ALTENSCHÖNBACH

Ein Jubeljahr für den SV Altenschönbach

1948 wurde der SV Altenschönbach-Siegendorf gegründet – 2018 feiert er sein Jubiläum. Ein Blick auf die Geschichte des Vereins:
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Die Altenschönbacher Fußballer bei einem Festzug im Jahr 1960.
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Am 1. Dezember 1948 gründeten 25 Männer im Gasthaus „Lindners Erben“ (jetzt Schwarzer Adler) den SV Altenschönbach-Siegendorf mit Sitz in Altenschönbach. Einfach war es damals nicht einen Verein zu gründen – jedes Mitglied der Vorstandschaft musste der amerikanischen Militärbehörde in Gerolzhofen den Nachweis erbringen, nicht einer NS-Organisation angehört zu haben.

Müllers Backstube als erstes Vereinslokal

Ins erste Vorstandschaftsgremium wurden Georg Grübel (Vorsitzender), Bruno Brechenbauer (Stellvertreter), Heinrich Gambichler (Kassier) und Walter Maiwald (Schriftführer) gewählt. Müllers Backstube war das erste Vereinslokal und Fußball war in den Anfangszeiten die einzige Sportart im Verein. Das Spielfeld lag in Siegendorf und wurde, da es recht klein war, nach Altenschönbach verlegt. Die ersten Trikots stammten aus dem Erlös vom Theaterspielen.

Zwischen 1952 und 1960 gab es mehrere Wechsel an der Spitze des Vereins: Hans Hopfengart, Friedrich Geuter, Helmut Trost, Josef Bittner und Georg Kern hatten den Posten in dieser Zeit inne. Vor allem Georg Kern, so steht es in der Vereinschronik, mit seinem unermüdlichen Einsatz sei es zu verdanken, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Mit Max Lindner an der Spitze kam dann wieder neuer Schwung in den Verein: Fünf Jahre hintereinander erhielten die Fußballer den Fairnesspreis, acht Jahre blieben sie ohne jeglichen Feldverweis.

Leichtathletik, Korbball und Faustball

Weiteren Aufschwung nahm das Vereinsleben mit der Gründung einer Leichtathletikabteilung im Jahr 1960 unter der Leitung von Walter Hahn. Helmut Scharf war 1969 der Wegbereiter bei der Gründung einer Korbballabteilung mit dem Abteilungsleiter Fred Hahn. Faustball kam ab 1969 dazu und über mehrere Jahre spielte der Verein im Altlandkreis Gerolzhofen eine dominante Rolle. Von 1965 bis 1967 sprang Georg Kern noch einmal als Vorsitzender ein, 1967 löste ihn Heinz Eberlein ab. Unter der Führung von Heinz Zink ab 1971 wurde die ehemalige Schule zum Sportheim umfunktioniert.

Jugendfußball gab es ab 1975 mit dem SV Kirchschönbach – 1978 liefen die Planungen für den neuen Sportplatz an. Von 1979 bis 1983 führte Hans-Dieter Kern als damals jüngster Vorsitzender im Landkreis den Verein. Noch einmal, von 1983 bis 1993, stand wiederum Heinz Zink an vorderster Front. Die Inbetriebnahme des neuen Sportgeländes erfolgte 1984 mit einem großen Sportwochenende. Eine Gymnastikabteilung wurde 1985 gegründet.

Der Schlossberglauf als großes Event

Kurt Zink führte den Verein von 1993 bis 2001. Zum 50 jährigen Vereinsjubiläum 1998 fand der erste Schlossberglauf statt, der bis zum heutigen Tag jährlich bis zu 300 Läufer anlockt. Bernd Dornberger und seine Schwester Monika Münich waren dabei damals und sind heute noch federführend. Im Jahr 2001 – unter dem Vorsitz von Helmut Scharf – gründete man mit dem SV Siegendorf die Fußballspielgemeinschaft. Im gleichen Jahr gingen die Korballerinnen den Zusammenschluss mit dem TSV Prichsenstadt ein.

Hans-Dieter Kern stellte sich ab 2009 wieder als erster Vorsitzenden zur Verfügung und steht dem Verein bis heute vor. Die silberne Raute durch den Bayerischen Fußballverband (BFV) erhielten die Altenschönbacher wiederholt. Mehrere Stadtpokalsiege und Meisterschaften erreichten die Fußballer im Laufe ihrer Vereinsgeschichte – und auch die Korbballerinnen standen da nicht hintenan.

Zum 70-jährigen Vereinsjubiläums stehen demnächst in der Jahreshauptversammlung die Ehrungen verdienter Mitglieder an. Das Jubiläumsjahr 2018 ist gut vorbereitet und bei vielen Veranstaltungen können die Mitglieder und Gäste das Jubiläum gebührend feiern.

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