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Wintereinbruch

Wintereinbruch in Bayern: Etliche Unfälle auch in Franken

Schneefall und glatte Straßen: Der Wintereinbruch hat in Franken zu einigen Unfällen geführt. Schuld war in den meisten Fällen eine zu hohe Geschwindigkeit.
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Der Wintereinbruch  überraschte am Wochenbeginn viele Autofahrer in Franken.  Robert Wagner
Der Wintereinbruch überraschte am Wochenbeginn viele Autofahrer in Franken. Robert Wagner
Der am Sonntagnachmittag einsetzende erste Schneefall hat zu etlichen witterungsbedingten Verkehrsunfällen im Regierungsbezirk geführt. In einigen wenigen Fällen erlitten Autofahrer leichte Verletzungen. Zum Glück blieb es in den meisten Fällen bei Blechschäden. Das teilte die Polizei Oberfranken mit.

Alle Hände voll zu tun hatten bereits am Nachmittag die Beamten der Verkehrspolizeien Hof und Bayreuth. Auf den Autobahnen, hauptsächlich der A 9, A 70 und A 93, ereigneten sich binnen weniger Stunden acht Verkehrsunfälle. Dabei zogen sich drei Personen leichte Verletzungen zu und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der Gesamtschaden liegt bei geschätzten 65.000 Euro.

In den Abendstunden kam es auf den Autobahnen A 9, A 70 und A 93 und auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zu weiteren zwölf Verkehrsunfällen. Bei zwei Unfällen zogen sich drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen zu. Die Schadenshöhe bei diesen Unfällen summiert sich auf ca. 85.000 Euro.

Ein Autofahrer aus dem Landkreis Hof fuhr am Sonntag gegen 16 Uhr von Münchberg in Richtung Zell. Kurz vor Großlosnitz kam er auf schneebedeckter Fahrbahn nach rechts von der Fahrbahn ab. Er schrammte über einen Wasserdurchlass und blieb im Straßengraben liegen. An dem Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von 15.000 Euro. Das Fahrzeug war noch mit Sommerreifen ausgerüstet.


Autofahrer auch in Unterfranken von Wintereinbruch überrascht

Auch in Unterfranken haben nicht alle Autofahrer mit dem Wintereinbruch gerechnet. Bei einem Ausweichmanöver geriet am Sonntagnachmittag auf schneeglatter Fahrbahn ein 32-jähriger Autofahrer auf Höhe des Mainfrankenparks in Dettelbach (Lkr. Kitzingen) ins Schleudern, rutschte von der Fahrbahn und fuhr einer Böschung hinunter. Der Schaden beträgt 2000 Euro.

Am Sonntagnachmittag haben zwei Autofahrer bei Unfällen auf der A 3 kurz vor dem Biebelrieder Kreuz ihre Fahrzeuge total beschädigt. Beide waren bei Schneematsch mit Sommerreifen unterwegs. Ein Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Den Gesamtschaden beider Unfälle schätzt die Autobahnpolizei auf weit über 100.000 Euro.
Unfallursächlich war in den meisten Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn. Die Verunfallten krachten auf den Autobahnen in die Leitplanken oder landeten im ländlichen Raum im Straßengraben.

Gut beschäftigt waren auch die Straßenmeistereien und die Feuerwehren, die in 30 Fällen, insbesondere in den Hochlagen, Straßen von umgestürzten Bäumen befreien mussten. Vereinzelt kam es deswegen zu Behinderungen.

Um Verkehrsunfälle auf winterlichen Straßen zu vermeiden, wird um besonders umsichtige, den Straßenverhältnissen angepasste Fahrweise gebeten. Darüber hinaus müssen am Fahrzeug die vorgeschriebenen Winterreifen (M+S-Reifen) montiert sein.

