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Die neue Lust auf Fasching

Bei der KiKaG stehen die Zeichen auf Veränderung. Ein neuer Sitzungspräsident kommt
Bernd Nägle (Mitte) hat in den letzten Jahren die Prunksitzungen der Kitzinger Karnevalsgesellschaft geleitet. Am Sonntag wird sein Nachfolger vorgestellt.
 

Sein Name darf im Vorfeld nicht verraten werden. So lautet die Bedingung für das Gespräch. Ich bin einverstanden. Also verabreden wir uns zu einer Art Geheimtreffen. Die Herren sind sowohl guter Laune als auch guter Dinge. Es ist nicht zu übersehen: Veränderungen stehen bevor. Eine Aufbruchstimmung liegt in der Luft. Die Kitzinger Karnevalsgesellschaft ist im Umbruch.

Am Sonntag, 19. Februar, findet die erste Prunksitzung in der Session 2016/2017 statt. Sitzungspräsident Bernd Nägle wird die Veranstaltung – wie in den letzten Jahren – eröffnen. Beenden wird sie sein Nachfolger. Die Zepterübergabe erfolgt quasi im laufenden Betrieb.

Höchste Zeit für einen Umbruch

Die Tradition ist ihm heilig. Das betont der neue Sitzungspräsident ausdrücklich. Er will auf die Erfahrungen seiner Vorgänger bauen. Einerseits. Andererseits sei es höchste Zeit für einen Umbruch. Für neue Ideen. Für mehr Entertainment und Spaß. „Wir haben ein Schlachtschiff“, sagt er und meint die Sitzung am Rosenmontag mit dem Höhepunkt der Verleihung des Schlappmaulordens.

Wochen vorher ist diese Veranstaltung ausverkauft, die KikaG könnte noch deutlich mehr Karten verkaufen. „Aber wir schaffen es nicht, eine zweite Sitzung voll zu bekommen.“

Nur zur Klarstellung: Am bisherigen Sitzungspräsidenten liegt das nicht. Es liegt an den Strukturen, die mit der Zeit ein wenig verkrustet sind. Und an einem Umfeld, das sich rasant verändert. Wolfram Beha bestätigt das. „Unser Publikum hat sich in den letzten 30 Jahren kaum verändert“, sagt der Gesellschaftspräsident der KiKaG. Dieses Stammpublikum soll auch weiterhin begeistert werden. Aber: „Wir wollen und müssen auch wieder jüngere Menschen anlocken.“

Die neue Garde der KiKaG-Macher soll genau das richten. Männer wie Geschäftsführer Dr. Rainer Müller, Pressesprecher Ralf Schweiger oder Thomas Reichert sind zwar auch nicht mehr 20 – „aber sie haben eher den Bezug zu dieser Generation“, sagt der Gesellschaftspräsident. „Und sie haben Ideen, wie es gehen kann.“ Ein paar Ideen werden an diesem Nachmittag verraten: Eine andere, modernere Art der Moderation beispielsweise. Stichwort: Dialog statt Monolog.

Außerdem: Mehr Sketche, ein kürzeres offizielles Programm, damit mehr Zeit – und Energie – für die After-Show-Party bleibt. Die meisten dieser Ideen werden in diesem Jahr noch nicht umgesetzt, dafür war die Vorbereitungszeit zu knapp. Aber die neuen Köpfe der KiKaG denken zumindest mittel-, wenn nicht langfristig. „Wir wollen auf Basis der Traditionen eine neue Lockerheit reinbringen“, formuliert der neue Sitzungspräsident sein Ziel.

Die bekannten Büttenredner, die in den letzten Jahren zu Gast waren, sollen auch künftig in Kitzingen zu sehen sein. „Wir wollen auf diese Spitzenkräfte nicht verzichten“, versichert Dr. Müller. Aber denkbar sei es, den Zeitplan insgesamt zu kürzen, um danach miteinander ausgelassen zu feiern.

In dieser Session werden die meisten Veränderungen noch nicht greifen. Im nächsten Jahr schon. Dann feiert die KiKaG ihren 66. Geburtstag. Der neue Sitzungspräsident empfindet eine Mischung aus Vorfreude und Respekt, wenn er an die Feierlichkeiten denkt. Sein Ziel: Die KiKaG neu präsentieren, die Qualität weiter steigern. „Das Publikum soll sagen: Das war super, ich komme auf jeden Fall wieder.“ Utopisch sei das keinesfalls.

Mitglied seit 1999

Der Mann, der ursprünglich aus Hessen stammt und vor 18 Jahren der Liebe wegen nach Kitzingen zog, hat folgende Erfahrung gemacht: Wenn die Kitzinger einmal begeistert sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie wieder kommen, eventuell sogar mitmachen. Er selber ist bei seinem ersten Besuch einer Prunksitzung im Jahr 1999 gleich Mitglied geworden. Seit drei Jahren ist er Mitglied im Elferrat, jetzt will er als Sitzungspräsident neue Maßstäbe setzen.

Als Macher bezeichnet Wolfram Beha die Männer, die sich an diesem Nachmittag getroffen haben. Als Gruppe, die in den letzten eineinhalb Jahren enorm viel geackert habe. „Es sind Freundschaften entstanden“, sagt Dr. Müller. „Wir haben alle ähnliche Vorstellungen und Ideen.“ Reichert verspürt einen neuen Schwung und will sich in Zukunft verstärkt einbringen. „Es macht wieder Spaß“, sagt er. Den neuen Sitzungspräsidenten bezeichnet er mit einem Augenzwinkern als einen „Verrückten“, der jede Menge Zeit und Energie in die KiKaG steckt.

Warum er sich das alles antut? Der neue Sitzungspräsident antwortet seinem neuen Amt entsprechend: „Man muss ein Narr sein, um so etwas zu machen.“ Endlose Stunden Arbeit stecken in dem Projekt. Aber wenn das Publikum begeistert ist, dann sei das Lohn genug. Genau darauf will er mit möglichst vielen Helfern und Unterstützern hinarbeiten, denn eines ist ihm auch klar: Die Gruppe der Enthusiasten muss weiter wachsen, damit das große Ziel erreicht werden kann: Eine neue Lust auf Fasching in Kitzingen zu entfachen.

Karten für die Sitzung am 19. Februar können im Deutschen Fastnacht-Museum in der Luitpoldstraße in Kitzingen erworben werden. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Beginn ist um 17.11 Uhr.

Der Faschingsgottesdienst findet ebenfalls am 19. Februar, von 10 bis 11.30 Uhr in der Kitzinger Stadtkirche statt.

Kinderfasching im Dekanatszentrum am 25. Februar, von 14.11 bis 18 Uhr. Auch hier steht ein Wechsel auf der Bühne an.



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