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Christoph Schnellbacher ist neuer Jugendseelsorger im Dekanat Kitzingen

Nach drei Jahren Pause ist die Stelle des Jugendseelsorgers im Dekanat Kitzingen mit Christoph Schnellbacher wieder besetzt. Der gelernte Bankkaufmann freut sich auf seine neue Aufgabe und will "so manch Neues" entstehen lassen.
Kirche soll Spaß machen. So kommt sie auch bei den Jugendlichen an. Diese Auffassung vertreten die Geistlichen bei der Jugendvesper in Münsterschwarzach und scheuten sogar voe einem Tanz während des Gottesdiensts nicht zurück. Fotos: Alfred Molitor
 

"Ich wollte nichts Besonderes", gibt Christoph Schnellbacher ganz offen zu. "Da, wo sich Jugendliche sowieso immer treffen, um gemeinsam zu singen und zu beten, ist für mich ein würdiger Rahmen für meine Einführung." Und so fand die Einführung des neuen Jugendseelsorgers im Dekanat Kitzingen am Freitag bei der Jugendvesper in der Krypta der Abtei Münsterschwarzach statt.
Jeden dritten Freitag eines Monats findet dort ein Jugendgottesdienst statt. Bis auf den letzten Platz war die Krypta diesmal gefüllt. Viele Menschen, natürlich vor allem Jugendliche, wollten sich ein Bild vom neuen Jugendseelsorger machen und dabei sein, als Christoph Schnellbacher vom Team der Regionalstelle und dem Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher offiziell in sein neues Amt eingeführt wurde.
Die Aufgaben eines Jugendseelsorgers sind sehr vielfältig und lassen sich nicht konkret definieren. Er organisiert zum Beispiel das Ministranten-Fußballspiel oder geistliche Tage und begleitet die Jugendlichen auf Fahrten, zum Beispiel zum Weltjugendtag.
Mehr als drei Jahre lang war die Stelle des Jugendseelsorgers nicht besetzt. "Meine Kollegin Susanne Müller hat alles am Laufen gehalten", erzählt Schnellbacher. Die "Sehnsucht findet-Gottesdienste" will der Geistliche auf jeden Fall weiterführen, teilweise will er aber auch neue Wege gehen und versuchen, so manch Neues entstehen zu lassen.
Christoph Schnellbacher ist 32 Jahre alt. Er stammt aus Aschaffenburg und hat dort auch sein Abitur gemacht. Nach einer Lehre zum Bankkaufmann entschied er sich für ein Theologie-Studium in Würzburg. "Es gab Momente in meinem Leben, wo ich innerlich gespürt habe, dass ich nicht mein ganzes Leben in einer Bank arbeiten will", erzählt er. Auch wenn er seine Zeit in der Bank nie bereut habe, wollte er plötzlich unbedingt etwas sozialeres machen, etwas für Menschen. "Für Gott und für die Menschen da zu sein, war schon immer das, was mich fasziniert und geprägt hat. "
Der geweihte Priester übt die Stelle als Dekanatsjugendseelsorger nur zur Hälfte seiner Arbeitszeit aus. Die andere "halbe Stelle" ist er als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Kirchschönbach-Stadelschwarzach-Wiesentheid aktiv. In nächster Zeit will er einige Fortbildungen belegen, um in Sachen Jugendarbeit und Jugendbetreuung noch fitter zu werden.
Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher ging in seiner Predigt auf das Thema "Die Kirche ist jung" ein. Ihm falle es immer mehr auf, dass sich viele Jugendliche für die Kirche einsetzen und Überantwortung übernehmen - unter anderem bei Wahlen zum Pfarrgemeinderat, wo junge Gläubige Verantwortung übernehmen. "Sie verweisen ganz charmant so manch alteingesessenes Mitglied des Pfarrgemeinderats auf die hinteren Plätze", erzählte Eschenbacher. Er lobte, dass viele Jugendliche in der heutigen Zeit nicht mehr darauf warten, bis einer sagt: "Mach mal!". Stattdessen nähmen sie das Heft selber in die Hand. Sie verstünden die Kirche so, als ob sie selber ein Teil davon wären.
"Die Kirche sind wir, wir sind die Zukauft der Kirche", dies gab der junge Pfarrer den vielen Jugendlichen mit seiner Predigt mit auf den Weg. Dem neuen Dekanatsjugendseelsorger Christoph Schnellbacher wünschte er alles Gute und viel Erfolg und Ausdauer für seine neue Aufgabe.

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