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Bald wächst Gras über die Reste vom Marktcafé

Bauliche Sorgenkinder sind in Kitzingen keine Mangelware. Drei besonders häßliche Ecken scheinen aber auf eine Lösung zuzusteuern, meint OB Siegfried Müller.
Kein schönes Bild bietet die noch nicht vollständig freigeräumte Baustelle des Marktcafés und der Nachbarhäuschen.
 
von HARALD MEYER

Drei besonders hässliche Pickel verunzieren das Gesicht der Stadt Kitzingen: Die Reste des Marktcafé-Abrisses an der Marktstraße, die von einem Brand gezeichnete Fassade des Dietz-Geschäftshauses am Marktplatz und die seit langem vor sich hinbröckelnden Reste des Goldenen Löwen. In zwei Fällen gibt es Hoffnung auf Besserung. Die Baustelle Marktcafé und das Dietz-Haus sollen laut OB Siegfried Müller präsentabel hergerichtet werden.

Ein – noch – trostloses Eck

Der Abbruch des Marktcafés und der zwei Nachbarhäuser hat Kitzingen zwar um eine Ruine ärmer gemacht, aber ein trostloses Eck hinter Bauzäunen hinterlassen. Das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Das Gelände solle mit Boden aufgefüllt und mit Rasen freundlicher gestaltet werden, erklärte der Oberbürgermeister im Ausschuss. Dazu werde eine Bank in dem Eck aufgestellt.

Das Aufhübschen ist gut nachvollziehbar. Bis die Genehmigung für den Bauantrag für das auf den 377 Quadratmetern Fläche geplante Wohn- und Geschäftshaus der Investorengemeinschaft Zapf, Beck und Hertel durch ist, vergeht noch einige Zeit. Zudem ist am 2. Juli der Tag der Franken, an dem sich Kitzingen gut präsentieren will. Grund genug, bis zu 25 000 Euro in die provisorische Verschönerung des Ecks zu stecken.

Endlich „alles schädlingsfrei“

Einige Sorgen weniger hat die Stadt auch mit dem Dietz-Haus. Das seit Jahren leer stehende Wohn- und Geschäftsgebäude, das bei einem Brand von Sperrmüll Schäden erlitt, soll nicht weiter zur Bauruine verkommen. Gelöst scheint das Problem mit Ratten und weiterem Ungeziefer zu sein, die das verwaiste Gemäuer bevölkerten. Nachdem ein Schädlingsbekämpfer im Auftrag der Eigentümer tätig war, sei „alles schädlingsfrei“, so der OB.

Was noch angepackt werden soll, ist die heruntergekommene Optik des Hauses. Die Brandschäden würden in naher Zukunft beseitigt, Schaufenster und Markise in einen präsentablen Zustand gebracht. „Wir hoffen, dass etwas Ruhe einkehrt“, betonte Müller. Er hofft, dass sich ein Investor findet, der das Eck am Markt wiederbelebt.

Hängepartie Goldener Löwe

Weiter eine Hängepartie ist das von wucherndem Grün und von planenverhüllten Stadtmauerresten beherrschte Grundstück des einstigen Gasthauses Goldener Löwe. Die Pläne für ein Projekt zum betreuten Wohnen würden überarbeitet, nachdem das benachbarte Haus – Lindenstraße 13 – verkauft worden sei, sagte Müller. Wann das Vorhaben, das im April 2015 genehmigt wurde, tatsächlich verwirklicht wird, weiß keiner. 25 seniorengerechte Wohnungen sind geplant und eine Begegnungsstätte dort, wo einst das Gasthaus. Das sind Pläne von gestern.

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