KLEINLANGHEIM

Das Ganze Jahr der Natur auf der Spur

Die Grundschule Kleinlangheim wurde erstmals mit dem Preis „Umweltschule – Internationale Agenda-21 Schule“ ausgezeichnet.
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Hurra, wir sind Umweltschule! Kleinlangheim jubelt.

Das Programm „Umweltschule“ wurde im Jahre 1994 in Hamburg gestartet und hat sich zum größten Umweltprogramm an deutschen Schulen entwickelt. In Bayern wurden in diesem Jahr 348 Schulen als Umweltschule zertifiziert, darunter die Grundschule Kleinlangheim, wie mitgeteilt wird.

Der Titel „Internationale Agenda-21 Schule“ wird von einer Jury vergeben, nachdem sich die Schulen über einen Erhebungsbogen und eine Dokumentation beworben haben. Die Auszeichnung darf für ein Jahr getragen werden.

Themen wie Energie, Wasser und Abfall, Ökologie, Ernährung, eine Welt oder Verkehr werden in Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und außerschulischen Partnern wie Wirtschaft, Kommune, Vereine und Nachbarschaft bearbeitet.

Die Grundschule Kleinlangheim hat sich 2016/17 zum ersten Mal beworben und wurde ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand jetzt in Wendelstein (Lkr. Roth) statt. Der Amtschef des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, Christian Barth, hielt die Festrede, gratulierte und überreichte Fahne und Urkunde an Schulleiterin Nicole Achter.

Eine ganze Reihe von Aktivitäten rund um Garten, Natur und Wald brachten Grundschule Kleinlangheim den Titel, wie der Presse mitgeteilt wird.

Als erstes wird in der Mitteilung der Schulteich genannt. Die Idee dafür reifte bereits 2013/14. Nach Planung, Sponsorensuche und intensiver Unterstützung durch die Schulfamilie und einiger sehr engagierter Lehrer und Eltern wurde das Atrium im darauffolgenden Schuljahr fertiggestellt. Die größte Tiefe des Teiches beträgt etwa 105 Zentimeter; die Wassermenge dürfte etwa zwischen 13 und 15 Kubikmeter liegen. Inzwischen beherbergt der Teich zahlreiche Pflanzen und Tier und eigne sich hervorragend zur Betrachtung und Beobachtung des Lebens am Gewässer. Im Teich befinden sich Seerosen, sowohl für den Flach- als auch den tieferen Bereich. Weitere Pflanzen sind Valisnerien, Schachtelhalme, Rohrkolben oder Binsen. Der Teich wurde außerdem Heimat für viele Insekten, wie Libellen, Wasserläufer, Rückenschwimmer und andere Schwimmkäfer sowie Frösche, Molche und Fische (Moderlieschen, Stichlinge und Barsche). Libellenlarven und Kaulquappen können zeitweise in ein Aquarium ins Klassenzimmer verbracht und beobachtet werden.

Die Kinder der 3. und 4. Klassen können die Veränderung des Lebens am Teich in seinem Jahreslauf, die Entwicklung von Pflanzen und Tieren täglich verfolgen und helfen regelmäßig bei der Teichreinigung mit.

Um das Leben auch im größeren und freien Gewässer zu erforschen, gingen die Dritt- und Viertklässler bei drei Projekttagen an den Hörblacher Baggersee, wo sie Tiere mit dem Kescher fangen und beobachten konnten und sich über das Leben am Gewässer informierten.

Im Herbst fragten sich die ersten und zweiten Klassen „Wie kommt der Saft aus dem Apfel?“ und besuchten dazu das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim, um Äpfel zu ernten, zu keltern und den frisch gepressten Saft zu trinken.

Die Klasse 2 b machte sich im Oktober zur Weinlese am Schwanberg auf, mit Unterstützung der Winzerfamilien Roth und Grebner, presste den Traubensaft und erfuhr im Weingut Roth Wissenswertes über den Weinbau.

Die Erstklässler erkundeten eine Wiese und lernten viel über die Tier- und Pflanzenwelt und über Heilkräfte und Nutzen von Pflanzen für Mensch und Tier.

Die Zweitklässler erforschten die Heckenpflanzen und ihre Bewohner, imitierten Stimmen, beschäftigten sich mit Nestbau und der Bedeutung der Hecke für Mensch und Tier.

Die Drittklässler besuchten mit dem Förster den Wald; die Viertklässler säten während ihres Schullandheimaufenthaltes auf dem Schwanberg ein Wildblumenbeet für Nachtfalter und Fledermäuse aus und bauten Hütten und Hängebrücken aus Naturmaterialien.

Wie jedes Jahr beteiligte sich die Grundschule Kleinlangheim engagiert an der Sammelwoche des Landesbundes für Vogelschutz.

In der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten bauten die Schüler Obst und Gemüse an, das nach der Ernte gemeinsam zubereitet wurde. Sowohl bei der Pflege, als auch beim Verzehr unterstützten die Kinder der Mittagsbetreuung, die im Haus untergebracht sind.

Den Abschluss des Schuljahres bildete ein Kooperationsfest mit Vorschulkindern, Erst- und Zweitklässlern, an dem die Kinder an vielen Stationen zum Thema Natur sangen, spielten und bastelten.

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