends“ das Schlagzeug, singt im Gesangverein oder hilft in der einen oder anderen Blaskapelle aus.

Die zweite Leidenschaft für den Sport brachte Rudolf Löhr schließlich in die Kommunalpolitik: Als Vorsitzender des Segnitzer Turnvereins kandidierte er für den Gemeinderat und erhielt prompt einen Sitz. Es folgte eine Periode als dritter Bürgermeister und schließlich 18 Jahre als Ortschef. In dieser Zeit hatte Löhr einige harte Nüsse zu knacken und er kann noch heute vieles im Detail erzählen. Besonders sticht hier wohl die sogenannte „Arsen-Sanierung“ hervor, bei der weite Teile der Mainlände von dem Giftstoff befreit werden mussten. Um die Kosten dafür hat Löhr als Bürgermeister hart mit dem damaligen Innenminister Günther Beckstein gerungen und sich als zäher Verhandlungspartner erwiesen. Worauf er besonders stolz ist: Zehn Jahre später hinterlässt er ein mit 1,5 Millionen Euro gut gefülltes Rücklagenkonto.

Im September musste er sein Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen, obwohl er die Amtsperiode gerne noch zu Ende geführt hätte. Schließlich stehen jetzt mit der Dorferneuerung einige Projekte auf der Agenda, die er seit Jahren mit angeschoben hatte. Dennoch trauert er dem Amt nicht nach: Dass jetzt niemand mehr anruft, weil ein Nachbar falsch geparkt hat oder ein Wasserrohrbruch nachts über die Straße sprudelt, lässt ihn ruhiger schlafen.

Für die Zukunft wünscht sich der Jubilar vor allem Gesundheit und noch viele Gelegenheiten, mit Familie und Freunden zu feiern. Der Anfang wurde am Donnerstag gemacht, als neben Landrat Paul Streng (im Bild) und einigen Bürgermeisterkollegen sich Nachbarn und Freunde die Klinke in die Hand gaben. Text/Foto: Regina Sterk

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