Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Region  // Kitzingen

Drei Umweltpreise wurden im Landkreis vergeben

Ob sie Kindern die Natur näherbringen, sich um Baumpflanzungen oder einen Unterschlupf für Fledermäuse kümmern – das Engagement der Preisträger ist vielseitig.
Ernst Stöcker, Norbert Schneider und Katja Kahl sind die Umweltpreisträger des Landkreises Kitzingen, die am Donnerstag von Landrätin Tamara Bischof (hinten von links) ausgezeichnet wurden. Natürlich ließen es sich die Kinder aus der Waldgruppe des von Katja Kahl geleiteten Kinderhauses nicht nehmen, an der Preisverleihung teilzunehmen. Es sind von links Anne Stadtelmeyer, Enola Schumann, Mano Stadtelmeyer, Nils Bühringer und Karina Bodendorfer.
 

Das gibt es auch nicht alle Tage im Sitzungssaal des Landratsamts Kitzingen: In der ersten Reihe, gleich unterhalb der Landrätin, sitzen am Donnerstagnachmittag neben etlichen Erwachsenen auch fünf Kinder im Alter von drei bis acht Jahren. Sie sind Teil der Waldgruppe des Kinderhauses Sternenhimmel in Nenzenheim, dessen Leiterin Katja Kahl die dritte Trägerin des Umweltpreises 2016 des Landkreises Kitzingen ist.

Umweltbewusstes Verhalten lernen

Und es sind so richtig brave Kinder, die da nach Kitzingen gekommen sind: Artig beantworten sie die Fragen von Tamara Bischof nach Name und Alter. Ihnen allen gefällt die Waldgruppe, auch wenn es mal kalt und nass da draußen rund um den Bauwagen ist. Ebenfalls gern besuchen sie die Waldtage und die Lernwerkstatt Natur, die seit 16 Jahren Bestandteil des Kinderhauses ist und von Katja Kahl initiiert wurde.

Dafür, für das Lehren eines umweltbewußten Verhaltens sowie für die Vermittlung von Zusammenhängen der Natur erhielt Kahl den mit 100 Euro dotierten dritten Preis.

Angebot von Baumschnittkursen

Erster Preisträger ist Norbert Schneider aus Wiesentheid, der seit der Gründung der heuer 30 Jahre alten Ortsgruppe des Bundes Naturschutz an deren Spitze steht. Zwar hat die Gruppe inzwischen 214 Mitglieder, doch die Last der Arbeit liegt auf den Schultern nur weniger, wie aus seiner Dankesrede hervorging.

Natürlich auch auf seinen, die Liste der Aktivitäten, die Bischof vorträgt, ist lang. Sie umfasst etwa die Pflanzung vieler Bäume, das Angebot von Baumschnittkursen, die Beteiligung an 20 Ferienpassaktionen, die Renaturierung von Feuchtbiotopen und Gewässern, die Betreuung von 150 Nistkästen oder auch Flur- und Bachsäuberungsaktionen. Neben der Urkunde erhält der erste Preisträger 250 Euro.

Auszeichnung für einen Waldbeauftragten

Zweiter Preisträger ist Ernst Stöcker aus Willanzheim, der seit dem Jahr 2003 Waldbeauftragter der Gemeinde ist. Neben der Holzausgabe, die er insgesamt 51 Mal betreut hat, umfasst sein Ehrenamt die Leitung des Güterwaldes, eine altrechtliche Körperschaft mit rund 100 Teilhabern. Dabei organisiert er die Gertholzvergabe, ist Ansprechpartner für praktische Fragen der Teilhaber und hat auch ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Regeln für die Holzaufarbeitung und die Abfuhr. Der Preis ist mit 150 Euro dotiert.

Einen Schutz für Fledermäuse schaffen

Darüber hinaus konnte Landrätin Tamara Bischof 15 Anerkennungsplaketten „Fledermäuse Willkommen“ überreichen. Die Aktion des Bayerischen Landesamtes für Umwelt – 2004 ins Leben gerufen – wurde bereits an über 1500 Umweltfreunde vergeben, 67 davon im Landkreis Kitzingen. Mit der Medaille werden Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich aktiv für die Schaffung und Erhaltung von Quartiermöglichkeiten der nächtlichen Flieger einsetzen.

So bietet das Armin Knab Gymnasium in Kitzingen im Schulgarten Nistkästen für Fledermäuse – ähnlich die Grundschule Kitzingen Siedlung, Michael Völker in seinem Weinberg in Kitzingen und die Friedhöfe der Großen Kreisstadt.

Viele Familien bieten den Tieren eine Zuflucht

Dachliegefenster in der Kirche in Hellmitzheim bieten Fledermäusen ebenso Unterschlupf wie Erhard Greulich aus Hüttenheim in der Weinkelterei, Manfred Reinhard aus Mainbernheim in seiner Scheune, Familie Schuhmann aus Nenzenheim im Dachstuhl des Wohnhauses, Imelda Weippert aus Obernbreit im Keller ihres Hauses, Dieter Ofenhitzer aus Neuses am Berg im Keller unter der Scheune,

Bruno Veeh aus Hellmitzheim und Andre Göpfert aus Repperndorf in ihren Scheunen, Bernward Unger aus Dettelbach und Timo Markert aus Repperndorf in den Kellern ihrer Häuser und Christiane und Paul Hutten aus Järkendorf, die im ehemaligen Gasthof Lichtschächte offen halten, in denen sogar die seltene Mopsfledermaus ein- und ausfliegen kann.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.