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Ausstellung Fastnachtmuseum: Eine gelungene Annäherung

„jüdisch jeck, Fastnacht und Purim – eine Annäherung“ ist der Titel einer Sonderausstellung, die jetzt im Deutschen Fastnachtmuseum in Kitzingen eröffnet wurde – und auf viel Interesse gestoßen ist.
Museumsleiterin Daniela Sandner vor Bildern von Purimfesten. Sie sind Teil der Sonderausstellung im Fastnachtmuseum. FOTO: Siegfried Sebelka
 
von SIEGFRIED SEBELKA

„jüdisch jeck, Fastnacht und Purim – eine Annäherung“ ist der Titel einer Sonderausstellung, die jetzt im Deutschen Fastnachtmuseum in Kitzingen eröffnet wurde – und auf viel Interesse gestoßen ist.

Eine Annäherung im doppelten Wortsinn, schreibt Hans Driesel vom Fastnachtmuseum zur Eröffnung in seiner Pressemitteilung: Hier der Förderverein ehemalige Synagoge, dort das Deutsche Fastnachtmuseum, hier das jüdische Purim-Fest, dort die christlich motivierte Fastnacht. Zwei Hochfeste mit fast gleichen Erscheinungsformen, aber höchst unterschiedlichen Wurzeln.

Gäste mit weiter Anreise

Die Besucher waren von weit angereist, kamen nicht nur aus dem gesamten fränkischen Raum, sondern auch aus rheinischen Gefilden wie Bonn und Mainz. Neben Freunden und Gönnern war auch die Wissenschaft vertreten. Museumsleiterin Daniela Sandner und die Vorsitzende des Fördervereins ehemalige Synagoge, Margret Löther, begrüßten die Gäste im dicht besetzten historischen Museumskeller.

Lieder in hebräischer Sprache

Für die gesangliche Umrahmung hatten die Veranstalter die Sängerin und Gitarristin Helen Jordan verpflichtet. Die Künstlerin trug Lieder in hebräischer Sprache vor.

Den Eröffnungsvortrag hielt Günter Schenk aus Mainz. Der weit gereiste Journalist und Buchautor gilt als ausgewiesener Kenner von Purim und Fastnacht. Schenk schilderte die historischen Hintergründe, würzte seine Ausführungen mit Histörchen, aber auch mit kritischen Betrachtungen. Angesichts vieler Ganzjahresevents stellte er die provokante Frage, wie weit die Menschheit wohl noch ihre „kulturelle Demenz“ treiben wolle. Purim und Fastnacht seien keine Dauer-Partys.

Viel Applaus für Kulturpreisträger

Für einen Rosenmontagszug im Mai zeigte Schenk kein Verständnis. Alles habe seinen Anfang und sein Ende, wie das menschliche Leben auch. Beim Feiern fröhlicher Feste zähle das Du, aus dem sich im besten Fall ein Wir forme. Insofern spiele es keine Rolle, ob wir als Juden oder Christen feiern, ob als Muslime oder Buddhisten. Begeisterter Applaus verabschiedete den Kulturpreisträger der deutschen Fastnacht.

Anschließend war Gelegenheit gegeben, unter der engagierten und sachkundigen Führung von Daniela Sandner und Margret Löther die Exponate zu besichtigen. Immer wieder kam es dabei zu Fragen und lebhaften Diskussionen. Der Abend war schon weit fortgeschritten, als die letzten Besucher das Haus verließen.

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