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Beim Bahnhof hat die Bahn Verspätung

Zwei Hängepartien in Kitzingen erzürnen die CSU-Fraktion - der Pendlerparkplatz am Bahnhof und die Innenstadt-Erneuerung. Die Frage dabei: Wer bremst?
Noch ist er ein Provisorium, der Pendlerparkplatz am Kitzinger Bahnhof: Der könnte nach den Plänen der Stadt deutlich früher ausgebaut werden, als der Rest der seit 2007 geplanten Umgestaltung des Umfelds, zu dem auch eine Busbahnhof gehören würde.
 
von HARALD MEYER

Der Finger in der kommunalpolitischen Wunde ist deutlich: Die CSU-Fraktion kritisiert mit einiger Schärfe, dass beim Pendlerparkplatz am Kitzinger Bahnhof nichts vorangeht und das Erneuerungsprojekt Innenstadt ebenfalls seit Jahren planerisch stagniert. Das Bauamt wiederum verweist auf eine Vielzahl von Projekten, die personelle Ressourcen binden, und: Am 29. Juni soll der Bahnhofs-Parkplatz in den Stadtrat.

Klappt es vor der Sommerpause?

Das seit 2007 vor sich hindümpelnde Projekt der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds nervt nicht nur die CSU, sondern auch OB Siegfried Müller. Der hatte Ende Mai ein Gespräch mit einem Bahn-Verantwortlichen, um endlich das größte Hindernis für die städtischen Pläne aus dem Weg zu kriegen – den Verkauf des Bahnhofs. Ergebnis. Die Veräußerung, die vor Monaten schon angekündigt war, sei nach den Worten des Bahn-Mitarbeiters in Bälde geplant. Müller hofft jetzt, „dass es vor der Sommerpause klappt“.

Geduld der CSU ist allmählich am Ende

Keine Geduld mehr hat die CSU beim Pendlerparkplatz, der ungeachtet der Bahnhofsproblematik neben den Kleingärten gebaut werden könnte. Die Fraktion fordert, dass die Entwurfsplanung am 29. Juni im Stadtrat vorgelegt wird. Spät genug aus Sicht der CSU. Schließlich stamme der Ratsbeschluss vom September 2014.

Allerdings gab's für die von breiter Mehrheit getragenen Pläne für gut hundert Stellplätze Mitte 2016 eine Vollbremsung. Die neu losgetretene Diskussion um ein teures Parkhaus mündete in einen Bürgerantrag, der erst Anfang Oktober vom Stadtrat abgeschmettert wurde. Das alles habe die Planung für ein halbes Jahr behindert, so Bauamtschef Oliver Graumann. Am 29. Juni werde das Projekt erneut zur Entscheidung vorgelegt. Dabei werde über Kosten und Fragen der Realisierung informiert.

Forderung: Externes Planungsbüro soll Pläne begleiten

Ein großes Ärgernis für die CSU sind die fehlenden Pläne für eine attraktivere Innenstadt: „Seit Jahren werden wir hingehalten und müssen zusammen mit den Bürgern und Touristen den Stillstand bei der städtischen Entwicklung der Innenstadt ertragen“, so der Antrag.

Damit das vorankommt, fordert die Fraktion, ein externes Planungsbüro zu beauftragen, die Pläne für den Bereich rund um den Marktplatz zu begleiten. Ziel: Ende des Jahres soll die Projektplanung in den Stadtrat.

Im Prinzip rennt die CSU bei Bauamtsleiter Graumann mit dem Vorstoß offene Türen ein: „Wir sind nirgends so aktiv wie in der Innenstadt“, betont er mit Blick auf Projekte wie – unter anderem – die Brauhöfe, die Kaiserstraße 17, das Marktcafé, die Schmiedelstraße-Neubauten, die Fastnacht-Akademie oder das Sanierungs-Projekt Altstadt. Das alles binde viel Personal und Arbeitszeit.

Konkrete Planungen erst mit Übernahme der Staatsstraße

Unter extremem Zeitdruck sieht Graumann die Stadt derzeit nicht. Schließlich sei die wichtigste Straßenverbindung im Projekt – von der Kaiserstraße über den Königsplatz bis zur Luitpoldstraße – noch nicht im Besitz der Stadt. Erst bei der Übernahme der Staatsstraße, „frühestens Ende des Jahres“, könne man in die konkreten Planungen einsteigen.

Allerdings: Ob es nun um den Königsplatz, die maroden Gehsteige in der Kaiserstraße oder den Übergang vom Königsplatz in die Kaiserstraße geht und den rollatorgerechten Gehstreifen vom unteren Markt bis zur Herrnstraße – die Untersuchungen für das Gebiet würden angepackt, so Graumann. Mängel und Ziele würden aufgeschrieben: „Wir brauchen das als Vorarbeit.“

Wann die eigentliche Verwirklichung – nicht nur von der CSU deutlich angemahnt – kommt, könnte schon am 29. Juni klar werden. Er werde über das Vorgehen bei der Innenstadtentwicklung informieren, sagt Graumann.



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