Auch zum Wochenauftakt sorgte der Wintereinbruch für zahlreiche Unfälle: Schneefälle und überfrierende Nässe haben am Montag im Süden und Norden Deutschlands wieder zu etlichen Verkehrsunfällen geführt. Die meisten Karambolagen gingen glimpflich aus.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 3 zwischen Kitzingen und Wiesentheid in Nordbayern erlitt am Montagmorgen allerdings ein 41 Jahre alter Mann lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde eingeklemmt, als ein Transporter auf einen Lastwagen auffuhr, wie die die Polizei mitteilte. Die Ursache war zunächst unklar.

In Oberfranken, der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns führte Schneefall zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Als Ursache sieht die Polizei in den meisten Fällen überhöhte Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn.

Der Deutsche Wetterdienst meldete am Montagmorgen weiterhin Glätte und Schneefall für Bayern. Für die Nacht auf Dienstag werden Frost und überfrierende Glätte erwartet.

Glatte Straßen führten am frühen Montagmorgen auch in Schleswig-Holstein zu mehreren Unfällen. Die Autobahn 7 musste zwischen Flensburg und Tarp gesperrt werden, nachdem ein Kleintransporter in die Leitplanke gefahren war. Ein nachfolgender Lastwagen landete bei einem Ausweichmanöver in der Böschung. Insgesamt krachte es in der Nacht und am Morgen gut zehn Mal. Meist blieb es nach Angaben der Polizei bei Blechschäden.
Bereits am Sonntagabend kam es auf den Autobahnen in Oberfranken und auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zu zwölf Karambolagen, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Bei zwei Unfällen zogen sich drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen zu.

Der Schneefall hatte am Sonntagnachmittag eingesetzt. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich allein auf den Autobahnen im Raum Hof und Bayreuth acht Verkehrsunfälle. Die Feuerwehr musste mindestens 30 Mal ausrücken, um die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.
Auch in anderen Regierungsbezirken kam es wegen des Wintereinbruchs zu Unfällen und Behinderungen. In der Oberpfalz ereigneten sich mindestens 20 Unfälle, Polizei und Feuerwehr mussten mehr als 50 Mal wegen umgestürzter Bäume und anderer Verkehrsbehinderungen ausrücken.

In den Mittelgebirgen war bereits am Sonntag der Winter eingezogen, etwa auf dem Brocken und in den Kammlagen des Harzes. Am Erbeskopf im Hunsrück rutschten erstmals in diesem Herbst Kinder mit Schlitten einen Rodelhang hinunter. Rund um den mit 816 Metern höchsten Berg von Rheinland-Pfalz waren bereits Räumfahrzeuge auf schneebedeckten Straßen unterwegs.

In den kommenden Tagen bleibt es in der Region kalt, Regen oder weiterer Schneefall ist vorerst aber nicht in Sicht. "Besonders morgens sollte man sich warm anziehen. Ansonsten pendeln sich die Temperaturen bei maximal acht Grad ein. Dabei bleibt es meist trocken und die Sonne lässt sich ab und zu blicken", fasst Diplom-Meteorologe Dominik Jung zusammen. In der kommenden Woche, so Jung weiter, könnten die Temperaturen dann weiter purzeln. "Dass es dann auch wieder schneit, ist aber unsicher."

Was die Prognosen für den bevorstehenden Winter betrifft, halten sich die Wetter-Experten in Deutschland noch zurück. Die US-Wetterbehörde NOAA hat sich hingegen bereits festgelegt: Sie erwartet für die kommenden Monate deutlich milderes Wetter als im langjährigen Klimamittel. Aus Sicht von Dominik Jung ist dieser Trend durchaus realistisch - was auch mit dem ersten Schneefall zusammenhängt. "Rein statistisch ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit für milde Winter erhöht ist, wenn es frühe Wintereinbrüche gibt. Ein Kaltwinter ist deshalb nicht sehr wahrscheinlich."

In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Blick zurück. Auch im Vorjahr hatte es Mitte November in der Region einen Kälteeinbruch mit Tageshöchstwerten von nur zwei Grad gegeben. "Der Winter war dann aber vergleichsweise mild", so Dominik Jung. mit dpa
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