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Geiselwinder Kerwa brachte manchen Zuhörer ins Schwitzen

Die Murrmänner hatten am Wochenende in Geiselwind wieder das Zepter übernommen. Zahlreiche Besucher waren zur Kirchweih gekommen.
Bürgermeister Ernst Nickel als General Murrmann und sein neuer Prediger Christian Lang (vorne) begrüßten zur Geiselwinder Kirchweih die Besucher am Marktplatz.
 
von ANDREAS STÖCKINGER

Der ein oder andere der zahlreichen Besucher am Geiselwinder Marktplatz ist am Kirchweihsonntag mächtig ins Schwitzen gekommen. Das lag zum einen an der Herbstsonne. Zum anderen könnte daran die Kirchweihpredigt Schuld gewesen sein, bei der die Geiselwinder Jugend wieder einiges aus dem Ortsgeschehen aufdeckte.

Gleich zwei Premieren bot der große Tag. So trug erstmals Christian Lang als Prediger die Episoden von der „Bäcker-Kanzel“ vor. Zum anderen durften erstmals die Mädels, die sich „Murrmanns-Katzen“ nennen, auch offiziell beim Geschehen der Murrmänner, also der Kirchweih-Burschen, mitmischen. Gleich zwei Wagen hatten die jungen Damen beim Umzug am Start. Um den Nachwuchs braucht sich die Kirchweih-Jugend wohl auch keine Sorgen zu machen. Der Kindergarten schickte einen Wagen mit den „Murrmann-Kids“ im Zug mit. Begleitet wurde der Umzug von der Steigerwaldkapelle.

Eher geschwitzt haben dürfte Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel. Er repräsentierte die Symbolfigur, den schwedischen General Murrmann, und begrüßte die Gäste hoch von der Kanzel aus. Dann legte Prediger Christian Lang los. Er berichtete unter anderem vom Maibaum-Aufstellen, bei der einige Murrmänner zur Abkühlung in den Brunnen stiegen. Zum Ausklang der Party schickte ein Anwohner sogar die Polizei vorbei, was bei den Burschen auf wenig Verständnis stieß.

Gleich drei Banküberfälle in den vergangenen Monaten beschäftigten den Prediger. „Was lockt die Diebe und Räuber zu uns?“, wunderte er sich. Dass ein Bankangestellter mit den Räubern lieber Verstecken spielte, als Zivilocourage zu zeigen, nahm Lang aufs Korn. „Ein starkes Stück.“ Dazu mokierte er sich über eine Panne beim Autobahn-Bau, als ein Teil der Gemeinde für längere Zeit von der Wasserleitung getrennt wurde. Das wäre mit den Murrmann-Fachkräften aus jeder Branche nicht passiert.

Im Sommer machte ein Zirkus Station in der Gemeinde, der zwar Spenden sammelte, aber überhaupt keine Vorstellung gab, weil ihm zu wenig Zuschauer erschienen. „30 Murrmänner hätten locker den Auftritt gerettet“, schlug der Prediger zur Attraktivitätssteigerung vor. Warum sich der Bau des Supermarkts wegen einiger Eidechsen so lange verzögert habe, wunderte die Murrmänner. Anscheinend habe man auf dem Gelände „Dinosaurier-ähnliche Reptilien“ vermutet.

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