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Ärger im Stadtrat: Kein Baugebiet am Römerlager

Keinen Fortschritt gibt es für Marktbreit beim Bauland. Die Stadt hat kaum Grundstücke für Bauwillige, aber auf dem Platz des ehemaligen Römerlagers geht vorerst nichts.
So soll es aussehen, das neue Baugebiet zwischen Lohrer Aloysianum und Bahnstrecke. Insgesamt könnten 58 Wohnungen, zehn Einfamilienhäuser und eine Pflegeeinrichtung mit 112 Zimmern entstehen.
 
von REGINA STERK

Keinen Fortschritt gibt es für Marktbreit beim Bebauungsplanverfahren „Römerlager“. Nachdem der Stadt kaum noch Grundstücke für Bauwillige anbieten kann, hat sich Bürgermeister Erich Hegwein im Frühjahr schriftlich an Heimatminister Söder gewandt und darauf hingewiesen, dass es keine Alternativen zum geplanten Baugebiet gibt. Andere Gebiete, die in Frage kämen, scheiden wegen der Nähe zu Autobahn und Bahnlinie aus.

Die Antworten aus München fielen ernüchternd aus: Sowohl das Heimat- als auch das Kultusministerium räumen dem Römerlager einen so großen historischen Wert ein, dass dort ihrer Meinung nach kein Baugebiet entstehen dürfe. Auch das Landesamt für Denkmalpflege und das Landratsamt Kitzingen sind dieser Meinung. „Es tut sich also weiterhin nichts“, stellte der Bürgermeister in der Stadtratssitzung in Gnodstadt bedauernd fest. Auch die Räte reagierten frustriert: „Solche Schreiben haben wir vor 20 Jahren schon bekommen“, meinte Heinz Galuschka. Was ihn besonders ärgert: Geforscht und gegraben wird am Römerlager derzeit nicht.

Zur Zeit keine Forschungen

Im Schreiben des Kultusministeriums wird sogar angedeutet, dass dies eher künftigen Generationen möglich gemacht werden soll. Galuschka forderte deshalb, dass die Forschungen am Römerlager bis zu einem Stichtag fertiggestellt sein sollen, sodass anschließend die Kommune sich wieder weiter entwickeln kann. Der Idee konnten seine Ratskollegen folgen und beschlossen, sie weiter zu verfolgen.

Ebenfalls wenig zufriedenstellend war für die Räte der Stand in Sachen Ausbau der Gnodstadter Ortsdurchfahrt (KT 18) bis zur B 13. Aufgrund erhöhten Verkehrsaufkommens, vor allem durch den Schwerlastverkehr, ist die Straße stark belastet und vor allem zu schmal. Deshalb hat die Stadt schon vor einigen Jahren den Antrag zur Verbreiterung gestellt. Das Landratsamt sieht dafür allerdings keine Möglichkeit, denn die Belastung mit Pech sei hier so groß, dass nur ein kompletter Ausbau in Frage komme, bei dem dann auch die belastenden Materialien fachgerecht entsorgt werden. Das bedeutet einen Baubeginn frühestens 2021. „In dieser Zusammensetzung des Ratsgremiums erleben wir das nicht mehr“, kommentierte Hegwein das Schreiben.

Schäden werden größer

Auch Manfred Krauß und Alexander Mader beklagten den Zustand der Straße und machten klar, dass für den Ausbau Eile geboten sei, bevor die Schäden noch größer würden. Hegwein versprach, nochmals beim Landratsamt nachzuhaken mit der Hoffnung, im Ausbauprogramm nach oben zu rutschen, wenn andere Projekte nicht verwirklicht werden könnten.

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